USA, Deutschland

Querschnittsgelähmte Deutsche startet Kurztrip ins All

20.12.2025 - 15:19:33

Nach mehreren Verschiebungen sind die beiden mit einer Blue-Origin-Rakete zu einem gerade einmal elf Minuten dauernden Ausflug ins All gestartet. Eine der Deutschen ist querschnittgelähmt.

  • Die «New Shepard»-Rakete des US-Unternehmens Blue Origin startet von Texas aus für einen kurzen Trip ins All. - Foto: Tony Gutierrez/AP/dpa

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  • Ingenieurin Michaela Benthaus und der pensionierte Manager Hans Koenigsmann sind die beiden Deutschen an Bord der Blue-Origin-Rakete. - Foto: Uncredited/Blue Origin/AP/dpa

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Die «New Shepard»-Rakete des US-Unternehmens Blue Origin startet von Texas aus für einen kurzen Trip ins All. - Foto: Tony Gutierrez/AP/dpaIngenieurin Michaela Benthaus und der pensionierte Manager Hans Koenigsmann sind die beiden Deutschen an Bord der Blue-Origin-Rakete. - Foto: Uncredited/Blue Origin/AP/dpa

Zwei Deutsche sind am Samstag mit dem US-Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos zu einem Kurztrip ins All gestartet. Eine Live-Übertragung im Internet zeigte, wie die Rakete «New Shepard NS-37» von Westtexas aus für einen rund elfminütigen Flug abhob.

Es ist der 16. Trip für Bezos' Weltraum-Tourismus-Unternehmen und der erste solche All-Ausflug mit zwei Deutschen an Bord – dem früheren Raumfahrt-Ingenieur Hans Königsmann sowie der im Rollstuhl sitzenden Michaela Benthaus, Ingenieurin bei der europäischen Raumfahrtbehörde Esa. Sie ist der erste Mensch mit Querschnittslähmung im All. Außerdem fliegen vier US-Unternehmer mit «New Shepard».

Kritik an kommerzieller Raumfahrt

Der weitgehend automatisierte Ausflug soll die sechs Teilnehmer auf eine Höhe von rund 100 Kilometern führen, inklusive einer kurzen Phase der Schwerelosigkeit. Der erste Startversuch war am Donnerstag weniger als eine Minute vor dem geplanten Abheben der Rakete abgesagt worden. Es habe «ein Problem mit unseren eingebauten Überprüfungen vor dem Flug» gegeben, hieß es.

Die Blue-Origin-Raketenflüge für zahlungskräftige Kunden stehen vor allem wegen ihres geringen wissenschaftlichen Nutzens, der Wirkung auf Umwelt und Klima sowie des elitären Charakters in der Kritik. Es handle sich um unnötigen Weltraumtourismus für Superreiche, lautet der Vorwurf.

@ dpa.de

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