Chrome-Update: Google schließt 3 kritische Sicherheitslücken sofort
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 14:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Dringendes Update: Google hat sieben Sicherheitslücken in Chrome geschlossen, drei davon als kritisch eingestuft. Nutzer sollten ihren Browser sofort aktualisieren.
Der Suchmaschinenriese veröffentlichte den Patch am 17. Juli 2026 für Windows, Mac, Linux und Android. Die aktualisierte Version 150.0.7871.128/.129 für Desktop-Systeme schließt mehrere Use-After-Free-Schwachstellen – eine besonders gefährliche Angriffsklasse, bei der Angreifer bereits freigegebenen Speicher manipulieren können.
Kritische Schwachstellen im Detail
Im Fokus des Updates stehen drei als kritisch eingestufte Sicherheitslücken: CVE-2026-15899 in der Kameraerfassung, CVE-2026-15900 in der GPU sowie CVE-2026-15901 in der Netzwerkkomponente. Alle drei Fehler ermöglichen potenziell die Ausführung von Schadcode aus der Ferne.
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Darüber hinaus schließt der Patch vier weitere Schwachstellen mit hohem Risiko, die in den Komponenten Cast, V8, Ozone und Aura aufgetreten sind. Sicherheitsforscher von OpenAI Codex Security entdeckten eine dieser Lücken in der V8-JavaScript-Engine. Bereits am 15. Juli hatte Google 15 weitere Sicherheitslücken geschlossen.
Angespannte Sicherheitslage in der Branche
Der Chrome-Patch kommt zu einer Zeit erhöhter Sicherheitsaktivität. Microsofts Juli-Patchday adressierte beeindruckende 722 Schwachstellen – darunter zwei aktiv ausgenutzte Lücken in SharePoint und ADFS. Anfang der Woche sorgte zudem eine Sicherheitslücke in Shark-Staubsaugrobotern für Aufsehen, die über eine ungepatchte Cloud-Richtlinie sensible Daten wie WLAN-Passwörter offenlegt.
Auch die Konkurrenz reagiert: Mozilla stellt ab September 2026 auf einen zweiwöchigen Release-Zyklus um. Firefox 153 erscheint am 21. Juli 2026 und soll unter anderem PDF-Zusammenführung und JPEG-XL-Unterstützung bieten.
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Neue Funktionen und Regularien
Neben Sicherheitspatches erweitert Google sein Ökosystem: In den USA startete am 18. Juli 2026 der Search AI Mode mit Drittanbieter-Integration. Nutzer können über Canva Designs erstellen oder über Instacart Einkaufslisten generieren – Transaktionen bleiben aber manuell bestätigungspflichtig.
Parallel dazu zeichnen sich neue digitale Berichtsstandards ab: Am 17. und 18. Juli 2026 veröffentlichte die EU Konzeptregelungen zur Lohntransparenz. Unternehmen müssen künftig strukturiertere Daten melden, um die geschlechtsspezifische Entgeltlücke zu schließen. In den Niederlanden tritt zudem am 31. Dezember 2026 ein Gesetz zur Beschäftigungsstatus-Regelung auf Basis von Stundensätzen in Kraft.
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