Microsoft Copilot: Login ab sofort Pflicht in der App
07.06.2026 - 21:09:09 | boerse-global.de
Ab dem 7. Juni 2026 ist für die Microsoft-Copilot-App aus dem Store ein Login Pflicht. Der Gastzugang fällt weg.
Der Schritt betrifft die über den Microsoft Store installierte Version des KI-Assistenten. Bislang konnten Nutzer die App auch ohne Konto als Gast verwenden – das ist ab sofort Geschichte. Auf Nachfragen aus der Community, ob diese Entscheidung rückgängig gemacht werde, verweisen technische Moderatoren auf die Webversion des Dienstes.
Webversion als Ausweg – aber mit Einschränkungen
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Die Website copilot.microsoft.com erlaubt weiterhin die Nutzung ohne Anmeldung. Allerdings bietet sie einen deutlich kleineren Funktionsumfang als die vollwertige App. Der Schritt ist Teil eines branchenweiten Trends: Immer mehr KI-Dienste setzen auf authentifizierte Nutzung und strengere Datenkontrolle.
Neue autonome KI-Agenten vorgestellt
Parallel zu den Zugangsänderungen erweitert Microsoft sein KI-Portfolio. Auf der jüngsten Build-Konferenz präsentierte der Konzern eine neue Kategorie autonomer KI-Agenten namens Autopilots. Der erste Vertreter, Scout, ist als experimentelle Vorschau über das Microsoft-Frontier-Programm verfügbar.
Scout arbeitet eigenständig über Dateien, Webbrowser und Microsoft-365-Anwendungen hinweg – darunter Outlook, OneDrive, SharePoint und Teams. Anders als klassische Chat-Assistenten besitzt Scout einen „Herzschlag-Modus", der ihm unabhängiges Handeln erlaubt. Für sensible Aktionen ist jedoch weiterhin eine explizite Freigabe nötig. Der Zugang ist derzeit auf Organisationen im Frontier-Programm beschränkt und erfordert Intune-Verwaltung sowie eine aktive GitHub-Copilot-Lizenz.
NHS setzt auf KI: 43 Minuten Zeitersparnis pro Tag
Die Integration von KI-Tools gewinnt auch im öffentlichen Sektor an Fahrt. Der britische Gesundheitsdienst NHS England rollt Microsoft 365 Copilot für 505.000 Ärzte und Verwaltungsmitarbeiter aus. Eine zwölfmonatige Einführungsstrategie sieht vor, dass die ersten 200.000 Nutzer innerhalb eines halben Jahres aktiv sein sollen.
Der Großauslieferung ging eine Studie mit 30.000 NHS-Beschäftigten voraus. Ergebnis: Die KI-Tools sparen im Schnitt 43 Minuten pro Tag und Nutzer – umgerechnet etwa fünf Wochen Arbeitszeit pro Jahr.
Sicherheitslage: Miasma-Wurm und neue Schutzmaßnahmen
Die strengeren Zugangsregeln kommen nicht von ungefähr. Am 5. Juni 2026 traf ein Supply-Chain-Angriff namens „Miasma" 73 GitHub-Repositories von Microsoft. Die Angreifer nutzten kompromittierte Zugangsdaten, um Schadcode einzuschleusen, der Daten aus KI-Entwicklungsumgebungen abgreifen sollte. GitHub deaktivierte die betroffenen Repositories innerhalb von 105 Sekunden – der Vorfall zeigt jedoch die anhaltenden Risiken.
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Als Reaktion führte OpenAI am 6. und 7. Juni neue Schutzfunktionen ein: einen Lockdown-Modus gegen Datenabfluss und eine erweiterte Kontosicherheit, die Passwörter durch physische Sicherheitsschlüssel ersetzt.
Windows-11-Update in Sicht
Am 9. Juni 2026 rollt Microsoft das Juni-Update für Windows 11 aus. Es bringt unter anderem einen Leistungsmonitor für NPUs (Neurale Prozessoreinheiten) im Task-Manager, eine gemeinsame Audio-Funktion für zwei Kopfhörer an einem Gerät sowie Verbesserungen bei Windows Hello und der Akkuverwaltung. Gleichzeitig stellt Microsoft die Edge-Collections-Funktion ein – der Fokus verschiebt sich hin zu KI-integrierten Erlebnissen.
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