OpenAI: Sachin Katti gibt Infrastrukturleitung am 15. November ab
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 14:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deBeim KI-Entwickler OpenAI steht ein bedeutender Personalwechsel an der Spitze der technischen Infrastruktur bevor. Sachin Katti, der Leiter für Infrastruktur und Rechenkapazitäten, gibt seine Position auf.
Sein letzter regulärer Arbeitstag ist für den 15. November 2026 angesetzt. Anschließend soll er dem Unternehmen weiterhin in beratender Funktion zur Seite stehen. Zu seinem Schritt erklärte Katti, er habe sich dazu entschieden weiterzuziehen, um etwas Neues aufzubauen.
Die Leitung der gesamten Compute-Organisation geht an Uday Ruddarraju über. Ruddarraju stieß im vergangenen Jahr zu OpenAI und übernahm im Juli die Rolle des Chief Technology Officer für die Rechenbereichssparte. Zugleich übernimmt Richard Ho, der bei OpenAI den Bereich Chipentwicklung verantwortet, die Zuständigkeit für die GPT-Infrastrukturarbeiten.
Neuordnung der Rechenzentrumspläne
Katti war Ende 2025 zu OpenAI gewechselt, um das ambitionierte Rechenzentrumsprojekt mit dem Codenamen Stargate voranzutreiben. Das Vorhaben war zunächst schleppend angelaufen, nachdem eine geplante Vereinbarung mit SoftBank und Oracle nicht zustande gekommen war.
In der Folge schloss das Unternehmen separate Verträge mit beiden Partnern ab und sicherte sich zusätzliche Rechenkapazitäten durch weitere Vereinbarungen, unter anderem mit Amazon Web Services. Katti verlässt OpenAI damit nach rund einem Jahr operativer Tätigkeit.
Während Marktführer ihre Infrastrukturen massiv ausbauen, müssen Unternehmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber bietet einen kompakten Überblick über alle Anforderungen und Fristen, die der EU AI Act für den Einsatz von KI-Systemen vorschreibt. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Die Umbesetzung reiht sich in eine Phase spürbarer Personalfluktuation innerhalb der Infrastrukturteams ein. In den vergangenen Monaten verließen mehrere Führungskräfte aus den Abteilungen für den Bau von Rechenzentren, deren Beschaffung und Finanzierung sowie aus dem Stargate-Projekt das Unternehmen. Bereits im Juli war Fidji Simo in eine Beraterrolle gewechselt, gefolgt von den Abgängen von Brad Lightcap und Denise Dresser im August.
Hoher Kapitalbedarf für den Ausbau der Infrastruktur
Der Führungswechsel fällt in eine Phase massiver Ausbaupläne. Bis zum Jahr 2030 strebt OpenAI Gesamtausgaben für Rechenkapazitäten in Höhe von rund 600 Milliarden US-Dollar an. Dazu gehören unter anderem Großprojekte an Standorten in Ohio, Texas und Georgia.
Der rasante technologische Fortschritt bei KI-Infrastrukturen stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen bei der Risikobewertung. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und welche konkreten Dokumentationspflichten jetzt auf Sie zukommen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern
Führungswechsel bei privat finanzierten KI-Schwergewichten wie OpenAI werden an den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt. Personalentscheidungen in den Infrastrukturabteilungen wirken sich häufig direkt auf das Umfeld börsennotierter Zulieferer aus, darunter Chiphersteller, Cloud-Hyperscaler sowie Betreiber von Rechenzentren und Versorgungsunternehmen. Derzeit bleibt abzuwarten, wie Vertragspartner der bestehenden Compute-Vereinbarungen auf den Umbau reagieren.
