OpenAI Smart Speaker: Apple reicht Klage wegen Geschäftsgeheimnisse ein
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 21:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das Gerät soll noch 2026 vorgestellt werden, kämpft aber bereits mit rechtlichen Hürden.
Ein persönlicher KI-Assistent für zu Hause
Der neue Speaker kommt ohne Display aus und setzt stattdessen auf mechanische Bewegungen, um lebensecht zu wirken. Eine eingebaute Kamera, diverse Sensoren und ein Akku machen ihn mobil – er soll sich frei in der Wohnung bewegen lassen. Die Steuerung erfolgt über GPT-Live-Sprachmodus: Nutzer können damit ihr Smart Home bedienen, Musik abspielen oder Fragen an ChatGPT stellen.
Gefertigt werden soll das Gerät entweder in Vietnam oder den USA. Analysten rechnen mit einem Preis zwischen 200 und 300 Euro. Eine vollständige Markteinführung ist für 2027 geplant – die offizielle Vorstellung aber noch in diesem Jahr.
Team aus Design-Elite und Apple-Veteranen
Die Entwicklung läuft seit Mai 2025, als OpenAI-CEO Sam Altman und Designer-Legende Jony Ive erstmals ein neues KI-Hardware-Konzept andeuteten. Um die nötige Kompetenz aufzubauen, übernahm OpenAI 2025 die Firma io Products für umgerechnet rund sechs Milliarden Euro.
Geleitet wird das Projekt von Evans Hankey, unterstützt von Ives Designstudio LoveFrom. Insgesamt haben mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter den Weg zu OpenAI gefunden – ein klares Signal, wie ernst das Unternehmen den Hardware-Vorstoß nimmt.
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Apple zieht vor Gericht
Doch der Konkurrent aus Cupertino schlägt zurück. Am 10. Juli 2026 reichte Apple Klage ein: Der Vorwurf lautet Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen im Zusammenhang mit der Speaker-Entwicklung. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und hält die Klage für unbegründet. Apple beantragt eine einstweilige Verfügung, um den Fortschritt zu stoppen.
Die Konkurrenz im Audio-Markt dürfte sich weiter zuspitzen. Branchenbeobachter rechnen auch mit einer neuen Version von Apples eigenen Ohrhörern, die ebenfalls Kameras für KI-Funktionen erhalten könnten. Erste Auswirkungen sind bereits sichtbar: Die Aktien des Lautsprecher-Herstellers Sonos fielen nach Bekanntwerden der OpenAI-Pläne um mehr als zehn Prozent.
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Neuer Anlauf in einer schrumpfenden Kategorie
OpenAIs Einstieg in den Markt für bildschirmlose Lautsprecher kommt zu einem Zeitpunkt, an dem andere Tech-Giganten sich aus diesem Segment zurückgezogen haben. Statt eines reinen Utility-Geräts positioniert OpenAI den Speaker als „menschenähnlichen“ Begleiter – ein Versuch, die Kategorie mit Hilfe der eigenen Sprachmodelle neu zu definieren.
Parallel dazu kündigt das Unternehmen für den 15. Juli 2026 ein weiteres Hardware-Produkt an: die Codex Micro Makro-Tastatur, ein kompaktes Eingabegerät für Entwickler.
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