Muskelkraft, Sterblichkeit

Muskelkraft senkt Sterblichkeit: Studie mit 5.400 Frauen über 8 Jahre

04.06.2026 - 12:28:54 | boerse-global.de

Neue Studien zeigen: Spezifische Ernährung und Krafttraining senken Risiken für Herz und Krebs bei Frauen ab 50.

Muskelkraft senkt Sterblichkeit: Studie mit 5.400 Frauen über 8 Jahre - Bild: über boerse-global.de
Muskelkraft senkt Sterblichkeit: Studie mit 5.400 Frauen über 8 Jahre - Bild: über boerse-global.de

Immer mehr Studien richten den Fokus auf die spezifischen Ernährungsbedürfnisse von Frauen in und nach den Wechseljahren. Neben der richtigen Lebensmittelauswahl geht es vor allem um die Prävention chronischer Erkrankungen.

Alternativen zu Haferflocken: Quinoa, Hirse und Buchweizen

Für Frauen ab 50 Jahren empfehlen Ernährungsexperten zunehmend Alternativen zu klassischen Haferflocken. Quinoa-, Hirse- und Buchweizenflocken bieten in den Wechseljahren ein spezifischeres Nährstoffprofil. Sie sind von Natur aus glutenfrei und liefern wichtige Mineralstoffe.

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Quinoa gilt als Quelle für vollständiges Protein sowie Magnesium und Eisen. Hirseflocken punkten mit hohem Gehalt an Eisen, Magnesium, Antioxidantien und B-Vitaminen. Buchweizen liefert Ballaststoffe, Zink und ebenfalls Magnesium und Eisen. Die Empfehlungen betonen zudem die Bedeutung von Kalzium, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren – sie helfen, den hormonellen Veränderungen zu begegnen.

„Fibremaxxing“: Ballaststoffe für die Darmgesundheit

Ein neuer Trend namens „Fibremaxxing“ unterstreicht die Bedeutung einer hohen Ballaststoffzufuhr. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen: Eine ausreichende Versorgung senkt das Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Darmkrebs. Der Zielwert liegt bei 30 Gramm täglich – der tatsächliche Durchschnitt in der Schweiz beträgt jedoch nur etwa 20 Gramm.

Experten der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) raten, die Ballaststoffmenge schrittweise zu erhöhen und ausreichend zu trinken. Bis zu 30 verschiedene Pflanzen pro Woche fördern zudem die Diversität der Darmbakterien. Das gewinnt an Bedeutung: Die Zahl der Darmkrebsfälle bei Menschen unter 50 Jahren steigt seit Jahrzehnten kontinuierlich.

Herzrisiken und die unterschätzte Muskelkraft

Hormonelle Veränderungen wirken sich direkt auf die Herzgesundheit aus. Eine US-Studie zeigt: Frauen mit vorzeitiger Menopause vor dem 40. Lebensjahr haben ein um etwa 40 Prozent erhöhtes Risiko für Herzinfarkte oder tödliche Herzerkrankungen. Östrogene schützen die Gefäße und regulieren den Cholesterinspiegel – je früher das Bewusstsein dafür, desto besser die Prävention.

Eine Studie im Fachmagazin JAMA Network Open unterstreicht zudem die Bedeutung körperlicher Robustheit im Alter. Forscher beobachteten über 5.400 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren über mehr als acht Jahre. Ergebnis: Eine höhere Muskelkraft – gemessen an der Handgriffkraft – korreliert mit einer signifikant geringeren Sterblichkeit. Eine Steigerung der Kraft um eine Standardabweichung senkte das Sterberisiko um etwa 12 Prozent, unabhängig vom allgemeinen Aktivitätsniveau. Fachleute empfehlen gezieltes Krafttraining mindestens zweimal pro Woche.

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Übergewicht und Krebsprävention: Neue Ansätze

Aktuelle Daten des Mikrozensus 2025 zeigen eine besorgniserregende Entwicklung in Deutschland. 53,4 Prozent der Erwachsenen sind übergewichtig – bei Männern liegt der Anteil mit 62,6 Prozent deutlich höher als bei Frauen mit 43,8 Prozent. Das höchste Durchschnittsgewicht findet sich in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen mit über 81 Kilogramm.

Studien der University of Pennsylvania liefern neue Ansätze zur Krebsprävention bei Frauen. Bei über 110.000 Frauen mit einem Body-Mass-Index über 25 war die Anwendung bestimmter GLP-1-Medikamente mit einer um bis zu 35 Prozent niedrigeren Brustkrebsinzidenz assoziiert. Forscher vermuten: Der durch die Medikamente induzierte Gewichtsverlust senkt den Östrogenspiegel, was wiederum das Krebsrisiko beeinflussen könnte. Ein kausaler Zusammenhang muss jedoch in weiteren klinischen Studien erst noch belegt werden.

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