MIND-Diät: Neue Studie belegt 35% weniger Demenzrisiko
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 06:07 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Muskelmasse sinkt, der Stoffwechsel wird langsamer. Wer jetzt gegensteuert, kann Krankheiten vorbeugen. Das sagt Monika Bischoff vom Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention in München.
MIND-Diät senkt Demenzrisiko um 35 Prozent
Die richtige Ernährung schützt das Gehirn. Eine 15-Jahres-Studie der Universität Ljubljana mit über 1.800 Teilnehmern ab 60 zeigt: Die MIND-Diät senkt das Demenzrisiko um bis zu 35 Prozent. Veröffentlicht wurde die Studie im Juli 2026 in JAMA Network Open.
Anti-entzündliche Ernährung reduziert das Risiko zusätzlich um 21 bis 29 Prozent. Und es gibt einen weiteren Fortschritt: Seit Frühjahr 2026 sind in der EU pTau217-Bluttests verfügbar. Sie erkennen Alzheimer mit über 90 Prozent Genauigkeit. Die Kosten: 100 bis 150 Euro.
Abnehmen ab 40: Langsam ist nachhaltig
Der natürliche Muskelabbau erschwert die Gewichtsabnahme. Die Lösung: ausreichend Eiweiß plus zwei- bis dreimal Krafttraining pro Woche. Nachhaltig ist eine Gewichtsreduktion von 0,3 bis 0,5 Kilogramm pro Woche.
Eine norwegische Studie widerlegt den Mythos vom Jo-Jo-Effekt bei schnellem Gewichtsverlust. Vorgestellt im Mai 2026 auf dem Europäischen Kongress für Adipositas. 284 Erwachsene nahmen teil. Die Gruppe mit unter 1.000 Kilokalorien täglich verlor nach zwölf Monaten 14,4 Prozent Gewicht. Die Vergleichsgruppe: 10,5 Prozent.
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GLP-1: Das Sättigungshormon natürlich stimulieren
Das körpereigene Sättigungshormon GLP-1 rückt in den Fokus. Medikamente wie GLP-1-Agonisten senken Studien zufolge das Alzheimer-Risiko um 33 Prozent. Doch auch fermentierte Lebensmittel helfen: Kimchi, Kefir oder Joghurt regen die endogene GLP-1-Ausschüttung an.
3.000 Schritte täglich schützen das Gehirn
Bewegung ist der zweite Schlüssel. Die Stanford University zeigt: Bereits 3.000 Schritte täglich verlangsamen die Ablagerung von Tau-Proteinen im Gehirn. Bei 5.000 bis 7.500 Schritten verstärkt sich der Effekt. Aerobes Training von zweieinhalb Stunden pro Woche steigert die kognitive Leistung um rund 30 Prozent.
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Vitamin K und Ballaststoffe: Die unterschätzten Nährstoffe
Vitamin K1 aus Grünkohl oder Spinat ist wichtig für die Blutgerinnung. Vitamin K2 aus Natto oder Leber unterstützt die Knochengesundheit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 60 bis 80 Mikrogramm täglich – plus mindestens 30 Gramm Ballaststoffe.
Besonders „Nachteulen“ sollten aufpassen: Eine Studie der Massey University aus 2026 zeigt, dass dieser Chronotyp weniger Ballaststoffe isst und einen höheren Body-Mass-Index hat.
Gesundheitswesen stellt sich neu auf
Ab 2028 gibt es in Deutschland ein bundesweites Pflicht-Screening auf Mangelernährung bei Krankenhausaufnahmen. Der Hintergrund: Laut einer Metaanalyse haben rund 45 Prozent der Typ-2-Diabetiker Defizite bei Vitamin D, Magnesium oder Eisen.
Ebenfalls für 2028 geplant: eine Zuckersteuer. Sie soll bis zu 170 Millionen Euro jährlich im Gesundheitssystem einsparen. Das Universitätsklinikum Leipzig wurde im Juli 2026 als ernährungsmedizinische Schwerpunktabteilung zertifiziert – ein Zeichen für den wachsenden Stellenwert der klinischen Ernährungsmedizin.
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