OLED-Monitore: Markt wächst 2026 um 30 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro
25.06.2026 - 13:27:59 | boerse-global.de
Der taiwanesische Hardware-Hersteller ASUS hat einen Liefervertrag mit LG Display geschlossen, um OLED-Panels für die Massenproduktion ab der zweiten Jahreshälfte 2026 zu sichern. Im Fokus steht die Fertigung der weltweit ersten 24,5-Zoll-OLED-Gaming-Monitore, die speziell für den E-Sport-Markt entwickelt wurden. Dabei setzt ASUS auf eine Dual-Sourcing-Strategie mit LG Display und dem chinesischen Hersteller BOE.
Neue Maßstäbe bei Bildwiederholraten
Bereits auf einer Präsentation zeigte ASUS seine neuesten High-Performance-Displays, darunter das ROG Strix OLED XG259QWPG Ace. Der 24,5-Zoll-Monitor bietet eine 1080p-Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 540 Hz und einer Reaktionszeit von 0,02 ms. Branchenkreisen zufolge wird BOE die Panels für den chinesischen Markt liefern, während LG Display die 24,5-Zoll-Panels für die weltweite Distribution übernimmt.
Die neuen Displays nutzen LG Displays RGB-Tandem-WOLED-Technologie, die heller und effizienter sein soll als frühere Generationen. Diese Technologie kommt auch im ROG Swift OLED PG27AQWP-G Edition 20 zum Einsatz – einem 26,5-Zoll-QHD-Monitor, der nativ 540 Hz erreicht und im Dual-Mode sogar 720 Hz bei HD-Auflösung ermöglicht. Auch andere Hersteller wie Gigabyte und AOC setzen auf Tandem-WOLED-Panels. AOCs AGON PRO-Modell soll im September 2026 auf den Markt kommen.
OLED-Markt boomt: 74 Prozent Wachstum
Der Liefervertrag fällt in eine Phase rasanten Wachstums im OLED-Monitor-Segment. Marktforscher von Omdia verzeichnen für 2025 ein Wachstum von 74 Prozent – der Markt erreichte einen Wert von umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro. Für 2026 erwarten Analysten ein weiteres Plus von 30 Prozent, was einem Volumen von etwa 3,3 Milliarden Euro entspricht.
Auch intern hat sich bei ASUS das Verkaufsgefüge verschoben. Laut Omdia machten OLED-Panels 2022 nur 1,9 Prozent der Monitorverkäufe des Unternehmens aus. Bis 2025 stieg dieser Anteil auf 43,2 Prozent. Branchenweit hat sich OLED im Premium-Segment – Monitore ab etwa 740 Euro – durchgesetzt: Der Marktanteil kletterte von 2,4 Prozent auf über 60 Prozent.
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Wettbewerb und technische Standards
Im aktuellen Lieferantenumfeld hält Samsung Display einen Marktanteil von 74,5 Prozent, während LG Display auf 25,5 Prozent kommt. LG Display will seinen Fußabdruck vergrößern und peilt einen 20-Prozent-Anteil am großen OLED-Panel-Markt an. Dazu setzt das Unternehmen auf technische Weiterentwicklungen wie True Black 1000 und eine Spitzenhelligkeit von 2000 Nits.
Ein wichtiger Meilenstein: LG Displays große OLED-Panels für Monitore und Fernseher erhielten als erste die Zertifizierung „Perfect Colour/Brightness Accuracy“ von Intertek. Die Tests bescheinigten den Panels eine 100-prozentige Farb- und Helligkeitsgenauigkeit bis zu 500 Lux. Damit vermeiden sie das bei LCDs oft auftretende Farbübersprechen, das durch die Hintergrundbeleuchtung entsteht.
Jubiläumslaunch und aggressive Preise
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Die Expansion des OLED-Portfolios fiel mit der ROG-20-Jahr-Feier am 23. Juni 2026 in Istanbul zusammen. ASUS präsentierte dort seine „Edition 20“-Kollektion, darunter den ROG Swift OLED PG27AQWP-G und die ROG Astral GeForce RTX 5090.
Parallel dazu sorgte der Einzelhandel mit aggressiven Preisen für Aufsehen. Bei Aktionen am 23. und 24. Juni 2026 erreichten verschiedene ASUS-OLED-Modelle neue Tiefstpreise. Ein 32-Zoll-4K-Gaming-Monitor war für umgerechnet rund 550 Euro zu haben, ein 27-Zoll-360Hz-QD-OLED-Modell für etwa 505 Euro. Am 25. Juni 2026 wurde der ROG Swift OLED PG27AQDP – ein 480Hz-QHD-Monitor – für rund 610 Euro angeboten.
