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Mind Robotics: Rivian-Chef gründet Robotik-Startup mit Milliarde

13.06.2026 - 19:30:38 | boerse-global.de

Rivian-CEO Scaringe launcht mit Mind Robotics ein neues Industrierobotik-Unternehmen. Der Autobauer wird erster Kunde des mit Milliarden finanzierten Start-ups.

Rivian-Chef Scaringe gründet Robotik-Start-up Mind Robotics
Mind - A sleek, modern humanoid robot with a subtle Rivian design aesthetic stands in a high-tech factory alongside a blurred human worker. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

RJ Scaringe, CEO des Elektroautoherstellers Rivian, hat ein neues Unternehmen für Industrierobotik aus der Taufe gehoben. Die Firma Mind Robotics sammelte bereits über eine Milliarde Euro ein – und Rivian selbst wird der erste Kunde sein.

Strategischer Neuanfang abseits der Autobranche

Mind Robotics wurde 2025 gegründet und bleibt rechtlich unabhängig von Rivian. Dennoch hält der Autobauer einen signifikanten Anteil an dem Start-up. Scaringe betont, dass das Unternehmen eigenständig agieren soll – ein bewusster Bruch mit der Strategie vieler Wettbewerber, die Robotik-Entwicklung direkt in ihre Autosparten integrieren.

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Der Rivian-Chef sieht im Industriesektor ein riesiges Potenzial. Das Marktvolumen könnte sich nach seinen Einschätzungen auf Billionen Euro belaufen. Das erste Produkt von Mind Robotics soll bereits in weniger als einem Jahr auf den Markt kommen.

Roboter als Kollegen, nicht als Ersatz

Die technische Ausrichtung des neuen Unternehmens setzt auf kollaborative Systeme. Die Roboter sind darauf ausgelegt, Seite an Seite mit Menschen zu arbeiten – nicht sie zu ersetzen. Diese Philosophie unterscheidet Mind Robotics von anderen Anbietern, die verstärkt auf vollautonome Lösungen setzen.

Scaringe führt parallel weiterhin Rivian. Der Autobauer lieferte erst am 12. Juni 2026 die ersten Exemplare seines neuen Modells R2 aus. Bereits 2025 hatte Rivian mit 144 Millionen Euro seinen ersten Bruttogewinn erzielt.

Rekordinvestitionen in die Robotik-Branche

Die Gründung von Mind Robotics fällt in eine Phase massiver Kapitalspritzen für die gesamte Branche. Gleich mehrere Großinvestitionen wurden in den vergangenen Tagen bekannt:

  • NEURA Robotics: Das deutsche Start-up aus Metzingen schloss Mitte Juni 2026 eine Series-C-Finanzierungsrunde über umgerechnet bis zu 1,4 Milliarden Euro ab. Zu den Investoren zählen Nvidia, Amazon, Qualcomm und Bosch. Das Unternehmen wird auf rund sieben Milliarden Euro geschätzt und meldet einen Auftragsbestand von über einer Milliarde Euro. Bis 2030 will NEURA Millionen von Robotern ausliefern.

  • Theker: Das in Barcelona ansässige Start-up sicherte sich diese Woche 85 Millionen Euro in einer der größten europäischen Series-A-Runden im Robotik-Sektor. Unterstützt wird Theker unter anderem von Samsung und der Investmenttochter des Luxusgüterkonzerns LVMH. Das Unternehmen entwickelt modulare Lagerroboter mit austauschbaren Komponenten.

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Globale Konkurrenz und technische Hürden

Der Investitionsboom spiegelt optimistische Marktprognosen wider. Analysten von Morgan Stanley rechnen damit, dass der globale Robotikmarkt bis 2050 auf fünf Billionen Euro anwachsen könnte.

Doch die Branche steht vor gewaltigen Herausforderungen. China produziert aktuell 90 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit und gibt etwa 42 Prozent mehr für Robotik aus als die USA. Experten warnen zudem vor erheblichen technischen Hindernissen. Zwar will etwa Tesla bis Ende 2027 mit dem Verkauf beginnen, doch Forscher sehen weiterhin Probleme bei Kosten, Akkulaufzeit und Sicherheit. Einige Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe physische Geschicklichkeit bei Robotern frühestens Mitte der 2030er Jahre erreicht sein wird.

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