Office 2021: Support endet im Oktober – Wechsel zu 365 oder 2024
24.06.2026 - 23:28:18 | boerse-global.de
Der Support für Office 2021 läuft im Oktober aus – Microsoft drängt Nutzer verstärkt in die Cloud.
Der Countdown läuft: Am 13. Oktober 2026 stellt Microsoft die Sicherheitsupdates für Office 2021 ein. Wer nicht auf die kostenlosen Online-Versionen von Word, Excel und PowerPoint umsteigen möchte, muss sich zwischen dem Abo-Modell Microsoft 365 oder dem einmaligen Kauf von Office 2024 entscheiden. Der Konzern macht dabei gleichzeitig Druck auf säumige Nutzer – und lockt mit neuen KI-Funktionen.
Browser-Versionen holen auf
Die webbasierten Versionen der Office-Programme haben in den vergangenen Monaten deutlich aufgeholt. Bereits am 15. März 2025 führte Microsoft Sensitivitätsbezeichnungen mit benutzerdefinierten Berechtigungen für Office im Browser ein. Nutzer von Word, Excel und PowerPoint können nun direkt im Browser festlegen, wer ein Dokument sehen oder bearbeiten darf.
Die Funktion schließt eine der letzten großen Lücken zwischen Desktop- und Browser-Version. Sie setzt auf die Azure Rights Management Service (RMS)-Verschlüsselung. Allerdings: Während der Browser-Zugang kostenlos ist, benötigen Unternehmen für die erweiterten Sicherheitsfunktionen Lizenzen für Azure Information Protection Premium P1 oder P2.
KI-Assistent jetzt mit Verbrauchsabrechnung
Am 16. Juni 2026 machte Microsoft den Microsoft 365 Copilot Cowork für alle verfügbar. Der KI-Assistent erledigt Aufgaben auf natürliche Sprachbefehle hin – vom Dateimanagement über das Erstellen von Dokumenten bis zur Terminplanung.
Neu ist das Abrechnungsmodell: Statt einer Pauschalgebühr zahlen Unternehmen jetzt über Copilot Credits verbrauchsabhängig. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass ein aktiver Nutzer täglich zwischen 50 und 200 Credits verbraucht. IT-Administratoren müssen nun Credit-Pools einrichten und Budgets überwachen.
Für November 2026 kündigt Microsoft zudem die allgemeine Verfügbarkeit von Copilot Enhanced Memory an. Die Funktion soll KI-Antworten personalisieren – basierend auf den spezifischen Arbeitsdaten innerhalb von Microsoft 365.
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Apple-Nutzer unter Zugzwang
Wer Microsoft-Apps auf Apple-Geräten nutzt, muss ebenfalls handeln. Ab dem 13. Juli 2026 schalten Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote auf einen eingeschränkten Funktionsmodus um – vorausgesetzt, das Betriebssystem ist veraltet. Grund ist ein abgelaufenes digitales Zertifikat.
Konkret bedeutet das: macOS-Nutzer benötigen Version 14 (Sonoma) oder neuer, iOS- und iPadOS-Nutzer müssen mindestens Version 17.0 installiert haben. Ohne Update lassen sich Dokumente nur noch öffnen und ausdrucken – Bearbeiten und Speichern sind blockiert.
Die Kostenfrage: Abo, Kauf oder Open Source
Der Wechsel von Office 2021 hat seinen Preis. Microsoft 365 kostet rund 100 Euro pro Jahr, der einmalige Kauf von Office 2024 schlägt mit 149,99 Euro zu Buche. Zum Vergleich: Das ist etwa so viel wie ein durchschnittlicher DAX-Konzern für zwei Monate SAP-Lizenzen ausgibt – nur dass es hier um den privaten oder mittelständischen Arbeitsplatz geht.
Neben Office-Updates zwingt Microsoft Nutzer auch beim Betriebssystem oft zu teurer neuer Hardware. Dass Sie Windows 11 aber auch auf älteren, angeblich inkompatiblen PCs legal nutzen können, verrät dieser Gratis-Report. Anleitung zum Windows-11-Upgrade trotz Hardware-Sperre sichern
Wer weder Abo noch Cloud-Abhängigkeit möchte, greift zu Open-Source-Alternativen wie LibreOffice. Die kostenlose Suite unterstützt die nativen Microsoft-Formate Docx und Xlsx – ohne Internetverbindung und ohne wiederkehrende Gebühren.
Parallel dazu hat Microsoft Ende Juni und Anfang Juli 2026 die automatische Installation der Microsoft 365 Copilot-App auf kommerziellen Windows-11-Geräten über Office-Updates wieder aufgenommen. Ausgenommen sind Mandanten im Europäischen Wirtschaftsraum – um die Einhaltung regionaler Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten.
