OpenAI: GPT-4.5 wird am 27. Juni 2026 abgeschaltet
29.05.2026 - 22:26:00 | boerse-global.deDamit endet eine Ära, die seit 2023 das Gesicht der Consumer-KI geprägt hat.
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Abschaltung nach festem Zeitplan
Für zahlende Abonnenten läuft die Zeit. GPT-4.5, das letzte Modell der GPT-4-Reihe, wird nach einer 30-tägigen Übergangsfrist am 27. Juni 2026 abgeschaltet. Das spezialisierte o3-Modell folgt mit einer längeren Frist von 90 Tagen – sein Aus ist für den 26. August 2026 geplant.
OpenAI begründet den Schritt mit geringen Nutzungszahlen dieser Modelle unter den zahlenden Kunden. Aus der Standard-Oberfläche von ChatGPT verschwinden sie vollständig. Eine Ausnahme gibt es: o3 bleibt über die API weiterhin nutzbar. Free-Nutzer sind von den Änderungen nicht betroffen – sie arbeiten bereits seit längerem mit GPT-5.5.
Die Ankündigung hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Manche Nutzer bedauern den Verlust des individuellen Charakters der verschiedenen Modelle. Gleichzeitig führt OpenAI mit GPT-5.5 Instant ein Update ein, das natürlichere und lesbarere Antworten liefern soll – weniger Aufzählungslisten, mehr fließender Text. Im Zuge der Umstellung wird auch die Canvas-Funktion entfernt.
Milliarden für die nächste Generation
Der Modellwechsel fällt in eine Phase massiver Investitionen. In einer aktuellen Gerichtsaussage im Verfahren um Elon Musk bezifferte OpenAIs Greg Brockman die erwarteten Ausgaben für Rechenleistung im Jahr 2026 auf rund 50 Milliarden Euro.
Doch das ist nur der Anfang. Die langfristige Roadmap sieht Investitionen von über einer Billion Euro in die KI-Infrastruktur vor. Um die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung abzufedern, hat die OpenAI Foundation kürzlich 250 Millionen Euro für die Erforschung der wirtschaftlichen Auswirkungen von KI bereitgestellt. CEO Sam Altman betont die Notwendigkeit, sich auf einen weitreichenden industriellen Wandel vorzubereiten – insbesondere mit Blick auf den Arbeitsmarkt und Modelle wirtschaftlicher Sicherheit.
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Japanische Großbanken setzen auf GPT-5.5
OpenAI verfeinert zugleich seine Vertriebsstrategie für spezifische Branchen und Regionen. Der japanische Finanzminister Katayama gab am 29. Mai bekannt, dass drei der größten Geldhäuser des Landes – MUFG, Sumitomo Mitsui und Mizuho – Zugang zu GPT-5.5 erhalten. Ziel ist die Stärkung der Cyberabwehr im Bankensektor.
Die Expansion erfolgt in einem zunehmend umkämpften High-End-Markt. Erst am 28. Mai brachte der Konkurrent Anthropic sein Claude Opus 4.8 auf den Markt – mit einem Kontextfenster von knapp einer Million Tokens und spezialisierten Workflows für die Koordination mehrerer KI-Agenten. OpenAIs Entscheidung, die Modellpalette zu straffen, dürfte auch dem Ziel dienen, Ressourcen im Wettbewerb mit solchen Rivalen effizienter zu bündeln.
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