OpenAI, Sam

OpenAI: Sam Altman bietet USA 5 Prozent für 42,6 Milliarden Euro

03.07.2026 - 10:29:28 | boerse-global.de

OpenAI will der US-Regierung fünf Prozent seiner Anteile überlassen, um öffentliche Interessen zu sichern und regulatorische Hürden abzubauen. Der Deal könnte Signalwirkung für die gesamte KI-Branche haben.

OpenAI bietet US-Regierung 5% Anteil für regulatorische Erleichterungen
OpenAI - Glühendes 5%-Symbol in KI-Schaltkreisen, staatliche Beteiligung an Technologie. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das milliardenschwere Angebot soll öffentliche Interessen sichern und regulatorische Hürden abbauen.

Ein Deal mit Signalwirkung

Sam Altman, CEO von OpenAI, hat der Trump-Administration einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: Fünf Prozent des Unternehmens sollen in Staatsbesitz übergehen. Der Wert dieses Anteils liegt bei umgerechnet rund 42,6 Milliarden Euro – basierend auf der aktuellen Bewertung von OpenAI mit etwa 852 Milliarden Euro.

Das Modell orientiert sich am Alaska Permanent Fund, einem staatlichen Investmentfonds. Die Idee: Die Erträge aus dem Anteil fließen in einen nationalen Staatsfonds, von dem die amerikanische Bevölkerung profitiert. Altman hat den Plan persönlich mit Präsident Trump sowie den Beratern Howard Lutnick und Scott Bessent besprochen. Auch Senator Bernie Sanders wurde informiert – dessen Büro hatte zuvor allerdings deutlich weitergehende Forderungen erhoben, darunter eine 50-prozentige Beteiligung des Staates an KI-Unternehmen.

Regulatorischer Druck als Treiber

Die Gespräche kommen nicht von ungefähr. Die US-Regierung hatte OpenAI zuletzt aufgefordert, die Veröffentlichung des Modells GPT-5.6 zu verschieben. Ähnliche Prüfungen trafen auch Konkurrenten wie Anthropic. OpenAI schlägt nun vor, das Fünf-Prozent-Modell auf die gesamte Branche auszuweiten – auch Google und Meta sollen sich beteiligen.

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Für den Konzern selbst geht es um mehr als nur um gute Public Relations. Das Unternehmen bereitet den Gang an die Börse vor und reichte im Juni 2026 vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang ein. Branchenbeobachter rechnen jedoch erst mit einem IPO im Jahr 2027.

Staat als Aktionär – Fluch oder Segen?

Die US-Regierung hat bereits Erfahrung mit Unternehmensbeteiligungen. Im August 2025 erwarb sie 9,9 Prozent an Intel – ein Investment, das sich mehr als vervierfacht hat. Auch am Seltene-Erden-Anbieter MP Materials hält der Staat 15 Prozent, und neun Quantencomputing-Entwickler sind ebenfalls teilweise in Staatsbesitz.

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Doch ein Anteil an OpenAI wäre eine neue Dimension. Juristen weisen darauf hin, dass ein solcher Schritt wahrscheinlich ein Gesetz des Kongresses erfordern würde. Kritiker sehen zudem ein grundlegendes Problem: Der Staat wäre gleichzeitig Regulierer und Aktionär – eine Konstellation, die Interessenkonflikte geradezu heraufbeschwört.

Befürworter argumentieren dagegen, dass genau diese Verbindung nationale Interessen mit Unternehmenserfolg verknüpft. Die Gespräche befinden sich noch in einer frühen Phase. Ob der Deal tatsächlich zustande kommt, bleibt offen.

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