OpenAI, Transformer-Star

OpenAI: Transformer-Star Noam Shazeer wechselt von Google

18.06.2026 - 13:17:50 | boerse-global.de

OpenAI plant Hauptsitz in Stockholm und verpflichtet Noam Shazeer, einen der Väter der Transformer-Technologie, für die Architekturforschung.

OpenAI eröffnet Nordeuropa-Zentrale und holt Google-KI-Experten
OpenAI - A modern office building in Stockholm with a subtle futuristic glow, representing OpenAI's new Nordic headquarters and AI innovation. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der ChatGPT-Entwickler expandiert nach Schweden und holt einen KI-Star von Google.

OpenAI wird seinen ersten nordischen Hauptsitz in Stockholm eröffnen. Das neue Büro soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 seine Arbeit aufnehmen. Schweden gilt für den KI-Konzern als einer der am schnellsten wachsenden Märkte in Europa – ein klares Signal für die strategische Bedeutung der Region.

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Warum Stockholm?

Die Wahl fiel auf die schwedische Hauptstadt nach einer gründlichen Prüfung der technischen Infrastruktur und des dortigen Talentpools. Emmanuel Marill, OpenAI-Managing-Director für die Region EMEA, bezeichnete das schwedische Technologie-Ökosystem als entscheidenden Faktor für die Expansion. Das Unternehmen will die lokale Ingenieurskompetenz nutzen, die den schwedischen Tech-Sektor seit Jahren prägt.

Die schwedische Regierung begrüßt den Schritt. Benjamin Dousa, Schwedens Minister für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel, sieht in der Ansiedlung eine Stärkung der nationalen Technologielandschaft. Für ein Land, das mit Firmen wie Spotify und Klarna bereits globale Player hervorgebracht hat, ist dies ein weiterer Prestigeerfolg.

Verstärkung aus dem Google-Lager

Parallel zur räumlichen Expansion gelingt OpenAI ein personeller Coup. Noam Shazeer, Mitautor der bahnbrechenden Forschungsarbeit zu Transformer-Modellen aus dem Jahr 2017 und ehemaliger Co-Leiter von Googles Gemini-Projekt, wechselt zu OpenAI.

Shazeer übernimmt die Leitung der Architekturforschung, wie OpenAI-Vertriebschef Mark Chen bestätigte. Der Schritt folgt auf Shazeers Abgang von Google, das 2024 noch rund 2,7 Milliarden Euro für eine Lizenzvereinbarung mit Character.AI gezahlt hatte, um ihn zurückzuholen. OpenAI-CEO Sam Altman begrüßte den Wechsel öffentlich. Shazeer soll sich auf die Entwicklung der nächsten Generation von KI-Architekturen konzentrieren – ein Bereich, der für die Zukunft des Unternehmens entscheidend sein dürfte.

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Milliardenschwere Perspektiven

Die Expansion und die Personaloffensive fallen in eine Phase intensiver Beobachtung durch Finanzanalysten. Institute wie Goldman Sachs und Morgan Stanley verfolgen aufmerksam OpenAIs möglichen Weg an die Börse. Branchenberichte sprechen von einer potenziellen Bewertung von bis zu einer Billion Euro – eine Zahl, die selbst für DAX-Verhältnisse astronomisch wäre.

Während das Unternehmen seine physische Präsenz in Europa ausbaut, gab es bei anderen internationalen Terminen Anpassungen. CEO Sam Altman verschob einen zweitägigen Besuch in Südkorea, der ursprünglich am 14. Juni 2026 beginnen sollte. Grund war die Geburt seiner zweiten Tochter. Die Reise sollte Partnerschaften zu Hochgeschwindigkeitsspeichern (HBM4) und regionalen KI-Integrationen mit Firmen wie Samsung, Naver und Kakao betreffen. OpenAI betonte, dass die bestehenden Kooperationen in der Region trotz der Verschiebung aktiv bleiben.

Das Stockholmer Büro soll später in diesem Jahr als zentraler Hub für OpenAIs Aktivitäten in ganz Nordeuropa dienen. Für den deutschen Markt, der ebenfalls zu den wichtigen europäischen Standorten des Unternehmens zählt, dürfte die schwedische Zentrale vor allem als Koordinationsstelle für gemeinsame Projekte mit nordischen Partnern relevant werden.

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