OpenAI ChatGPT Space: Dots greifen auf mehr als 4.000 Apps zu
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 22:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auf der Entwicklerkonferenz DevDay im Fort Mason in San Francisco hat OpenAI die Einführung von ChatGPT Space bekannt gegeben. Die Plattform fungiert als gemeinsamer digitaler Arbeitsbereich, in dem menschliche Teams, ChatGPT und autonome Agenten namens Dots an Live-Dokumenten zusammenarbeiten können. Die Umgebung steht ab sofort in der Desktop-Anwendung sowie im Web für Abonnenten der Tarife Pro, Business und Enterprise zur Verfügung.
Dynamische Dokumente und automatisierte Arbeitsabläufe
Wie aus Berichten vom 29. September 2026 hervorgeht, ersetzt Space die bisherige Bibliothek für Pro-, Business- und Enterprise-Nutzer. Der Bereich dient als zentraler Ort für erstellte, hochgeladene und geteilte Inhalte, darunter Tabellen und Präsentationen.
Zu den Kernfunktionen gehören dynamische Seiten für die gemeinsame Textverarbeitung mit Unterstützung durch ChatGPT, Codex oder Dots sowie kollaborative Folien. Präsentationen lassen sich über Texteingaben oder Sprachbefehle generieren und zu externen Programmen wie PowerPoint oder Google Slides exportieren.
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Neue Arbeitsbereiche können über Vorlagen oder direkt aus bestehenden Chat-Verläufen angelegt werden. Zur fortlaufenden Aktualisierung greift Space auf verbundene Dienste wie Google Drive, Slack, SharePoint, Airtable sowie Kalender- und E-Mail-Dienste zu.
OpenAI-Chef Sam Altman beschrieb das System als Alternative zu herkömmlichen Cloud-Speichern mit dynamischen Dateien, die sich per Anweisung eigenständig anpassen, etwa durch das Auswerten von Team-Nachrichten. Zudem unterstützt die Plattform die MCP-Events-Spezifikation, um Automatisierungen über Ereignisse auszulösen.
Autonome Agenten und erweiterte Tarifstruktur
Fester Bestandteil der Arbeitsbereiche sind die sogenannten Dots, die auf dem Modell GPT-6 Astra basieren. Diese Agenten arbeiten mit einem eigenen Cloud-Computer sowie Browser und greifen über ein Plugin-Ökosystem auf über 4.000 Anwendungen zu. Sie werden im Hintergrund aktiv, sobald sie in Dokumenten oder Kanälen markiert werden, und können Rückfragen stellen oder Freigaben anfordern.
Die Steuerung der Zugriffsrechte verbleibt bei den Nutzern; Recherchen im Hintergrund erfolgen rein lesend. Der erste Dot ist für Pro- und Business-Kunden ohne Aufpreis enthalten.
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Parallel dazu führt das Unternehmen eine neue Pro-Stufe für 500 US-dollar pro Monat ein, die Zugang zu Astra Ultrafast bietet. Die bisherige Pro-Option für 200 US-Dollar monatlich bleibt bestehen. Zudem befindet sich ein Meetings-Plugin für macOS in der Beta-Phase für Pro- und Business-Pläne, das Besprechungsnotizen und Aufgabenlisten im geteilten Bereich anlegt und die Audioaufnahme im Anschluss löscht.
Wettbewerb mit etablierten Büroplattformen
Mit der Plattform positioniert sich das Unternehmen direkt im Wettbewerb zu Microsoft 365 und Google Workspace. OpenAI verweist dabei auf eine Reichweite von 1,2 Mrd. wöchentlichen ChatGPT-Nutzern. Gleichzeitig bringen auch Microsoft und Salesforce eigene Produkte im Bereich der KI-gestützten Zusammenarbeit heraus.
Zum Start unterliegt Space noch funktionalen Beschränkungen. Auf Mobilgeräten können Dokumente vorerst nur gelesen und geteilt, aber nicht bearbeitet werden. Der Plus-Tarif ist von der Nutzung ausgeschlossen. Zudem sind kollaborative Tabellen, geteilte Foliensätze und die automatische Aktualisierungsfunktion noch nicht vollumfänglich freigeschaltet und sollen über künftige Aktualisierungen nachgereicht werden.
