Office 2019: Microsoft schaltet Bearbeitung ab 13. Juli ab
29.05.2026 - 16:22:14 | boerse-global.deAb Juli 2026 werden ältere Office-Versionen auf Apple-Geräten zu reinen Leseprogrammen. Nutzer müssen umsteigen.
Microsoft zieht einen Schlussstrich unter die Ära Office 2019. Ab dem 13. Juli 2026 schaltet der Konzern die Bearbeitungsfunktionen auf Mac-, iPad- und iPhone-Geräten ab. Betroffene Anwender können Dokumente dann nur noch ansehen und ausdrucken – Änderungen oder Speichern sind nicht mehr möglich.
Der Schritt betrifft vor allem Geräte mit macOS 11 Big Sur oder älter sowie iPhones und iPads mit iOS 16 beziehungsweise iPadOS 16 oder älter. Wer weiterhin produktiv arbeiten will, muss auf Microsoft 365 oder neuere Einmalversionen wie Office 2021 oder Office 2024 umsteigen.
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Hardware-Voraussetzungen steigen
Die Upgrade-Anforderungen sind nicht ohne: Für Office 2021 oder Microsoft 365 ist mindestens macOS 12 Monterey nötig. Wer auf Office 2024 setzen möchte, braucht sogar macOS 14 Sonoma. Das dürfte vor allem Besitzer älterer MacBooks und iMacs vor die Wahl stellen: neues Betriebssystem oder gleich neue Hardware.
Die Unterstützungszeiträume der Alternativen fallen unterschiedlich aus. Office 2021 erreicht bereits Ende 2026 sein Support-Ende. Office 2024 hingegen wird voraussichtlich bis 2029 mit Updates versorgt. Bereits seit Oktober 2025 erhalten die Versionen 2016 und 2019 keine Sicherheitsupdates mehr – ein Zustand, der sich nun zuspitzt.
Sicherheitslücken bleiben ein Thema
Parallel zur Deaktivierung kämpft Microsoft mit mehreren kritischen Sicherheitslücken. Besonders brisant: CVE-2026-39835, eine Schwachstelle in Outlook und Microsoft 365, die mit der Höchstbewertung 9.8 eingestuft wurde. Ein Patch ist seit dem 22. Mai 2026 verfügbar, Unternehmen sollten die Installation bis zum 31. Mai 2026 abgeschlossen haben.
Weitere kritische Lücken:
- CVE-2026-46597: Ebenfalls 9.8 – betrifft Outlook und Exchange Server. Der Patch kam am 30. April 2026.
- CVE-2026-39832: Eine Schwachstelle in der Windows-Grafikkomponente, die Office 2021 und Microsoft 365 betrifft. Patches gibt es seit Februar 2026, die Lücke wurde jedoch bereits seit Anfang des Jahres aktiv ausgenutzt.
- Secure Boot-Zertifikate: Microsofts Zertifikate aus dem Jahr 2011 laufen am 24. Juni 2026 ab. Systeme starten weiterhin, erhalten aber keine neuen Boot-Sicherheitsupdates mehr.
Zur Unterstützung von Administratoren hat Microsoft das Tool „Update Health“ im Microsoft 365 Apps Admin Center allgemein verfügbar gemacht. Es liefert Diagnosedaten und Fehleransichten und soll die durchschnittliche Reparaturzeit um 30 bis 40 Prozent senken.
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Apple bereitet nächste Generation vor
Die Microsoft-Änderungen fallen mit einem größeren Wandel im Apple-Universum zusammen. Apple hat kürzlich Sicherheitsupdates für iOS 26.1 und macOS Tahoe 26.1 veröffentlicht, die Schwachstellen bei Datenmanipulation und Rechteausweitung schließen.
Blickt man auf die WWDC am 8. Juni 2026, zeichnet sich ein weiterer Einschnitt ab: Branchenbeobachter erwarten, dass iOS 27 den Support für Geräte mit dem A13-Bionic-Chip einstellen könnte. Betroffen wären dann die iPhone-11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation. Diese Geräte sollen zwar noch einige Jahre Sicherheitsupdates für iOS 26 erhalten, von neuen Funktionen ab Herbst 2026 aber ausgeschlossen bleiben.
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