OpenAI und Samsung: Chip-Kooperation und Update bis Jahresende
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 22:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-amerikanische KI-Unternehmen OpenAI vertieft seine Zusammenarbeit mit Samsung, um gemeinsam an Prozessoren der nächsten Generation zu arbeiten. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, zielt die Kooperation auf die gemeinsame Produktion und Forschung im Hardware-Bereich ab.
In diesem Zusammenhang wird bis zum Jahresende 2026 ein Fortschrittsupdate zum sogenannten Stargate-Korea-Projekt erwartet, an dem neben Samsung auch der Speicherhersteller SK Hynix beteiligt ist.
Massive Expansion der Nutzerbasis in Südkorea
Parallel zur technologischen Zusammenarbeit verzeichnet OpenAI ein signifikantes Wachstum auf dem südkoreanischen Markt. Ende August 2026 lag die Zahl der Nutzer von ChatGPT Enterprise in der Region um das 28-fache über dem Vorjahreswert.
Besonders stark stieg die Nachfrage im professionellen Segment: Seit März 2026 habe sich die Zahl der wöchentlichen Nutzer von ChatGPT Work und dem Programmierassistenten Codex verzehnfacht. Diese beiden Dienste machten im August 2026 bereits 64 % des gesamten Token-Outputs aus.
Die allgemeine Popularität der Plattform in Südkorea spiegelt sich zudem in den monatlichen Nutzerzahlen wider. Im August 2026 erreichte ChatGPT 17,1 Millionen monatliche Nutzer, was einer Steigerung von 42 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Anfang September stellte OpenAI zudem das neue Modell GPT-6 Astra vor, was die technologische Dynamik des Unternehmens unterstreicht.
Infrastruktur und Hardware-Strategie
Um die steigende Nachfrage effizient zu bedienen, plant OpenAI eine „Inference-Residency“ in Südkorea. Ziel ist es, die KI-Inferenz – also die Anwendung der trainierten Modelle – direkt im Land zu verarbeiten. Hierzu laufen bereits Gespräche mit lokalen Partnern über die Beschaffung der notwendigen Grafikprozessoren (GPUs).
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Bei der Hardware-Entwicklung verfolgt OpenAI eine mehrgleisige Strategie. Während das Unternehmen für seinen eigenen Chip mit dem Codenamen „Jalapeno“ mit Broadcom zusammenarbeitet und die Fertigung durch TSMC erfolgt, spielen südkoreanische Firmen eine Schlüsselrolle bei der Speicherversorgung.
Für das Stargate-Projekt liefern Samsung und SK Hynix den benötigten Speicher. Da südkoreanische Hersteller mehr als 90 % des weltweiten Marktes für High Bandwidth Memory (HBM) kontrollieren, priorisiert OpenAI Partnerschaften in diesem Sektor. Aktuelle Gespräche konzentrieren sich auf die Standards HBM4 und HBM4E sowie auf die Entwicklung kundenspezifischer KI-Chips.
Partnerschaften im Bereich Cybersecurity
Auch im Bereich der Cybersicherheit bauen die Partner ihre Beziehungen aus. Samsung Electronics nutzt OpenAI bereits in verschiedenen Geschäftsbereichen; so greifen etwa an der Seoul National University rund 50.000 Nutzer auf entsprechende Dienste zu. Samsung betreibt zudem eine der weltweit größten ChatGPT-Bereitstellungen.
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Mit der Initiative „Daybreak-Cybersecurity“ plant OpenAI den Aufbau eines Netzwerks von mehr als fünf Partnern in Südkorea. Samsung SDS fungiert dabei als erster lokaler Pilotpartner.
Die Führungsebene von OpenAI Korea betonte in diesem Kontext, dass man mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Speicherlösungen rechne. Zudem unterstütze das Unternehmen staatliche Investitionen in die Entwicklung souveräner KI-Modelle, um die technologische Eigenständigkeit der Region zu fördern.
