Nachteulen, Kaffee

Nachteulen und Kaffee: BMI 5 Punkte höher durch späten Konsum

Veröffentlicht am: 15.07.2026 um 00:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Collagen-Kaffee verspricht Hautstraffung, doch Studien belegen kaum Wirkung. Aldi Süd fordert eine Zuckersteuer auf Softdrinks.

Kaffee-Trends 2026: Von Collagen bis Zuckersteuer im Check
Nahaufnahme eines reichhaltigen Kaffeegetränks mit Sahne, Sirup und Streuseln, das über den Rand eines Glases läuft, vor einem unscharfen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Collagen-Pulver, zuckerhaltige Sirups oder proteinreiche Zusätze machen ihn zum functional food. Doch was bringen die Trends wirklich?

Glow Coffee: Schönheit aus der Tasse?

Der sogenannte Glow Coffee verspricht straffe Haut durch Collagen im Kaffee. Dermatologen sind skeptisch. Rupert Schulz verweist auf eine Studienübersicht von 2025: Collagenpräparate können Hautalterung weder behandeln noch vorbeugen.

Ernährungsmedizinerin Michaela Axt-Gadermann räumt ein, dass Collagenpeptide grundsätzlich die hauteigenen Fibroblasten anregen könnten. Die wissenschaftliche Evidenz für eine sichtbare Wirkung bleibt aber dünn. Wer auf Nummer sicher gehen will, muss die Präparate täglich über zwei bis drei Monate nehmen. Dabei liefert eine ausgewogene Ernährung längst alle Bausteine für die körpereigene Collagenbildung.

Der stille Zucker: Was Kaffee wirklich zur Kalorienbombe macht

Nicht der Kaffee selbst ist das Problem – es sind die Begleiter. Ernährungsexpertin Carolin Kotke warnt vor unterschätzten Kalorienquellen. Obst, Smoothies und Fruchtsäfte lassen den Blutzucker schnell ansteigen und fördern Heißhunger. Selbst stark verkochte Haferflocken haben einen hohen glykämischen Index.

Longevity-Experte Gerd Wirtz empfiehlt herzhafte Alternativen. Hülsenfrüchte wie schwarze Bohnen oder Linsen stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Stabile Werte gelten als Schlüssel für langfristige Gesundheit und Schutz vor Stoffwechselerkrankungen.

Aldi fordert Zuckersteuer – mit Ausnahmen für Milchkaffee?

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Wer als Nachteule seinen Kaffee nach 20 Uhr genießt, riskiert einen um 5 Punkte höheren BMI. Dieser Guide zeigt, wie Sie Ihren Kaffeekonsum optimal timen und Kalorienfallen vermeiden. Jetzt kostenlosen Kaffee-Guide anfordern

Der Discounter Aldi Süd spricht sich klar für eine Zuckersteuer auf Softdrinks aus. Ein Positionspapier vom Juni 2026 schlägt eine Abgabe bei den Herstellern vor, mit einer Übergangsfrist von 18 Monaten.

Spannend für Kaffeetrinker: Milchdrinks und pflanzliche Alternativen sind von der Steuer ausgenommen. Genau diese Produkte stecken in vielen modernen Kaffeegetränken. Während Branchenverbände das Modell ablehnen, halten sich Rewe und Edeka bislang bedeckt.

Nachteulen aufgepasst: Später Kaffeegenuss gefährdet den Stoffwechsel

Der Zeitpunkt des Kaffeekonsums spielt eine größere Rolle als gedacht. Eine Studie der neuseeländischen Massey University an 300 Frauen zeigt: Nachteulen haben einen deutlich höheren Body-Mass-Index (BMI) von durchschnittlich 31,4 – gegenüber 26,1 bei Morgentypen.

Abendtypen essen und trinken nach 20 Uhr größere Mengen, aber weniger Ballaststoffe und Vitamine. Die Folge: höhere Blutzucker- und Blutfettwerte. Kalorienreiche Kaffeevarianten belasten den Stoffwechsel besonders in den späten Stunden.

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Negativpreis für Gesundheitsversprechen

Dass übertriebene Gesundheitsversprechen kritisch gesehen werden, zeigt der Goldene Windbeutel 2026. Das Mikronährstoffkonzentrat LaVita erhielt den Negativpreis für irreführende Werbung. Das Produkt besteht zu einem Großteil aus Fruchtsaftkonzentrat. Die Entscheidung unterstreicht die wachsende Skepsis gegenüber hochkonzentrierten Zusätzen in der täglichen Ernährung.

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