OpenAI, Dan

OpenAI: Dan Driscoll soll nationale Sicherheit und Cyberabwehr modernisieren

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 04:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der frühere US-Armeesekretär soll OpenAI bei KI-Fragen zu Sicherheit und Cyberabwehr beraten und Kontakte zu Behörden stärken.
Ein minimalistisches, modernes Regierungsgebäude aus Beton mit großen Glasfassaden in der Abenddämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Das KI-Unternehmen OpenAI hat den ehemaligen US-Armeesekretär Dan Driscoll auf die neu geschaffene Position des Chefberaters für die Modernisierung der nationalen Sicherheit berufen. Wie das Unternehmen am 2. November 2026 bekannt gab, soll Driscoll die Unternehmensführung künftig bei strategischen Fragen rund um den Einsatz künstlicher Intelligenz in den Bereichen nationale Sicherheit und Cybersicherheit beraten.

In seiner neuen Funktion soll Driscoll zudem als Schnittstelle fungieren, um internen Teams die operativen Anforderungen von Sicherheitsbehörden zu vermitteln. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Zusammenarbeit mit Regierungen, Industrieunternehmen, der Wissenschaft und verbündeten Institutionen.

Ziel dieser Kooperationen sei es, praktische Modernisierungsinitiativen voranzutreiben und den Ausbau demokratischer KI-Strukturen zu fördern. Zu Details bezüglich des genauen Startdatums, der internen Berichtslinie, der Vergütung oder spezifischer Projekte machte die Nachrichtenagentur Reuters bei der Bekanntgabe keine Angaben.

Politischer und militärischer Hintergrund

Driscoll bringt umfangreiche Erfahrung aus dem US-Sicherheitsapparat mit. Der Irak-Kriegsveteran, der als enger Freund von US-Vizepräsident JD Vance gilt, amtierte ab dem 25. Februar 2025 als 26. Sekretär der US-Armee.

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Nach wiederholten Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth trat er im Spätsommer 2026 von seinem Amt zurück; sein letzter Arbeitstag im Pentagon war der 2. September 2026. Seine Einstellung bei OpenAI erfolgt somit gut zwei Monate nach seinem Ausscheiden aus dem Verteidigungsministerium.

Zuvor war Driscoll von Präsident Donald Trump unter anderem mit Verhandlungen in Moskau und Kiew betraut worden, die der Beendigung des Krieges in der Ukraine dienen sollten.

Driscoll erklärte zu seinem Wechsel, er schließe sich OpenAI an, um die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten dabei zu unterstützen, die Technologie verantwortungsvoll für den Schutz der Bevölkerung einzusetzen.

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Zudem wies er darauf hin, dass sich die Anforderungen an die nationale Sicherheit gegenwärtig schneller veränderten als zu jedem anderen Zeitpunkt in den vergangenen fünfzig Jahren. OpenAI-Chef Sam Altman betonte seinerseits die Erwartung, dass die Personalie die führende Rolle der Vereinigten Staaten im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter festigen werde.

Wachsende Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden

Die Personalie fügt sich in die strategische Ausrichtung von OpenAI ein, Beziehungen zu staatlichen Institutionen zu intensivieren. Bereits im Februar 2026 hatte das Technologieunternehmen eine Vereinbarung geschlossen, die den Einsatz seiner Modelle auf klassifizierten Netzwerken des US-Verteidigungsministeriums regelt.

Dieses Abkommen enthält klare Vorgaben: So sind die automatisierte Durchführung von Massenüberwachungen im Inland, die Entwicklung autonomer Waffensysteme sowie automatisierte Hochrisikoentscheidungen ausdrücklich untersagt.

Über das Engagement in den Vereinigten Staaten hinaus arbeitet OpenAI auch mit europäischen Staaten zusammen. Das Unternehmen unterstützt unter anderem Behörden in Deutschland, Frankreich und Polen mit KI-Modellen bei der Cyberabwehr und unterhält Vereinbarungen zur Nutzung seiner Systeme für sicherheitsrelevante und klassifizierte Aufgaben.

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