Muskelaufbau: Zwei neue Wirkstoffe zeigen Erfolg in Phase-2-Studien
18.06.2026 - 07:40:30 | boerse-global.de
Neben klassischen Trainingsmethoden gewinnen technologische Ansätze wie die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) sowie neue medikamentöse Therapien an Bedeutung. Aktuelle Studien geben Aufschluss über die Wirksamkeit dieser Verfahren.
TENS: 20 bis 30 Minuten pro Muskelgruppe nach dem Training
Die transkutane elektrische Nervenstimulation wird vermehrt zur Regeneration nach intensiven Krafttrainingseinheiten eingesetzt. Branchenberichten zufolge soll das Verfahren die Erholungsphasen verkürzen und Muskelkater lindern. Fachleute empfehlen eine Anwendungsdauer von 20 bis 30 Minuten pro Muskelgruppe unmittelbar nach dem Training.
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Dabei kommen niedrige Frequenzen zwischen 2 und 10 Hertz zum Einsatz. Wichtig: TENS ersetzt kein aktives Krafttraining, sondern dient als ergänzende Maßnahme. Ausgeschlossen ist die Nutzung bei Herzschrittmachern, Epilepsie oder offenen Hautwunden im Behandlungsbereich.
Klinische Studien: Zwei neue Wirkstoffe in der Erprobung
Das Unternehmen Istesso hat Mitte Juni 2026 die Dosierung in einer Phase-2-Studie gestartet. Untersucht wird der Wirkstoff Leramistat bei Patienten mit Sarkopenie infolge einer rheumatoiden Arthritis. Die randomisierte, doppelblinde Studie soll Erkenntnisse zur Muskelqualität, Regeneration und Funktion des Bewegungsapparates liefern. Die IP Group hält eine Mehrheitsbeteiligung von 56,5 Prozent an Istesso.
Ebenfalls im Juni präsentierte NMD Pharma Ergebnisse einer Phase-2a-Studie zum Wirkstoff Ignaseclant. Getestet wurde das Präparat bei der Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung (CMT) an 81 Patienten. Die Untersuchung zeigte konsistente Verbesserungen der Handgriffstärke nach 21 und 28 Tagen Behandlung. Die Effekte waren noch sieben Tage nach dem Ende der Verabreichung nachweisbar – bei guter Verträglichkeit.
Ernährung und Entspannung: Die unterschätzten Bausteine
Für sichtbare Erfolge beim Muskelaufbau spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle. Fitnessexperten empfehlen eine tägliche Proteinzufuhr von 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sowie einen reduzierten Körperfettanteil. Besonders für Frauen ab 50 Jahren ist Krafttraining aufgrund sinkender Östrogenspiegel von hoher Relevanz.
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Die psychische Komponente der Erholung gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Metaanalysen aus den Jahren 2024 und 2025 belegen die Wirksamkeit der Progressiven Muskelentspannung (PMR). Eine Untersuchung an über 2.000 Patienten zeigte: Die Methode reduziert nicht nur Spannungen im Körper, sondern verbessert auch die Schlafqualität signifikant. Das Prinzip basiert auf einem gezielten Wechsel zwischen fünf bis zehn Sekunden Anspannung und 20 Sekunden Entspannung einzelner Muskelgruppen – und fördert so indirekt die physische Regeneration.
