OpenAI erweitert Codex: Sechs neue Plugins für Nicht-Entwickler
07.06.2026 - 01:36:34 | boerse-global.de
OpenAI erweitert sein Codex-Angebot massiv, Microsoft präsentiert sieben neue KI-Modelle – der Kampf um die digitale Arbeitswelt ist entbrannt.
OpenAI öffnet Codex für Nicht-Entwickler
Am 5. Juni 2026 kündigte OpenAI eine grundlegende Erweiterung seiner Codex-Plattform an. Das Besondere: Erstmals richtet sich das Angebot gezielt an Fachleute ohne Programmierkenntnisse. Sechs neue, rollenspezifische Plugins für Bereiche wie Datenanalyse, kreative Produktion, Vertrieb, Produktdesign, Aktienanalyse und Investmentbanking sollen die Arbeit revolutionieren.
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Die Plugins sind mit 62 verschiedenen Anwendungen kompatibel und bieten insgesamt 110 verschiedene Fähigkeiten. Eine neue Funktion namens „Sites“ ermöglicht interaktive Web-Erlebnisse in Unternehmensumgebungen. Für Dokumentenbearbeiter gibt es zudem die „Annotations“-Funktion, die strukturierte Dateninteraktionen in Dokumenten, Tabellen und Präsentationen erlaubt.
OpenAI meldet aktuell über fünf Millionen wöchentliche Nutzer – rund 20 Prozent davon sind keine Entwickler. Der Trend zeigt: KI-Tools dringen immer tiefer in klassische Büro-Workflows vor.
Microsoft schlägt zurück: Sieben neue Modelle
Nur wenige Tage zuvor hatte Microsoft auf der Build 2026-Konferenz seine neue MAI-Modellfamilie vorgestellt. Sieben Modelle sollen verschiedene Aspekte der digitalen Produktivität verbessern. Das Flaggschiff „MAI Thinking 1“ erreichte beeindruckende 97 Prozent im AME 2025-Benchmark. Hinzu kommen „MAI Code 1 Flash“ sowie spezialisierte Tools für multimodale Aufgaben wie „MAI Image 2.5“, „MAI Transcribe 1.5“ und „MAI Voice 2“.
Parallel dazu gab Microsoft eine Partnerschaft mit der Mayo-Klinik bekannt, um KI-Funktionen speziell für das Gesundheitswesen zu entwickeln. Ein interessanter Nebenschauplatz: Ende Mai entfernte Microsoft einen Blogbeitrag vom April 2026, in dem der Konzern Windows Defender noch als ausreichende Antivirenlösung für die meisten Nutzer bezeichnet hatte. Hintergrund: Defenders Offline-Erkennungsrate lag bei 89,2 Prozent – Wettbewerber erreichten bis zu 98,6 Prozent.
CRM für die Kanzlei: Litera startet Foundation 365
Am selben Tag brachte Litera „Foundation 365“ auf den Markt – integriert in Microsoft 365 Copilot, Outlook und Teams. Das CRM-Tool basiert auf der Microsoft Dynamics 365-Plattform und wird bereits von über 4.000 Kanzleien weltweit genutzt, darunter die Hälfte der zehn größten Anwaltsfirmen. Ziel ist es, Rechtsanwälten die Verwaltung von Mandantenbeziehungen direkt aus ihren Arbeitswerkzeugen heraus zu ermöglichen.
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Klassiker bleiben gefragt: LibreOffice und Typinator
Nicht alles dreht sich um KI. Am 5. Juni veröffentlichte Ergonis Typinator 10.1 für macOS – mit neuer Statistikanzeige und verbesserter Synchronisationsstabilität. Ebenfalls am Freitag erschien LibreOffice 26.2.4, das 48 Stabilitätsprobleme und Fehlerbehebungen für Linux-Distributionen mitbringt.
Vom Anfänger zum Profi: Grundlagen-Workshops boomen
Trotz aller Hightech-Entwicklungen bleibt die Nachfrage nach grundlegenden Fähigkeiten ungebrochen. Die White Oak Library bot Anfang Juni Einsteigerkurse zu Microsoft Word an – mit Schwerpunkten auf Dokumentformatierung, Rechtschreibprüfung und grundlegender Navigation. Und auf der XML Prague 2026-Konferenz trafen sich am 4. Juni professionelle Nutzer zum Oxygen XML Users Meetup, um über fortgeschrittene Dokumentenstruktur und technische Kommunikation zu diskutieren.
Die Botschaft ist klar: Während KI die Arbeitswelt rasant verändert, sind solide Grundkenntnisse weiterhin gefragt – vielleicht mehr denn je.
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