GTX 1650: Modder verdoppelt Grafikleistung durch Speicher-Upgrade
21.06.2026 - 22:49:22 | boerse-global.de
000-Euro-Sammlerkarte – die Bastlerszene zeigt, was technisch möglich ist.
Brasilianischer Modder verdoppelt GTX 1650-Leistung
Der brasilianische Hardware-Modder Paulo Gomes hat einer GeForce GTX 1650 neues Leben eingehaucht. Er tauschte die ursprünglichen vier 1GB-GDDR6-Speicherchips gegen vier 2GB-Samsung-HC16-Chips aus – und das mit verblüffendem Erfolg.
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Das Ergebnis: Statt 4GB stehen nun 8GB Videospeicher zur Verfügung. Und das ohne Änderungen an Firmware oder BIOS. Der Unigine-Superposition-Benchmark bescheinigt dem Umbau eine Leistungssteigerung von 99,5 Prozent – von 624 auf 1245 Punkte. Allerdings warnt Gomes: Dieses Modell funktioniert nur mit TU106-basierten Versionen der GTX 1650. Ob die Karte im echten Spielebetrieb ähnlich zulegt, steht noch aus.
Kühlung aus der Küche: Eismaschine kühlt RTX 3060
Kreative Kühlungslösungen sind in der Szene ebenfalls gefragt. Ein Modder baute einen Tisch-Eiswürfelbereiter und einen Bierkühlschrank-Thermostaten in ein Kühlsystem für eine NVIDIA RTX 3060 ein.
Das Resultat kann sich sehen lassen: Die Temperatur sank um bis zu 62 Prozent. Bei aktiver Nutzung in Cyberpunk 2077 hielt die modifizierte GPU konstant 22°C – ein Wert, von dem herkömmliche Luftkühler nur träumen können.
Rettung einer Rarität: MSI RTX 5090 Lightning Z repariert
Im professionellen Reparatursektor gelang NorthridgeFix ein echter Coup. Die Werkstatt restaurierte eine beschädigte MSI RTX 5090 Lightning Z – eine auf 1.300 Exemplare limitierte Sammlerkarte im Wert von rund 5.000 Euro.
Der Besitzer hatte beim Üben von Löttechniken versehentlich ein Widerstandspad zerstört. Der Schaden entstand bei dem Versuch, ein XOC-BIOS für extremes Übertakten zu installieren. Trotz der heiklen Schädigung gelang den Technikern die Reparatur. Die Flaggschiff-Karte ist wieder voll funktionsfähig.
Markt in der Krise: Lieferengpässe und steigende Preise
Diese Erfolge der Bastlerszene fallen in eine Zeit wachsender Hardware-Knappheit. NVIDIA hat die GPU-Lieferungen an Partner seit Januar 2026 um 15 bis 20 Prozent reduziert. Grund ist ein Mangel an GDDR7-Speicher, da die Produktionskapazitäten zunehmend für High-Bandwidth-Memory (HBM) im KI-Sektor genutzt werden.
Die Folge: Weltweit sind die Preise für die RTX-50-Serie um bis zu 19 Prozent gestiegen. Für Verbraucher wird High-End-Gaming damit zunehmend zum Luxus.
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Pannen und Ausfälle: Wenn High-End-Hardware versagt
Doch nicht nur die Verfügbarkeit bereitet Sorgen. Ein aktueller Fall zeigt, dass selbst Top-Modelle anfällig sind: Bei einer Zotac RTX 4090 AMP Extreme AIRO schmolz der 12VHPWR-Anschluss – sowohl an der Grafikkarte als auch am Netzteil. Vorausgegangen waren Blackscreen-Probleme bei leichten Aufgaben wie der Videowiedergabe. Zotac verweigerte angeblich die Garantie.
Auch mechanische Probleme sind ein Thema: In Japan dokumentierte eine Reparaturwerkstatt einen Fall, bei dem das Gewicht einer ungestützten 2kg schweren Gigabyte RTX 4090 den PCIe-Slot auf dem Mainboard zerbrach. Die Folge: Ein kompletter Austausch des Motherboards war nötig.
