No-Code-Boom, Markt

No-Code-Boom: Markt wächst von 6 auf 70 Milliarden bis 2034

01.06.2026 - 15:03:24 | boerse-global.de

Der No-Code-Markt wächst rasant auf 70 Milliarden Euro. Neue Plattformen wie Enter, Kineto und Opal setzen auf natürliche Sprache als Bedienkonzept.

LegalZoom’s AI Integration Strategy Captivates Market Attention - Bild: über boerse-global.de
LegalZoom’s AI Integration Strategy Captivates Market Attention - Bild: über boerse-global.de

Laut aktuellen Zahlen war dieser Sektor 2025 noch 6,1 Milliarden Euro schwer, bis 2034 soll er auf rund 70 Milliarden Euro anwachsen. Die globale KI-Gesamtausgaben erreichen in diesem Jahr voraussichtlich 2,35 Billionen Euro. Unternehmen investieren massiv, um Arbeitsabläufe zu automatisieren und Fachkräfte zu entlasten.

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Neue Plattformen setzen auf natürliche Sprache

Am heutigen Montag haben gleich mehrere Anbieter Neuerungen vorgestellt, die den Trend untermauern: Sprache statt Code wird zum Bedienkonzept der Zukunft.

Converge AI bringt mit „Enter" eine Plattform auf den Markt, die komplette Webanwendungen aus Konversationseingaben erzeugt – inklusive Frontend, Backend und Datenbank. Integrierte Cloud-Dienste, Analysefunktionen und One-Click-Publishing machen die Lösung besonders für kleine Teams interessant.

Der BBC gelang heute ein Test mit Kineto, einem Spin-off des tschechischen Entwicklertools-Herstellers JetBrains. Ein Redakteur erstellte damit innerhalb von ein bis zwei Stunden funktionierende Anwendungen – darunter einen Vokabeltrainer und einen Link-Checker. Rund zehn Iterationen der Beschreibung waren nötig, bis das gewünschte Ergebnis stand.

Auch Google mischt mit: Der Suchmaschinenriese präsentierte „Opal", ein Tool, das natürliche Sprache in visuelle Workflows übersetzt. Ein Haken aus technischer Sicht: Der Quellcode bleibt laut Tests von Ende Mai 2026 unsichtbar, was die Fehlersuche erschwert.

Für die mobile Entwicklung bietet FlutterFlow AI Suite eine Prompt-to-Page-Funktion. Damit lassen sich Prototypen und Minimum Viable Products (MVPs) per Textbefehl erstellen – ohne eine Zeile Code.

KI-Agenten und intelligente Datenbanken

Die Integration von Künstlicher Intelligenz in Datenbank-Management eröffnet völlig neue Wege der Automatisierung. Baserow etwa erlaubt Teams, Daten zu organisieren und Inhalte automatisch generieren oder klassifizieren zu lassen – ohne IT-Abteilung. Das senkt Kosten und reduziert die Abhängigkeit von spezialisierten Entwicklern.

Parallel dazu haben mehrere Organisationen heute die Infrastruktur für sogenannte KI-Agenten vorgestellt – autonome Systeme, die komplexe Geschäftsprozesse übernehmen.

Nvidia enthüllte auf der GTC Taipei das Agent Toolkit. Es umfasst das NemoClaw-Framework und die OpenShell-Sicherheitsumgebung, entwickelt gemeinsam mit Microsoft, Canonical und Red Hat. Zudem stellte Nvidia das Nemotron 3 Ultra-Modell mit 550 Milliarden Parametern vor – Start: 4. Juni 2026. Das Modell soll fünffach schnellere Inferenz und 30 Prozent niedrigere Kosten bieten als seine Vorgänger.

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Die Linux Foundation startete heute das Projekt DNS-AID. Es ermöglicht KI-Agenten und Servern, sich gegenseitig über bestehende DNS-Einträge und Sicherheitsprotokolle wie DNSSEC zu finden und zu verifizieren.

Governance und Speziallösungen für Unternehmen

Mit der Verbreitung von No-Code-Entwicklung wächst der Bedarf an Sicherheit und Kontrolle. Das texanische Unternehmen VEscape Labs startete am 30. Mai 2026 neue KI-Entwicklungsdienste, die Unternehmen vor technischen Schulden und Sicherheitsrisiken durch unkontrollierte KI-Nutzung schützen sollen.

Für Großunternehmen bleiben OutSystems und Mendix die führenden Low-Code-Anbieter, während Microsoft Power Apps die erste Wahl für Organisationen im Microsoft-Ökosystem ist. Für Sologründer und Startups gewinnen Plattformen wie OnSpace AI und Lovable an Bedeutung. OnSpace AI setzt auf einen Mobile-First-Ansatz mit integrierten Zahlungssystemen ab 23 Euro monatlich. Lovable punktet mit besonders einfacher Bedienung für nicht-technische Nutzer.

Kore.ai schließlich brachte heute die Artemis Edition seiner Agent-Plattform auf Microsoft Azure. Sie führt die Agent Blueprint Language und eine Dual-Brain-Architektur ein. Das Unternehmen verspricht, Multi-Agent-Systeme in Tagen statt Monaten produktionsreif zu machen – vorausgesetzt, Governance- und Observability-Standards sind vor dem Deployment erfüllt.

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