Nordic, Walking

Nordic Walking: Depressionen sinken nach 5 Wochen um 37%

22.06.2026 - 20:19:05 | boerse-global.de

Französische Forscher zeigen: Nordic Walking lindert depressive Symptome deutlich. Die Bewegung in der Gruppe bietet einen vielversprechenden Therapieansatz.

Nordic Walking: Neue Studie belegt Wirkung bei Depressionen
Nordic - Eine Gruppe von Menschen praktiziert Nordic Walking auf einem sonnigen Waldweg, was Bewegung und Wohlbefinden symbolisiert. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Französische Forscher haben nachgewiesen: Nordic Walking kann Symptome einer Depression bereits nach wenigen Wochen deutlich lindern. Die Studie erschien im Fachmagazin Journal of Affective Disorders.

Symptome sinken rapide

64 Erwachsene mit mittelschweren bis schweren Depressionen nahmen teil. Das Durchschnittsalter lag bei 50 Jahren, der Frauenanteil bei über 90 Prozent. Sie trainierten zehn Wochen lang zweimal pro Woche für eine Stunde unter Anleitung.

Anzeige

Neben Ausdauersport wie Nordic Walking ist der Erhalt der Muskulatur entscheidend für die langfristige Gesundheit ab 50 Jahren. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 6 einfache Übungen für zuhause, mit denen Sie Muskelschwund effektiv vorbeugen und Ihr Wohlbefinden steigern können. 6 einfache Krafttrainings-Übungen kostenlos herunterladen

Die Messung erfolgte mit dem Beck-Depressions-Inventar (BDI-II). Der durchschnittliche Wert fiel von anfangs 27 Punkten auf 17 Punkte nach fünf Wochen. Nach der zehnten Woche sank er weiter auf 13 Punkte. Die Kontrollgruppe zeigte keine Veränderung.

Die stärkste Verbesserung trat in den ersten fünf Wochen auf. Bei der Hälfte der Teilnehmer setzte in diesem Zeitraum eine klinisch relevante Besserung ein. Bei schweren Fällen lag dieser Wert nach zehn Wochen sogar bei 70 Prozent. Internationale Daten bestätigen den Trend: Eine weitere Studie mit 64 Personen erreichte nach zehn Wochen Nordic Walking bei 53,6 Prozent der Probanden eine Remission.

Krafttraining schützt das Herz

Neben den psychischen Effekten zeigt sich: Krafttraining senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Beobachtungsstudie im Journal of the American College of Cardiology wertete Daten von über 117.000 Frauen aus. Ergebnis: Mehr als zwei Stunden Krafttraining pro Woche reduzieren das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle.

Anzeige

Studien belegen, dass regelmäßiges Krafttraining nicht nur das Herz schützt, sondern auch die allgemeine Lebensenergie im Alltag spürbar erhöht. Erfahren Sie in diesem Experten-Bericht, wie Sie mit nur 6 gezielten Übungen ohne Fitnessstudio Ihre Vitalität und Kraft nachhaltig verbessern. Kostenlosen PDF-Ratgeber für Krafttraining ab 50 sichern

Eine weitere Studie in JAMA Network Open begleitete 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren über 8,3 Jahre. Höhere Muskelkraft – gemessen durch Griffkraft- und Aufstehtests – war mit einem signifikant niedrigeren Sterberisiko verbunden. Eine Zunahme der Griffkraft um eine Standardabweichung senkte die Sterblichkeit um 12 Prozent – unabhängig von der Ausdaueraktivität.

Einsamkeit bleibt ein Problem

Die Relevanz niedrigschwelliger Bewegungsangebote unterstreicht eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Basis ist das FReDA-Panel aus dem Winter 2024/2025. Demnach fühlen sich 21 Prozent der 21- bis 30-Jährigen stark einsam. Bei den 31- bis 54-Jährigen sind es nur 14 Prozent.

Insgesamt gaben 36 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer an, sich zumindest teilweise einsam zu fühlen. Seit der Corona-Pandemie ist die Einsamkeit kaum zurückgegangen. Experten sehen darin eine dauerhafte gesellschaftspolitische Herausforderung.

Gruppensportarten wie Nordic Walking könnten hier doppelt wirken: Sie lindern nicht nur psychische Symptome, sondern fördern auch soziale Kontakte. Als ergänzende Therapieform bieten sie damit einen einfachen, aber effektiven Ansatz.

de | wissenschaft | 69605394 |