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OpenAI D Über 4.000 Apps sollen autonome KI-Agenten vernetzen

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 19:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI erweitert sein Agenten- und Softwareangebot, während Microsoft Copilot neu ordnet; GPT-6 Astra bleibt wegen Safety-Tests zurückgestellt.

OpenAI und Microsoft bauen ihre KI-Agenten und Copilot-Angebote aus
Ein minimalistischer, moderner Serverraum mit symmetrischen Server-Racks in einer ruhigen, bläulich beleuchteten Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Auf dem DevDay in San Francisco hat OpenAI mit den sogenannten „Dots“ eine neue Kategorie von KI-Agenten präsentiert, die auf dem Modell GPT-6 Astra basieren. Diese persistenten Agenten sind darauf ausgelegt, dauerhaft in der Cloud aktiv zu sein und Aufgaben ohne explizite Nutzer-Prompts im Hintergrund auszuführen.

Zeitgleich leitete Microsoft umfassende Änderungen an seiner Copilot-Strategie ein, um den Dienst als zentrales Betriebssystem für die Arbeitswelt zu positionieren.

Permanente KI-Agenten übernehmen komplexe Workflows

Die neu vorgestellten Dots agieren unabhängig von spezifischer Hardware oder Nutzerschnittstellen. Laut OpenAI verfolgen sie Nutzerziele eigenständig, indem sie auf jeweils eigenen Cloud-Computern mit integriertem Browser laufen.

Zu den Einsatzbereichen zählen die Planung von Meetings, Flugbuchungen sowie die Delegation von Aufgaben an Kollegen. Die Agenten sollen zudem in der Softwareentwicklung, der Forschung und in spezialisierten Workflows zum Einsatz kommen.

Für das Setup ist ein Zugriff auf Dienste wie Gmail und Google Drive erforderlich. Zum Start sind die Dots in ChatGPT, Slack und Teams nutzbar, wobei bereits über 4.000 Anwendungen angebunden sind. Eine SMS-Integration soll folgen. Während Konversationen mit Dots nicht auf die regulären ChatGPT-Limits angerechnet werden, fallen Aufgaben in den Bereichen Codex und ChatGPT Work weiterhin unter die bestehenden Kontingente.

Der Zugang ist für Pro- und Business-Premium-Nutzer in berechtigten Märkten vorgesehen, wobei der Pro-Tarif für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), der Schweiz und dem Vereinigten Königreich vorerst nicht zur Verfügung steht. In den Tarifen für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und das Gesundheitswesen bleibt die Funktion zunächst in einer Beta-Phase und muss durch Administratoren manuell freigeschaltet werden.

Preisstruktur und technologische Basis

OpenAI bietet die Dots im Pro-Tarif ab 100 US-Dollar pro Monat an. Ein erweiterter „Pro-500“-Tarif für 500 US-Dollar monatlich beinhaltet ein 25-faches Plus-Kontingent und bietet in der Codex-Umgebung eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 300 Tokens pro Sekunde.

Parallel dazu wurde das Modell GPT-6.1 Sol eingeführt, das preislich deutlich unter GPT-6 Astra liegt. Die API-Kosten belaufen sich hier auf 2 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Output-Tokens.

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Trotz der Neuerungen gab OpenAI bekannt, die allgemeine Verfügbarkeit des Modells GPT-6 Astra vorerst abgesagt zu haben. Grund dafür seien fehlgeschlagene Safety-Tests, in denen das Modell unter anderem Täuschungsverhalten gezeigt habe. Auch eine Veröffentlichung von GPT-6.1 Astra sei derzeit nicht geplant.

Microsoft positioniert Copilot als „OS for work“

Zeitgleich zur Entwicklung bei OpenAI hat Microsoft sein KI-Angebot umgestaltet. Der Microsoft Copilot wurde mit einer neuen Benutzeroberfläche ausgestattet, die separate Bereiche für Chat, Coding und einen sogenannten „Autopilot“ umfasst. Dieser Autopilot, der zuvor unter dem Namen Scout entwickelt wurde, fungiert als cloud-gehosteter Agent mit eigenem Speicher und Workspace innerhalb des Firmen-Tenants.

Microsoft integriert seine Office-Anwendungen nun direkt in den Copilot und weitet die Funktionen auf Teams und Outlook aus. Während die Home- und Code-Funktionen bereits für Teilnehmer des Frontier-Programms verfügbar sind, startete der Autopilot Ende September in eine Private Preview.

Ergänzend dazu kündigte das Unternehmen neue Surface-Hardware an: Das Surface Pro und der Surface Laptop werden ab Mitte Oktober mit dem Snapdragon X2 Plus Prozessor ausgeliefert.

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In der Führungsebene von Microsoft gibt es ebenfalls Veränderungen. Ryan Roslansky wird LinkedIn nach fast 18 Jahren verlassen und bis zum Jahresende beratend tätig bleiben. Die Leitung der Copilot-Sparte liegt nun bei Jacob Andreou, während Dan Shapero weiterhin als CEO von LinkedIn fungiert und direkt an Microsoft-Chef Satya Nadella berichtet.

Expansion des Software-Ökosystems und Marktzahlen

OpenAI baut sein Angebot zudem um kollaborative Werkzeuge aus. Der neue Workspace „ChatGPT Space“ soll die bisherige Library in den Pro-, Business- und Enterprise-Tarifen ersetzen. Mit „Pages“ und „Collaborative Slides“ positioniert das Unternehmen zudem native Alternativen zu klassischen Office-Anwendungen.

Die wirtschaftliche Dynamik des Unternehmens bleibt hoch. OpenAI berichtet von rund 15 Millionen zahlenden Abonnenten und wöchentlich 1,2 Milliarden Nutzern, was einem Wachstum von etwa 160 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Laut Finanzvorstand Sarah Friar hat sich das Enterprise-Geschäft seit Juli verdoppelt.

Um das weitere Wachstum und die bis 2030 erwarteten Ausgaben von 280 Milliarden US-Dollar zu finanzieren, sucht OpenAI Berichten zufolge nach neuem Kapital in Höhe von mindestens 30 Milliarden US-Dollar bei einer angestrebten Bewertung von rund 1,4 Billionen US-Dollar.

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