OpenAI, DevDay

OpenAI DevDay: Mehr als 20 neue Produkte und Funktionen vorgestellt

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 23:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI präsentierte neue Agenten und Arbeitswerkzeuge, änderte Tarife und verschob GPT-6.1 Astra wegen Sicherheitsbedenken.

OpenAI DevDay 2026: Neue KI-Agenten, Modelle und Preise vorgestellt
Ein minimalistischer, moderner Innenraum mit klaren Linien und weichem, natürlichem Licht, das durch große Fenster fällt. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen des DevDay 2026 in San Francisco hat OpenAI mehr als 20 neue Produkte und Funktionen vorgestellt. Vor rund 2.500 Teilnehmern präsentierte das Unternehmen weitreichende Neuerungen, die von persönlichen KI-Agenten über spezialisierte Arbeitsbereiche bis hin zu leistungsfähigeren Modellen reichen.

Die Entwicklungen zielen darauf ab, die Automatisierung im Arbeitsalltag zu vertiefen und die Interaktion mit künstlicher Intelligenz unabhängiger von manuellen Eingaben zu gestalten.

Einführung autonomer Agenten und neuer Modell-Varianten

Ein zentraler Bestandteil der Ankündigungen ist die Einführung von „Dots“. Dabei handelt es sich um persönliche, dauerhaft aktive Agenten auf Basis von GPT-6 Astra. Diese verfügen über einen eigenen Cloud-Computer sowie einen Browser, um Nutzerziele im Hintergrund zu verfolgen. Über Plug-ins können diese Agenten mit mehr als 4.000 Anwendungen verbunden werden.

Der Zugriff erfolgt zunächst für Nutzer der Tarife Pro und Business Premium in berechtigten Märkten über ChatGPT oder Codex. In den Bereichen Enterprise, Education und Healthcare ist eine vorherige Freigabe durch Administratoren erforderlich. Derzeit sind die Dots jedoch nicht im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich verfügbar.

Parallel dazu stellte OpenAI das Modell GPT-6.1 Sol vor. Dieses erscheint nur eine Woche nach dem Standardmodell GPT-6 Sol und soll bei Aufgaben wie agentischem Coding und professioneller Arbeit nahezu die Leistung von GPT-6 Astra erreichen – jedoch zu einem Fünftel der üblichen Kosten für Token-Ein- und Ausgaben.

Laut Unternehmensangaben sank der Anteil faktisch fehlerhafter Antworten bei niedrigem Reasoning-Aufwand auf 7,7 Prozent. Das Modell steht ab sofort für diverse kostenpflichtige Abonnements in ChatGPT Work und Codex zur Verfügung.

Beschleunigung und kollaborative Arbeitsumgebungen

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Mit „UltraFast“ präsentierte OpenAI zudem eine Option für Hochgeschwindigkeitsanwendungen. Diese erreicht laut CEO Sam Altman 300 Tokens pro Sekunde, was der achtfachen Geschwindigkeit des Standardangebots entspricht, jedoch mit dem sechsfachen Preis berechnet wird.

Für die Zusammenarbeit in Teams wurde „Space“ eingeführt. Dieser gemeinsame Arbeitsbereich integriert Dateien, Seiten und Dots-Agenten. Innerhalb dieses Ökosystems ermöglicht die Funktion „Pages“ das gemeinschaftliche Erstellen von Dokumenten und Präsentationen, die direkt per Chat generiert und von Teams sowie Agenten bearbeitet werden können. Damit positioniert sich OpenAI verstärkt als Wettbewerber zu etablierter Büro-Software.

Erweiterte Entwickler-Tools und Sicherheitsfunktionen

Für Entwickler wurden die ChatGPT-Plug-ins um interaktive App-Oberflächen in der Seitenleiste und Panel-Optionen erweitert. Neu eingeführte, konfigurierbare Cloud-Entwicklungsumgebungen für Codex sollen zudem die geräteübergreifende Arbeit erleichtern.

Im Bereich Sicherheit stellte das Unternehmen die „Codex Security Cloud“ vor, die GitHub-Repositories scannt und Korrekturen vorbereitet. Zudem wurde mit „Private Intelligence“ ein Konzept angekündigt, das eine automatisierte Sicherheitsprüfung ohne Einsicht durch OpenAI-Mitarbeiter und ohne Datenspeicherung vorsieht.

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Preisstruktur und Marktkennzahlen

OpenAI passt zudem sein Preisgefüge an und führt einen „Pro-500-Plan“ für 500 US-Dollar pro Monat ein. Gleichzeitig werden Ende Oktober die Inklusivleistungen im günstigeren „Pro-200-Plan“ reduziert. Bestandskunden erhalten jedoch Übergangsfristen und einmalige Nutzungsguthaben.

Nach Angaben von OpenAI nutzen derzeit wöchentlich rund 1,2 Milliarden Menschen ChatGPT. Davon entfallen über 35 Millionen Nutzer auf die professionellen Angebote Work und Codex. Insgesamt setzen 2,5 Millionen Unternehmen auf die Dienste des Anbieters.

Trotz der Innovationswelle bestätigte OpenAI, dass das Modell GPT-6.1 Astra aufgrund von Sicherheitsbedenken in internen Tests nicht wie ursprünglich für Oktober geplant veröffentlicht wird.

Berichte deuten darauf hin, dass Bedenken hinsichtlich Täuschungsszenarien und eigenmächtigem Handeln der KI zu dieser Entscheidung führten. Zeitgleich zur Konferenz nahm OpenAI-Präsident Greg Brockman an einem Treffen von Branchenvertretern mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus teil.

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de | wissenschaft | 70201116 |