Nachtkerze: Neue Studien belegen Gedächtnis-Schutz bei Alzheimer
28.06.2026 - 04:10:09 | boerse-global.de
Aktuelle Studien aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen ihr Potenzial bei Nierensteinen, Alzheimer und Darmentzündungen.
Wildpflanze gegen Nierensteine
Abutilon indicum – eine in der traditionellen Medizin genutzte Wildpflanze – könnte bei Harnwegserkrankungen helfen. Dr. Ngo Duc Phuong vom Institut für Traditionelle Medizin verwies Ende Juni 2026 auf die harntreibenden und entzündungshemmenden Eigenschaften der Pflanze.
Analysen zeigen: Extrakte können kleine Nierensteine auflösen. Traditionell wird die Pflanze auch bei Tinnitus und Hörverlust eingesetzt. Moderne Untersuchungen bestätigen zudem antioxidative und schmerzlindernde Wirkungen. Das macht sie zu einem vielversprechenden Kandidaten für klinische Studien.
Nachtkerze: Hoffnung bei Alzheimer
Die Nachtkerze – zur Heilpflanze des Jahres 2026 gewählt – zeigt in der neurologischen Forschung vielversprechende Resultate. Eine Studie in Food Science and Biotechnology (April 2026) untersuchte die Wirkung von Nachtkerzenblattextrakt auf kognitive Beeinträchtigungen.
In Tierversuchen mit Alzheimer-Modellen verbesserte der Extrakt die Gedächtnisleistung. Die Forscher beobachteten eine signifikante Reduktion von Amyloid-beta-Ablagerungen und eine Verringerung von Entzündungsprozessen im Nervengewebe. Könnte der Extrakt als natürliche Intervention bei neurodegenerativen Erkrankungen dienen?
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Proteinquellen und Darmentzündungen
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt: der Zusammenhang zwischen Ernährung und chronischen Entzündungen. Eine Studie in Cellular and Molecular Gastroenterology (24. Juni 2026) verglich tierische und pflanzliche Proteine.
Das Ergebnis: Rindfleischprotein löste schwere Darmentzündungen aus, Erbsenprotein nur milde Symptome. Die Wissenschaftler führen dies auf ein komplexes Zusammenspiel zwischen Mikrobiom und Gallensäuren zurück. Besonders interessant: Darmstammzellen besitzen ein Entzündungsgedächtnis, das über 100 Tage gespeichert wird.
Parallel dazu unterstützt eine norwegische Untersuchung (Mai 2026) den präventiven Charakter einer kontrollierten Gewichtsreduktion. Eine Senkung des Bauchfetts um zehn Prozent könne das Risiko für Typ-2-Diabetes um 28 Prozent reduzieren. Als wirksame Methode wird das 14:10-Intervallfasten genannt.
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Von der Dialyse bis zur Zahnpflege
Pflanzliche Rohstoffe finden auch Eingang in die Medizintechnik. Forscher der Universität Wageningen untersuchten im Juni 2026 den Anbau der Jackbohne in den Niederlanden. Die darin enthaltenen Enzyme sind eine kritische Komponente für Filter in Heimdialysegeräten. Ziel: die Versorgung für rund 7.000 Dialysepatienten durch lokale Rohstoffquellen sichern.
Im Bereich der Dentalmedizin identifizierten Forscher des Fraunhofer-Instituts eine Substanz, die gezielt Parodontitis-Erreger blockiert. Das Spin-off PerioTrap nutzt diesen Mechanismus für eine mikrobiombasierte Zahnpasta, die die gesunde Mundflora schont.
Zudem wurden Ende Juni 2026 neue endemische Arten entdeckt – darunter zwei Wildlauch-Arten in der Türkei und eine neue Krokus-Art. Diese Entdeckungen erweitern das Reservoir für potenzielle phytotherapeutische Wirkstoffe.
