Office-Krise, Word

Office-Krise ab 13. Juli: Word und Excel funktionieren nur noch lesbar

21.06.2026 - 22:49:22 | boerse-global.de

Alte Office-Versionen auf Mac und iOS werden ab Juli 2026 zu reinen Leseanwendungen. Ein Update auf aktuelle Systeme ist Pflicht.

Microsoft Office auf dem Mac: Ab Juli droht der Lesemodus
Office-Krise - Ein geteiltes Bild mit einem Apple MacBook und einer Microsoft Office-Anwendungsoberfläche, überlagert mit einem digitalen Schloss-Symbol. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 13. Juli 2026 droht Nutzern von Word, Excel und Co. auf dem Mac der digitale Kältetod. Wer seine Software nicht aktualisiert, kann Dokumente nur noch lesen – aber weder bearbeiten noch speichern.

Betroffen sind alle gängigen Office-Anwendungen auf macOS, iOS und iPadOS: Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote. Grund ist der Ablauf eines digitalen Lizenzzertifikats. Wer die volle Funktionalität behalten will, muss mindestens macOS 14 (Sonoma) oder iOS 17 installieren – sowie die Office-Version 16.83 (Mac) beziehungsweise 2.93 (mobile Geräte).

Hardware-Falle für ältere Apple-Geräte

Anzeige: Ab dem 13. Juli 2026 werden Word und Excel auf älteren Macs nur noch lesbar. Mit unserer Checkliste behalten Sie die volle Funktionalität – inklusive Update-Pfad und Workaround für den Outlook-Bug. Jetzt kostenlosen Office-Notfallplan anfordern

Die Deadline trifft vor allem Besitzer älterer Hardware. Geräte, die fünf bis acht Jahre alt sind und die erforderlichen Betriebssystem-Updates nicht mehr unterstützen, verlieren die Bearbeitungsfunktionen dauerhaft. Eine Lösung für Office 2019 für Mac gibt es nicht – selbst Microsoft 365-Abonnenten und Office 2021-Nutzer können das Problem nur durch ein Update beheben.

Kritiker sprechen von gezielter Zwangsveralterung. Betroffene müssen entweder in neue Hardware investieren oder auf ein Abomodell umsteigen, um weiterhin Office-Tools nutzen zu können.

Ein weiterer Einschnitt folgt im Herbst: Der Support für Office LTSC 2021 endet am 13. Oktober 2026. Die Dimension des Problems ist gewaltig – allein in den USA waren 2024 rund 143 Millionen iPhone-Nutzer von den neuen Anforderungen betroffen.

Pannen beim alten Outlook

Doch nicht nur die Lizenzfrage sorgt für Ärger. Bereits Mitte Juni 2026 meldeten Nutzer der Legacy-Version von Outlook für Mac technische Probleme. Ein Bug in Version 16.110 führte dazu, dass HTML-E-Mails falsch dargestellt wurden – der ursprüngliche Text verschwand beim Antworten oder Weiterleiten. Microsoft empfiehlt als Workaround den Umstieg auf die neue Outlook-Oberfläche.

Parallel dazu arbeitet der Konzern an einer besseren Integration seiner Tools auf Apple-Geräten. Die Apple Education Community hat kürzlich Ressourcen veröffentlicht, die zeigen, wie Microsoft 365 spezifische macOS-Funktionen wie Touch ID, Safari Web Apps und die Leistungsfähigkeit von Apple Silicon nutzen kann.

Anzeige: Besonders ärgerlich: Der Bug in Outlook für Mac (Version 16.110) verursacht falsche E-Mail-Darstellungen. Unser Leitfaden zeigt Ihnen den schnellen Workaround und bereitet Sie auf die Office-Krise im Juli vor. Outlook-Workaround und Update-Guide jetzt sichern

Neue Preise für KI-Assistenten

Die Lizenzänderungen sind Teil einer umfassenden Neuausrichtung von Microsofts Softwarestrategie. Seit Juni 2026 wird Copilot Cowork nicht mehr pauschal abgerechnet, sondern nach tatsächlicher Nutzung. Um die hohen Kosten für KI-gestützte Agenten in den Griff zu bekommen, setzt Microsoft zunehmend auf DeepSeek-Modelle auf Azure. Diese sollen die Rechenkosten im Vergleich zu GPT-4 um 60 bis 80 Prozent senken.

Bereits auf der Build-2026-Konferenz hatte der Konzern seine KI-Strategie skizziert: Vier Säulen, darunter eigene Maia-Chips mit Kostenvorteilen von 40 Prozent, sowie die Integration der Modelle Phi und Prometheus in das Windows- und Microsoft-365-Ökosystem.

de | wissenschaft | 69598932 |