Nvidia-Quartal, Umsatz

Nvidia-Quartal: Umsatz nähert sich 100-Milliarden-Marke

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 03:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nvidia hält am Zeitplan für die Rubin-Ultra-Plattform fest und dämpft Spekulationen über Verzögerungen der nächsten Hardware-Generation.

Nvidia-CEO zerstreut Sorgen um Verzögerungen bei Rubin-Ultra-Chips
Nahaufnahme eines futuristischen Serverracks mit leuchtenden Innenkomponenten, die fortschrittliche Computer- und KI-Technologie darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Jensen Huang stellt klar: Die Rubin-Ultra-Plattform kommt wie geplant. Gerüchte über Verzögerungen waren übertrieben.

Der Nvidia-CEO nutzte am Sonntag eine Investoren-Veranstaltung von Morgan Stanley, um die Gemüter zu beruhigen. Huang wies Spekulationen über einen möglichen Rückstand bei der nächsten Hardware-Generation entschieden zurück. Die Rubin-Ultra-Chips blieben im Zeitplan und würden wie vorgesehen im nächsten Jahr ausgeliefert.

Kyber-Rack durch fortschrittlichere Lösung ersetzt

Auslöser der Gerüchte war ein angeblicher Verzug des sogenannten Kyber-Racks, das zur Rubin-Ultra-Architektur gehört. Marktbeobachter hatten spekuliert, das System könnte auf 2028 verschoben werden. Huang räumte zwar ein, dass bestimmte Designs wie das Kyber-Rack durch fortschrittlichere Lösungen ersetzt wurden. Der Gesamt-Rollout der Rubin-Ultra-Serie sei davon jedoch nicht betroffen.

Der Chip-Riese hält an seinem aggressiven Release-Zyklus fest. Huang betonte, dass der Vera-Rubin-Zyklus stabil laufe. Auch die Entwicklung von 800-Volt-Stromversorgungen und optischen Verbindungen komme planmäßig voran.

Lieferketten-Engpässe bleiben Herausforderung

Während Nvidia intern im Zeitplan bleibt, kämpft die gesamte Halbleiterbranche mit externen Problemen. Der Speicherhersteller SK Hynix, der kürzlich seinen Börsengang in den USA abgeschlossen hat, warnte davor, dass Engpässe bei High-Bandwidth-Speicher (HBM) bis Ende des Jahrzehnts anhalten könnten.

Trotz dieser Einschränkungen bestätigte Nvidia, dass sogenannte Co-Packaged Optics für die Spectrum-X-Plattform bereits in Produktion sind.

Die Analysten von Morgan Stanley blieben nach der Veranstaltung optimistisch. Sie bestätigten ihr „Overweight"-Rating und ein Kursziel von 288 Dollar für die Aktie. Nvidias dominierende Stellung im KI-Computing sei ungebrochen. Die Bank of America schätzt die Kosten eines Rubin-Ultra-Racks auf umgerechnet rund 19,5 Millionen Euro pro Einheit.

Quartalsumsatz nähert sich 100-Milliarden-Marke

Nvidias Führungsriege meldete, dass der Quartalsumsatz inzwischen die Marke von 100 Milliarden Dollar erreicht – angetrieben von der rasant wachsenden Nachfrage nach Rechenzentrums-Hardware. Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Unternehmen einen Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar allein mit seinem CPU-Geschäft an.

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Die Finanzprognosen bleiben ambitioniert. Morgan Stanley rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatzwachstum von 82 Prozent, für 2027 mit 52,4 Prozent. Langfristig sehen die Analysten einen Umsatz von fast 600 Milliarden Dollar bis 2028. Zur Finanzierung dieses Wachstums hatte Nvidia kürzlich eine Anleihe über 25 Milliarden Dollar aufgelegt.

Aktionäre profitieren von starkem Cashflow

Die Aktionäre kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Das Management bekräftigte, mindestens 50 Prozent des freien Cashflows über Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurückzugeben. Gleichzeitig sollen die Bruttomargen im Bereich von 75 Prozent gehalten werden. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt nach diesen Neuigkeiten bei rund fünf Billionen Dollar.

Neue Kunden jenseits der Cloud-Riesen

Während Hyperscaler wie Amazon, Google und Microsoft weiterhin rund 50 Prozent der Nachfrage ausmachen, zeichnet sich eine Verbreiterung der Kundenbasis ab. Huang identifizierte drei wachsende Segmente: Frontier-KI-Labore, staatliche KI-Initiativen und Unternehmenskunden.

Ein großes Frontier-KI-Labor – Analysten vermuten dahinter Anthropic – habe seine Abhängigkeit von Nvidia-Hardware in den letzten Monaten drastisch erhöht. Von einem vernachlässigbaren Niveau sei der Anteil auf fast 50 Prozent der Workloads gestiegen. KI-Labore machen inzwischen rund 20 Prozent der Gesamtnachfrage aus.

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Produktionskapazitäten unter Druck

Auch die Fertigungsseite skaliert massiv. Analysten erwarten, dass die Auslieferungen von High-End-Racks wie dem GB200 und GB300 NVL72 bis 2026 auf 70.000 bis 80.000 Einheiten pro Jahr steigen werden – ein deutlicher Sprung gegenüber den rund 29.000 Einheiten, die für 2025 erwartet werden.

Dieses Wachstum belastet die globale Fertigungskapazität. Insbesondere Engpässe bei fortschrittlichen Verpackungstechnologien führen dazu, dass ein Teil der Produktion zu Intel Foundry und anderen Drittanbietern verlagert wird.

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