OpenAI startet Robotik-Offensive: Konkurrenz zu Tesla Optimus
01.06.2026 - 11:43:46 | boerse-global.deOpenAI-CEO Sam Altman hat am heutigen Montag eine Rekrutierungsoffensive für eine neue Robotik-Abteilung gestartet. Es ist ein strategischer Wendepunkt für den KI-Konzern.
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Von der Simulation zur realen Maschine
Das neue Robotik-Team entstand aus einem internen Forschungsprogramm zur Weltsimulation. Geleitet wird es von Aditya Ramesh, einem der Köpfe hinter den KI-Modellen DALL-E und Sora. Die Stellenausschreibungen verraten: OpenAI sucht Experten für Hardware-Entwicklung, Systemtechnik und maschinelles Lernen.
Die Roadmap ist zweigeteilt. Kurzfristig will OpenAI Roboter bauen, die Fachkräfte bei Infrastrukturprojekten unterstützen. Langfristig sollen persönliche Roboter entstehen, die Alltagsaufgaben für jedermann übernehmen. Damit tritt OpenAI in direkte Konkurrenz zu Tesla und dessen humanoidem Roboter Optimus.
Milliardenschwerer Zukunftsmarkt
OpenAI hat bereits vorgebaut. Das Unternehmen investierte in mehrere Robotik-Startups, darunter 1X, Figure und Physical Intelligence. Der Schritt kommt nicht von ungefähr: Analysten von Morgan Stanley schätzen, dass der Markt für humanoide Roboter bis 2050 auf über fünf Billionen Euro anwachsen könnte.
Die Ankündigung fällt in eine Zeit massiver Umbrüche in der Tech-Branche. Allein 2026 gab es mehr als 142.000 Entlassungen in der Industrie. Dennoch zeigen sich die großen KI-Chefs optimistisch. Nvidia-CEO Jensen Huang hält die Angst vor KI-bedingtem Jobverlust für übertrieben – die Technologie werde mehr Chancen schaffen als vernichten. Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis argumentiert, Produktivitätsgewinne durch KI sollten zu mehr Arbeit führen, nicht zu weniger.
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Nvidia und Unitree heizen den Wettbewerb an
OpenAI ist nicht allein. Noch am heutigen Montag stellte Nvidia Cosmos 3 vor – ein quelloffenes Weltenmodell für Roboter und autonome Fahrzeuge. Es kann Bewegungsdaten wie Gelenkwinkel und Greiferpositionen auf Basis multimodaler Daten erzeugen.
Gleichzeitig gab Nvidia eine Partnerschaft mit dem chinesischen Startup Unitree bekannt. Gemeinsam entwickeln sie ein Forschungssystem für humanoide Robotik. Kernstück ist der H2 Plus Referenzroboter, der Nvidias Jetson Thor Hardware und die Isaac GR00T KI-Modelle nutzt. Mit 75 Freiheitsgraden soll er ab Ende 2026 an Forschungseinrichtungen wie Stanford und der ETH Zürich ausgeliefert werden.
Unitree selbst bereitet offenbar den Börsengang in Shanghai vor – mit einer angestrebten Bewertung von umgerechnet rund 570 Millionen Euro. Nvidias Führung prognostiziert dem Markt für physische KI ein Potenzial in zweistelliger Billionenhöhe.
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