ÖFB-Campus: 75 Millionen Euro für neues Trainings-Zentrum
29.05.2026 - 14:48:50 | boerse-global.deDie Stadt Wien treibt den Ausbau von Sportinfrastruktur und Bewegungsangeboten voran – von Millionenprojekten für den Spitzensport bis zu kostenlosen Kursen im Park.
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Neue Arena erzeugt mehr Energie als sie verbraucht
Ein Vorzeigeprojekt ist die neue Sport Arena Wien in der Leopoldstadt. Das Gebäude erhielt die Klimaaktiv-Gold-Plakette und setzt auf ein innovatives Energiekonzept. 70 Tiefensonden und eine Photovoltaikanlage mit 1.134 Paneelen – nach Betreiberangaben die größte thermisch genutzte Anlage Europas – machen die Arena zum Plusenergiehaus. Rund 500.000 Kilowattstunden Strom produziert sie jährlich. Das reicht rechnerisch für etwa 150 Einfamilienhäuser.
Die Arena ist auch Austragungsort der Sport Austria Finals vom 3. bis 7. Juni 2026. Ein besonderes Highlight: Am 4. Juni finden auf der Prater Hauptallee erstmals Staatsmeisterschaften im olympischen Halbmarathon-Gehen statt. Auch Nachwuchsklassen gehen an den Start.
Kostenloses Training an 55 Apotheken
Doch Wien fördert nicht nur den Spitzensport. Die Wiener Gesundheitsförderung (WiG) hat ihr kostenloses Nordic-Walking-Angebot „Bewegte Apotheke“ auf den 1. Bezirk ausgeweitet. Am 29. Mai startete die Initiative in der Inneren Stadt. Insgesamt nehmen nun 55 Apotheken in 21 Bezirken teil. Weitere Termine folgen am 5., 12., 19. und 26. Juni.
Auch ältere Menschen kommen in Bewegung. Am 26. Mai veranstalteten die PensionistInnenklubs ein Line Dance Festival im Resselpark. 14 Gruppen aus verschiedenen Bezirken tanzten mit. Das Ziel: Sport in einer sozialen Gemeinschaft ermöglichen. Bereits am 16. Mai gab es einen Frauensporttag des ÖBSV in Hernals mit Yoga, Boccia und Wirbelsäulengymnastik.
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75 Millionen Euro für den ÖFB-Campus
Im Spitzensport setzt Wien ebenfalls neue Maßstäbe. Ende Mai eröffnete der neue ÖFB-Campus in Wien-Aspern. Rund 75 Millionen Euro investierte der Verband in die Anlage auf 55.000 Quadratmetern. Fünf Spielfelder, 48 Athletenzimmer, die VAR-Zentrale und Büros für 100 Mitarbeiter entstanden hier.
Das Nationalteam bereitet sich seit dem 27. Mai auf diesem Gelände auf die Weltmeisterschaft vor. Nach einer Generalprobe im Ernst-Happel-Stadion am 1. Juni geht es am 4. Juni in die USA.
Weniger Autos, mehr Platz für Fußgänger
Die Stadt denkt Bewegung auch urban. In Meidling entsteht rund um die Wolfganggasse ein „Low Traffic Grätzl“. Ab Herbst 2026 sind Fußgängerzonen, Diagonalfilter und mobile Begrünungen geplant. Der Durchzugsverkehr soll reduziert werden, Fußgänger mehr Raum bekommen. Ähnliche Konzepte sind für Mariahilf, Alsergrund und Rudolfsheim-Fünfhaus vorgesehen.
Hitzeschutz und Inklusion
Auf die steigenden Temperaturen reagiert Wien mit einem erweiterten Angebot: Ab 1. Juni gibt es 34 „Coole Zonen“ in 20 Bezirken. Klimatisierte Räume in Kooperation mit dem Samariterbund und den Büchereien Wien dienen als Hitzeschutz.
Und auch die soziale Inklusion kommt nicht zu kurz. Am 28. Mai wurde im Ordeltpark in Penzing die erste öffentliche Kommunikationstafel Wiens mit Piktogrammen vorgestellt. Sie hilft Kindern und Erwachsenen mit Sprachschwierigkeiten bei der nonverbalen Verständigung. Das Pilotprojekt soll auf weitere Standorte ausgeweitet werden.
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