OpenAI, IPO

OpenAI IPO: ChatGPT-Macher reicht Börsenantrag am 8. Juni ein

10.06.2026 - 15:56:10 | boerse-global.de

OpenAI startet vertraulich den Börsengang. Trotz 852 Milliarden Euro Bewertung und Milliardenverlusten treiben Microsoft, Nvidia und Amazon die Pläne voran.

OpenAI reicht IPO-Unterlagen ein: Milliardenbewertung und hohe Verluste
OpenAI - A stylized circuit board with 'OpenAI' integrated, representing the company's IPO and public market debut. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der KI-Pionier OpenAI hat die ersten formalen Schritte für einen Börsengang eingeleitet. Das Unternehmen reichte am 8. Juni vertrauliche Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein.

Milliardenbewertung und hohe Verluste

Die Hintergründe sind gewaltig: OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, ist aktuell rund 852 Milliarden Euro wert. Erst im März 2026 sicherte sich das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Euro – mit dabei: Schwergewichte wie Microsoft, Nvidia und Amazon.

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Doch die Kehrseite der Medaille: OpenAI gibt deutlich mehr aus, als es einnimmt. Pro verdientem Euro fließen 2,20 Euro in die Kosten. Allein die Rechenleistung verschlingt jährlich über 100 Milliarden Euro. Für 2026 wird ein Verlust von 14 Milliarden Euro erwartet.

Immerhin: Die Werbeeinnahmen sollen in diesem Jahr bei 2,5 Milliarden Euro liegen. Das langfristige Ziel bis 2030: 100 Milliarden Euro jährlich aus Werbung.

Microsoft hält derzeit 27 Prozent an OpenAI – ein Anteil im Wert von rund 135 Milliarden Euro.

Wettlauf ums Kapital

OpenAI ist nicht allein mit seinen Börsenplänen. Der große Rivale Anthropic reichte bereits am 1. Juni seine IPO-Unterlagen ein – bei einer Bewertung von 965 Milliarden Euro. Und SpaceX will schon am 12. Juni an die Nasdaq, angepeilt: 1,75 Billionen Euro.

Die Börsenprognosen für OpenAI stehen bei 68,5 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen Börsengang noch 2026. Analysten tippen auf den September als möglichen Zeitpunkt.

Die Finanzinstitute Goldman Sachs und Morgan Stanley begleiten den Prozess.

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Strategischer Kurswechsel

Bemerkenswert: Noch im April 2026 hielt CFO Sarah Friar einen Börsengang für unwahrscheinlich. Nun heißt es: Man sei bereit für die öffentlichen Märkte.

CEO Sam Altman, der im Mai einen juristischen Streit mit einem Branchenkollegen gewann, setzt auf drei Ziele: einen autonomen KI-Forscher, die Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums und personalisierte künstliche Allgemeinintelligenz (AGI) für jedermann.

ChatGPT zählt inzwischen 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, hat OpenAI das Sora-Videoprojekt eingestellt – die Ressourcen fließen nun in die Enterprise- und Codex-Angebote.

Der genaue Zeitpunkt des Börsendebüts bleibt offen. Die vertrauliche Einreichung erlaubt es OpenAI, den Prüfprozess zu starten, ohne sensible Finanzdaten sofort offenlegen zu müssen.

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