OpenAI, Codex

OpenAI Codex: 62 neue Plugins für Datenanalyse und Banking

06.06.2026 - 22:35:23 | boerse-global.de

Neue KI-Agenten von Perplexity und OpenAI sowie Speziallösungen von Manus und DataGroomr automatisieren die Tabellenarbeit grundlegend.

KI-Revolution in Tabellen: Perplexity und OpenAI präsentieren neue Tools
OpenAI - A hand interacting with a holographic spreadsheet interface projected above a laptop, showing data and AI icons. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Von der manuellen Dateneingabe zur intelligenten Automatisierung – die erste Juniwoche 2026 markiert einen Wendepunkt in der professionellen Tabellenkalkulation. Gleich mehrere Tech-Giganten und Spezialanbieter haben neue KI-gestützte Werkzeuge vorgestellt, die das Arbeiten mit Excel und Co. grundlegend verändern.

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Perplexity und OpenAI setzen neue Maßstäbe

Am 3. Juni 2026 präsentierte Perplexity seinen Personal Computer Agent für Windows. Das Besondere: Der Agent orchestriert 19 verschiedene KI-Modelle und kombiniert lokale mit Cloud-basierter Rechenleistung. Die direkte Anbindung an Microsoft Office erlaubt es, Tabellen per Sprachbefehl zu steuern. Perplexity-CEO Aravind Srinivas betont, dass die Effizienz des Energieverbrauchs pro Token zur entscheidenden Kennzahl für diese Hybridsysteme werde.

Nur zwei Tage später zog OpenAI nach. Das Unternehmen erweiterte seine Codex-Plattform um sechs rollenspezifische Plugins – zugeschnitten auf Datenanalyse, Investmentbanking und Produktdesign. Insgesamt stehen nun 62 Spezialanwendungen mit 110 neuen Funktionen bereit. Ein besonderes Highlight: Die neue „Sites"-Vorschau für interaktive Web-Erlebnisse und eine Annotation-Funktion für Tabellen und Dokumente. Interne Daten zeigen, dass Codex mittlerweile über fünf Millionen wöchentliche Nutzer zählt – rund 20 Prozent davon sind keine Entwickler.

Natürliche Sprache statt Formel-Chaos

Ebenfalls am 5. Juni brachte Manus einen neuen Airtable-Connector auf den Markt. Das Tool erlaubt es, Lagerbestände und Pipeline-Daten per natürlicher Sprache zu aktualisieren. Zur Sicherheit setzt die Lösung auf Personal Access Tokens und verlangt vor jeder Datenänderung eine Bestätigung.

Datenbereinigung: Vier Methoden für saubere Ergebnisse

Doch nicht nur neue Plugins treiben die Entwicklung voran. Fachleute empfehlen zunehmend robustere Methoden zur Datenbereinigung. Vier Techniken gelten derzeit als Standard:

  • Flash Fill für automatische Mustererkennung
  • Text in Spalten für strukturierte Aufteilungen
  • Klassische Excel-Textfunktionen
  • Power Query für komplexe Transformationen

Für anspruchsvolle Aufgaben empfehlen Experten logikbasierte Umbenennungen oder Spalten-Mapping-Tabellen – deutlich skalierbarer als einfache Positionsanpassungen.

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Python-Integration: pandas schlägt openpyxl

Auch die Anbindung externer Programmiersprachen bleibt ein zentrales Thema. Aktuelle Vergleiche zeigen: pandas verarbeitet eine Million Zeilen fünfmal schneller als openpyxl. Für Echtzeit-Interaktionen setzen Anwender auf xlwings – allerdings mit Einschränkungen: Sobald Datensätze die 500.000-Zeilen-Marke überschreiten, treten spürbare Verzögerungen auf.

Dynamische Arrays: Der #-Operator als Game-Changer

Mit Excel 365 und Excel 2019 hält der Spill-Bereich-Operator (#) Einzug in die Tabellenkultur. Er erlaubt dynamische Referenzen auf Funktionen wie UNIQUE, FILTER und SORT. Formeln aktualisieren sich automatisch, wenn Quelldaten wachsen oder schrumpfen. Ein Beispiel: Eine Summenfunktion, die den gesamten Spill-Bereich referenziert, passt sich ohne manuelles Eingreifen an.

Praxistipps fürs Wochenende

Für alle, die die neuen Funktionen ausprobieren möchten, empfehlen Fachleute drei konkrete Projekte:

  • Monatlicher Gewohnheits-Tracker mit SEQUENCE, COUNTIF und bedingter Formatierung
  • Fahrzeug-Wartungslogbuch mit EDATE und IF für automatische Fälligkeitserinnerungen
  • Dynamische Essensplanung mit XLOOKUP und TEXTJOIN für automatisierte Einkaufslisten

Enterprise-Lösungen: Datenqualität im Fokus

Auch auf Unternehmensebene tut sich einiges. DataGroomr startete am 5. Juni KI-gestützte Workflows auf der Salesforce AgentExchange. Die Lösung orchestriert Daten von Anbietern wie Dun & Bradstreet und ZoomInfo per natürlicher Sprache. Parallel dazu integrierte Pinecone seine Nexus-Plattform mit Microsoft OneLake. KI-Agenten können nun strukturierte Antworten aus OneLake-Daten abrufen – und das mit der KnowQL-Abfragesprache. Erste Anwender berichten von deutlich verbesserten Abschlussraten bei Aufgaben und einem massiv reduzierten Token-Verbrauch.

Die Botschaft ist klar: Wer im Jahr 2026 mit Tabellen arbeitet, kommt an KI-gestützter Automatisierung nicht mehr vorbei. Der manuelle Datenkrampf hat ausgedient.

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