Migräne-Behandlung: Akupressur-Armband lindert Übelkeit in 28 Min
10.06.2026 - 00:30:29 | boerse-global.de
Insbesondere bei Schwindel, Migräne und stressbedingten Symptomen diskutieren Mediziner die traditionellen Techniken der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als ergänzende Maßnahme.
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Die richtigen Punkte bei Schwindel
Spezifische Druckpunkte können Schwindelgefühle lindern. Fachleute empfehlen die Stimulation des Punktes „Du Mai 20“ auf dem Scheitelpunkt – etwa 60 bis 90 Sekunden halten. Ein weiterer zentraler Punkt ist „Perikard 6“ (PC-6 oder Neiguan) an der Innenseite des Handgelenks.
Diese Techniken gewinnen vor dem Hintergrund saisonaler Belastungen an Bedeutung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) warnt: Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen können Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sein. Die Statistik untermauert das Risiko: Im Sommer 2025 registrierte Österreich rund 69.200 Freizeitunfälle – Hitze und Konzentrationsschwäche gelten als wesentliche Risikofaktoren.
Fünf Punkte gegen Migräne
Bei Migräneattacken nennen aktuelle Fachberichte fünf primäre Akupressurpunkte:
- Hegu (LI-4): Zwischen Daumen und Zeigefinger
- Neiguan (PC-6): Am inneren Handgelenk gegen Begleitübelkeit
- Tai Yang: An den Schläfen
- Fengchi (GB-20): Im Nackenbereich
- Taichong (LIV-3): Am Fußrücken
Wissenschaftliche Untersuchungen stützen die Wirksamkeit des P6-Punkts gegen Übelkeit. Eine Studie der Berolina Klinik aus dem Jahr 2013 untersuchte 41 Patienten mit hoher Migränefrequenz. Ergebnis: Ein Akupressur-Armband am P6-Punkt linderte die Übelkeit innerhalb von durchschnittlich 28 Minuten. Rund 83 Prozent der Teilnehmer berichteten von einer positiven Wirkung.
Keine Wundermethode
Trotz der beobachteten Effekte betonen Mediziner: Akupressur ist eine rein komplementäre Maßnahme. Fachleute der Universität Indonesien wiesen darauf hin, dass die wissenschaftliche Beleglage für eine Heilung schwerwiegender Krankheiten allein durch Fingermassagen unzureichend sei. Die Methode diene primär der Schmerzlinderung und mentalen Beruhigung.
Neurologen warnen zudem vor viralen Gesundheitstrends – etwa Klammern an den Augenbrauen gegen Migräne. Solche Verfahren können Nerven stimulieren, bergen aber ein erhebliches Verletzungsrisiko. Bei Symptomen wie Sehstörungen, Sprachschwierigkeiten oder Bewusstlosigkeit raten Fachärzte: sofort den Rettungsdienst rufen.
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Technologie trifft Tradition
Parallel zu den manuellen Techniken entwickeln Forscher technologische Ansätze. In Duisburg startete im Juni 2026 eine Probandensuche für ein Biofeedback-Schwindeltraining. Entwickelt in Kooperation mit der Universität Duisburg und dem Fraunhofer-Institut, soll es die Koordination durch sensorgestützte Trainingseinheiten verbessern.
Ein weiteres Phänomen rückt in den Fokus: die sogenannte „Leisure Sickness“. Wer unmittelbar zu Beginn von Erholungsphasen erkrankt, leidet unter dem abrupten Abfall von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol. Experten empfehlen einen sanfteren Übergang in die Urlaubsphase.
Forscher der Harvard Medical School lieferten zudem neue Erkenntnisse zur biologischen Alterung. Durch die Analyse von über 11.000 Transkriptomen entwickelten sie eine universelle „Gen-Uhr“. Sie soll das biologische Alter und die Effekte von Therapien präziser messbar machen – und könnte langfristig helfen, die Auswirkungen von chronischem Stress besser zu verstehen.
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