OpenAI plant Börsengang im September mit Billion-Euro-Bewertung
17.06.2026 - 16:36:56 | boerse-global.de
Der KI-Primus OpenAI hat im ersten Quartal 2026 satte 3,7 Milliarden Euro verbrannt – bei gleichzeitig explodierenden Einnahmen.
Die finanziellen Enthüllungen kommen zu einem brisanten Zeitpunkt: Das Unternehmen bereitet sich auf den Gang an die Börse vor. Insidern zufolge hat OpenAI bereits vertraulich einen Börsenzulassungsantrag in den USA eingereicht. Der Börsengang könnte bereits im September erfolgen – mit einer potenziellen Bewertung von bis zu einer Billion Euro. Das wäre mehr als der gesamte DAX-Konzern SAP wert ist.
Warum so viele Deutsche ChatGPT nutzen – aber kaum einer weiß, wie man es richtig anwendet: Ein kostenloser Ratgeber zeigt, wie Sie die KI sofort für Ihren Alltag nutzen können – ganz ohne Vorkenntnisse. Den ChatGPT-Alltagshelfer jetzt kostenlos herunterladen
Milliardenverluste trotz Umsatzexplosion
Zwar wachsen die Einnahmen rasant – doch die Kosten fressen alles auf. Der operative Verlust belief sich im ersten Quartal auf 9,3 Milliarden Euro. Unterm Strich stand sogar ein Nettoverlust von über 21,3 Milliarden Euro – allerdings enthält diese Zahl rund 12,4 Milliarden Euro an nicht zahlungswirksamen Posten.
Die größte Kostenfalle: Forschung und Entwicklung. Allein dafür gab OpenAI 8,6 Milliarden Euro in drei Monaten aus. Die Bruttomarge lag bei 39 Prozent. Dahinter stecken nicht nur Spitzengehälter für die begehrtesten KI-Experten der Welt, sondern vor allem die gewaltigen Rechenzentren, die die Modelle am Laufen halten.
Die langfristigen Verpflichtungen sind atemberaubend: Bis 2030 hat sich OpenAI vertraglich zu Rechenleistungsausgaben in Höhe von 665 Milliarden Euro verpflichtet. Die internen Prognosen gehen davon aus, dass der jährliche Geldabfluss weiter steigen wird – auf rund 25 Milliarden Euro 2026 und sogar 57 Milliarden Euro im Jahr 2027.
Kriegskasse gefüllt
Trotz eines täglichen Cash-Burns von rund 41 Millionen Euro sitzt OpenAI nicht auf dem Trockenen. Im Gegenteil: Die Liquidität ist prall gefüllt. Zum Ende des ersten Quartals verfügte das Unternehmen über mehr als 73 Milliarden Euro an Barmitteln und Wertpapieren – ein sprunghafter Anstieg gegenüber den 40 Milliarden Euro im Dezember. Grund dafür war eine 122 Milliarden Euro schwere Finanzierungsrunde im März.
Während Tech-Giganten wie OpenAI Milliarden in die Entwicklung investieren, können Sie die Technologie bereits für sich nutzen: Dieser Gratis-Report enthüllt die praktischsten Tricks, mit denen ChatGPT Ihren Alltag spürbar erleichtert. Kostenlosen PDF-Report mit fertigen Prompts sichern
Die Nutzerzahlen wachsen parallel zu den Ausgaben. OpenAI zählt aktuell 900 Millionen wöchentliche Nutzer und 50 Millionen zahlende Abonnenten. Das ist mehr als die gesamte Bevölkerung Europas.
Turbulentes Vorjahr
Das erste Quartal 2026 folgt auf ein wildes Jahr 2025. Damals erzielte OpenAI einen Umsatz von 13,07 Milliarden Euro – der Nettoverlust weitete sich jedoch auf rund 39 Milliarden Euro aus. Zum Vergleich: 2024 lag der Verlust noch bei fünf Milliarden Euro.
Ein wesentlicher Treiber des Verlusts 2025 war eine einmalige, nicht zahlungswirksame Belastung von 30 Milliarden Euro. Sie resultierte aus der Umwandlung der Unternehmensstruktur in eine gewinnorientierte Gesellschaft.
Die Gesamtausgaben 2025 beliefen sich auf etwa 34 Milliarden Euro. Allein für Forschung und Entwicklung flossen 19,18 Milliarden Euro – davon rund 10,59 Milliarden Euro an den Partner Microsoft. Die Zahlen zeigen: Im Rennen um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz wird mit beispiellosem Kapitaleinsatz gekämpft. Die Frage ist nur, wann sich die Milliardeninvestitionen endlich auszahlen.
