macOS 27: M1-Macs werden bis zu 30% schneller – Beta am 22. Juli
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 03:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Im zweiten Quartal 2026 steigerte der Konzern seine Mac-Verkäufe um 10,1 Prozent auf 6,7 Millionen Einheiten. Das berichten die Marktforscher von IDC und Gartner. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt für PCs fiel um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen ausgelieferte Geräte.
Der Grund für Apples Erfolg liegt auf der Hand: Die MacBook Neo-Serie und die aktuellen MacBook-Air-Modelle treiben die Nachfrage. Apples Marktanteil kletterte auf 9,9 Prozent. Während der Konzern zulegte, mussten die Wettbewerber Federn lassen. Lenovo verlor 2,1 Prozent, HP stürzte um neun Prozent ab, Dell um fünf Prozent.
macOS 27: Neues Leben für alte M1-Chips
Die kommende macOS-Version 27 mit dem internen Codenamen Golden Gate beschert älteren Macs ein zweites Leben. Entwickler-Betas, die zwischen dem 8. und 10. Juli 2026 veröffentlicht wurden, zeigen bemerkenswerte Optimierungen für M1-Systeme. Apps starten auf diesen Geräten bis zu 30 Prozent schneller, AirDrop-Übertragungen beschleunigen sich um rund 70 Prozent.
Die öffentliche Beta erscheint am 22. Juli, der finale Release ist für September 2026 geplant. macOS 27 bringt ein lokales KI-Modell mit rund drei Milliarden Parametern mit. Ein Einschnitt: Das Update markiert das endgültige Aus für Intel-Macs. Die Software entfernt offenbar die verbliebenen Rosetta-Übersetzungscodes.
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Für den täglichen Einsatz empfehlen Experten Apple-Silicon-Modelle mit mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte Speicher. Die lokalen KI-Funktionen fressen schlichtweg Ressourcen.
Gebrauchtmarkt boomt – Speicherknappheit treibt Preise
Die steigenden Preise für Neugeräte treiben Kunden in den Gebrauchtmarkt. Bereits Anfang 2025 stiegen die Verkäufe generalüberholter MacBooks um 62 Prozent im Jahresvergleich – direkt nach den letzten Preisanpassungen für Neumodelle. Für Büroaufgaben sind refurbished M1- und M2-MacBook-Air-Modelle derzeit für umgerechnet 450 bis 650 Euro zu haben, oft mit einem Jahr Garantie.
Die Aussichten für Neugeräte sind düsterer. Ein globaler Engpass bei Speicherchips wird Prognosen zufolge bis 2028 anhalten. Analysten erwarten daher bis 2027 weiter steigende Preise. Die Knappheit betrifft alle Hersteller – Apples Wachstum im zweiten Quartal ist vor diesem Hintergrund umso bemerkenswerter.
Thunderbolt 5 und die Zukunft der MacBook-Familie
Für Profis mit hohem Datenaufkommen bringt Thunderbolt 5 Durchsatzraten von bis zu 120 Gigabit pro Sekunde. Der Standard unterstützt drei 4K-Monitore gleichzeitig bei 144 Hertz. Aktuelle M4-MacBooks beherrschen native Multi-Monitor-Setups bereits. Für die meisten Büroanwender reicht die vorhandene Thunderbolt-4-Infrastruktur jedoch völlig aus.
Spannend wird es in der High-End-Klasse. Gerüchten zufolge hat Apple die Entwicklung der M6-Pro- und M6-Max-Chips eingestellt. Stattdessen soll ein neues Flaggschiff namens MacBook Ultra mit OLED-Touchscreen kommen – voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027. Dieses Premium-Modell würde auf M5-Pro- oder M5-Max-Prozessoren setzen. Für Einsteiger im Profibereich ist ein 14-Zoll-MacBook-Pro mit dem Basis-M6-Chip für Herbst 2026 geplant.
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Lieferkette im Umbruch – Klage gegen OpenAI
Apple diversifiziert seine Lieferkette. Der Konzern baut die heimische Chip-Versorgung durch Partnerschaften mit Broadcom aus und testet Speicherbezüge von Anbietern aus China. Parallel dazu eskalieren die rechtlichen Auseinandersetzungen: Apple reichte beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Distrikt von Kalifornien Klage gegen OpenAI und zwei ehemalige Mitarbeiter ein. Der Vorwurf: Systematischer Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen rund um Hardware-Pläne. Der Fall zeigt den enormen Wettbewerbsdruck bei der Integration von KI und Hardware.
Während Analysten Windows-basierten KI-PCs bis 2027 konkurrierende lokale Rechenleistung zutrauen, spricht das aktuelle Wachstum der Mac-Verkäufe eine klare Sprache: Der Markt bevorzugt das Apple-Silicon-Ökosystem – bei Normalnutzern und Entwicklern gleichermaßen.
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