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OpenAI sperrt pro-russische Konten: Fake-Think-Tank mit KI-Desinformation

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 22:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI unterbindet russische Einflussnahme: Gefälschtes Think-Tank-Netzwerk nutzte ChatGPT für verdeckte Propaganda, blieb aber wirkungslos.

OpenAI sperrt russische KI-Konten: Verdeckte Desinformationskampagne aufgedeckt
Dunkler Serverraum mit modernen Computer-Racks und blauer Beleuchtung als Symbol für digitale Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-amerikanische KI-Entwickler OpenAI hat mehrere pro-russische Benutzerkonten auf seiner Plattform gesperrt, die für eine verdeckte Online-Einfluss- und Desinformationskampagne genutzt wurden. Wie das Unternehmen mitteilte, stammten die betroffenen Konten aus Russland und dienten dazu, die Reichweite einer politisch motivierten Kampagne zu erhöhen, die unter dem Deckmantel eines Forschungsinstituts agierte.

Manipulation durch vorgetäuschte wissenschaftliche Expertise

Im Zentrum der Aktivitäten stand das sogenannte International Burke Institute (IBI). Dabei handelt es sich laut den Erkenntnissen von OpenAI um einen vorgetäuschten Think-Tank.

Die zugehörige Website des IBI vermittelte den Eindruck einer akademischen Einrichtung, stützte sich jedoch maßgeblich auf Plagiate. Eine Analyse der Veröffentlichungen ergab, dass 34 der insgesamt 36 auf der Plattform erschienenen Artikel kopierte Inhalte aus anderen Quellen waren.

Ein wesentliches Instrument der Kampagne war die Veröffentlichung eines sogenannten „Sovereignty“-Index. Diese Rangliste war so gestaltet, dass sie Russland im Vergleich zu anderen Nationen systematisch begünstigte. Durch die Verbreitung solcher vermeintlich objektiven Daten versuchten die Hintermänner der Operation, politische Narrative zu stützen und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen.

Technische Verschleierung und operative Methoden

Die Betreiber der Kampagne setzten verschiedene technische Mittel ein, um ihre Herkunft und die automatisierte Natur ihrer Beiträge zu verschleiern. Den Berichten zufolge nutzten die Akteure Virtual Private Networks (VPNs), um den tatsächlichen Standort der Zugriffe zu verbergen.

Zudem wurden der KI-Anwendung ChatGPT explizite Anweisungen gegeben, russische sprachliche Hinweise in den generierten Texten zu unterdrücken. Ziel war es offenbar, die erzeugten Inhalte als authentische, lokal produzierte Beiträge in anderen Sprachräumen erscheinen zu lassen.

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Trotz des technischen Aufwands blieb der tatsächliche Erfolg der Operation in Bezug auf die Publikumsreichweite überschaubar. OpenAI stufte die Auswirkungen der Kampagne als begrenzt ein, da nur ein kleines Publikum direkt erreicht wurde. Dennoch betonen Sicherheitsanalysten und das Unternehmen selbst die Relevanz des Vorfalls.

Skalierbare Infrastruktur als wachsendes Risiko

Besorgnis löst weniger die bisherige Wirkung als vielmehr die zugrunde liegende Struktur der Kampagne aus. Den Untersuchungen zufolge hatten die Betreiber eine skalierbare Infrastruktur aufgebaut, die theoretisch in der Lage gewesen wäre, Desinformationen in deutlich größerem Umfang zu produzieren und zu verbreiten.

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Die Identifizierung und Sperrung der Konten ist Teil der Bemühungen von Technologieunternehmen, die missbräuchliche Nutzung von generativer künstlicher Intelligenz für staatlich gesteuerte Einflussoperationen zu erschweren.

Der Fall verdeutlicht die zunehmende Professionalisierung von Akteuren, die versuchen, KI-Modelle zur Automatisierung von Propaganda und zur Erstellung glaubwürdig wirkender Falschinformationen einzusetzen. Die Entdeckung zeigt zudem, dass pro-russische Akteure verstärkt auf die Imitation westlicher Institutionen wie Think-Tanks setzen, um die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaften zu erhöhen.

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