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Microsoft Edge 150: 22 Sicherheitslücken geschlossen

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 14:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft Edge schließt mit Version 150.0.4078.83 insgesamt 22 Sicherheitslücken. Das Update behebt zudem Probleme eines zurückgezogenen Vorgänger-Builds.

Microsoft Edge 150.0.4078.83: Dringendes Update schließt 22 Lücken
Microsoft Edge-Browser-Logo mit Binärcode, symbolisiert Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates für Desktop-Nutzer. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat ein dringendes Sicherheitsupdate für seinen Edge-Browser veröffentlicht. Die neue Version schließt fast zwei Dutzend Schwachstellen.

Der Update-Zug rollt: Seit dem 18. Juli 2026 steht Microsoft Edge in der Version 150.0.4078.83 für Windows, macOS und Linux bereit. Das Update ersetzt eine zuvor ausgerollte, aber wieder zurückgezogene Version und ist Teil einer groß angelegten Sicherheitsoffensive des Konzerns.

Chromium-Basis und V8-Engine aktualisiert

Die neue Edge-Version basiert auf Chromium 150.0.7871.129 und behebt insgesamt 22 Sicherheitslücken. Diese stammen aus zwei aktuellen Google-Chrome-Updates. Auch die JavaScript-Engine V8 wurde aktualisiert – von Version 15.0.23.7 auf 15.0.23.10.

Die Vorgängerversion 150.0.4078.80 war zuvor zurückgezogen worden. Branchenbeobachter vermuten, dass interne Tests Probleme offenbarten, die nun mit dem aktuellen Build behoben wurden.

Das Update reiht sich ein in den Patch-Tuesday-Zyklus vom Juli 2026, der insgesamt 722 Schwachstellen in verschiedenen Microsoft-Produkten adressierte. Darunter befanden sich mehrere hundert Fehler, die aus der Chromium-Codebasis stammen.

Windows-11-Probleme: Hitze und Akkuprobleme bei Dell-Geräten

Während der Browser geflickt wird, kämpft Microsoft an anderen Fronten. Das Unternehmen hat das Update KB5101650 für bestimmte Dell-Systeme mit Intel-IPF-Treibern gestoppt. Grund sind Berichte über Überhitzung, Leistungseinbußen und starken Akkuverschleiß – ausgelöst durch einen neuen USB-C-Verbindungsmanager.

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Secure-Boot-Zertifikate: Neue Richtlinien für Unternehmen

Am 15. Juli 2026 fanden Gespräche zwischen Microsoft und Hardwareherstellern über den Ablauf von Secure-Boot-Zertifikaten statt. Die gute Nachricht für Administratoren: Offline-Geräte erhalten beim nächsten Verbindungsaufbau automatisch aktualisierte 2023er-Zertifikate. Microsoft hat zudem neue PowerShell-Skripte veröffentlicht, mit denen IT-Verantwortliche den Zertifikatsstatus überwachen können. Probleme mit der BitLocker-Wiederherstellung seien nicht zu erwarten.

KI-Offensive: Project Perception startet noch im Juli

Über die reine Fehlerbehebung hinaus rüstet Microsoft für die Zukunft. Noch im Juli 2026 soll Project Perception starten – eine KI-gestützte Cybersicherheitsplattform unter der Leitung von Hayete Gallot. Die Plattform setzt auf Modelle von Microsoft, OpenAI und Anthropic.

Wettbewerbsaufsicht zeigt Wirkung

Unabhängige Forscher beobachten weiterhin Microsofts Praktiken zur Förderung des Edge-Browsers. Ein aktueller Bericht mit dem Titel „Over The Edge 2.0" dokumentiert verschiedene Methoden, mit denen der Konzern Edge auf Windows-Systemen bewerben soll. Allerdings zeigen Regulierungen wie der Digital Markets Act in der EU erste Erfolge: Bestimmte aggressive Lenkungsmuster seien inzwischen seltener geworden.

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WinGet und Office-Connectivity

In weiteren administrativen Neuerungen: Microsoft hat ein Zertifikatsproblem behoben, das Mitte Juni 2026 den Dienst connectivity.office.com betroffen hatte. Zudem wurde der Windows Package Manager (WinGet) in Version 1.29.280 auf den Stable-Kanal gehoben. Das Update behebt einen spezifischen Absturzfehler aus früheren Builds.

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