Online-Betrug: 37% der Käufer wurden bereits Opfer – iOS 27 soll helfen
04.07.2026 - 06:26:08 | boerse-global.de
Die Polizei verzeichnet aktuell mehrere Fälle mit hohen Schäden.
Teures Apple-Smartphone – billige Handyhülle geliefert
In Bayerisch-Schwaben schlugen Betrüger gleich mehrfach zu. Eine Frau aus Donauwörth bestellte ein Apple-Smartphone für 900 Euro über ein Online-Portal. Nach der Überweisung kam ein Päckchen – aber nicht mit dem erhofften Gerät. Stattdessen enthielt es nur eine Handyhülle und ein Schutzglas. Die Ermittlungen laufen.
Noch dreister ging ein anderer Täter vor. Eine Verkäuferin hatte Schuhe für einen niedrigen zweistelligen Betrag inseriert. Ein angeblicher Käufer kontaktierte sie, täuschte eine erfolgreiche Bezahlung vor und schickte eine gefälschte Bestätigungs-E-Mail. Der Link führte die Frau auf eine externe Seite, wo sie ihr Personalausweis vorlegen und eine TAN freigeben sollte. Die Folge: Fast 4.000 Euro wurden von ihrem Konto abgebucht.
Deutsche kaufen zu sorglos ein
Die aktuelle Fälle sind kein Einzelfall. Eine Studie von McAfee zeigt: 82 Prozent der Online-Shopper achten vor allem auf den günstigsten Preis. Rund 40 Prozent vertrauen einem Anbieter blind, wenn der Schnäppchen besonders verlockend wirkt.
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Die Quittung folgt oft schnell: 37 Prozent der Befragten wurden bereits Opfer von Betrug beim Online-Shopping. Bei jedem f?nften Betroffenen lag der Schaden bei über 500 Dollar. KI macht die Sache nicht leichter – sie erschwert die Erkennung betrügerischer Angebote und Nachrichten zunehmend.
Apple plant neue Schutzmechanismen
Die Industrie reagiert. Mit iOS 27 will Apple das Sicherheitsframework „Trust Insights“ einführen. Das System analysiert Social-Engineering-Versuche lokal auf dem iPhone. Erkennt es ein erhöhtes Risiko, können Apps Warnungen ausgeben oder zusätzliche Authentifizierung bei Finanztransaktionen verlangen. Ein anonymisierter Risikowert soll zur Absicherung an Server übertragen werden.
Doch neue Funktionen schaffen auch neue Angriffsflächen. WhatsApp erlaubt seit Ende Juni die Reservierung von Benutzernamen – praktisch für die Privatsphäre, aber riskant. In Indien wurde die Einführung gestoppt, weil Behörden Identitätsdiebstahl und Phishing befürchten. Tests zeigten: Prominente Namen ließen sich trotz Reservierungsbemühungen von Meta teilweise registrieren.
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So schützen Sie sich vor Betrug
Verbraucherschützer raten zur Vorsicht, besonders bei Preisen weit unter dem Marktwert. Warnsignale sind übertriebene Werbeversprechen, KI-generierte Videos und gefälschte Gütesiegel.
Wer trotzdem hereinfällt, sollte sofort die Bank kontaktieren. Kreditkarten-Chargebacks oder der Käuferschutz von Zahlungsdienstleistern können helfen. Und eins gilt immer: Offizielle Stellen wie das Bundeskriminalamt verschicken keine Vorladungen oder Haftandrohungen per ungesicherter E-Mail – und fordern erst recht keine Passkopien an.
