Microsoft 365: Massiver Ausfall legt Outlook und Teams lahm
28.05.2026 - 19:12:20 | boerse-global.deNutzer berichten noch immer von Performance-Problemen.
Störung legt Kern-Dienste lahm
Am 27. Mai 2026 erlebte Microsoft einen der größten Ausfälle seiner jüngeren Geschichte. Rund 16.000 Störungsmeldungen gingen gegen 21:00 Uhr MEZ ein, als Outlook und Teams plötzlich nicht mehr erreichbar waren. Die Ingenieure des Konzerns konnten die Infrastruktur durch eine Neuverteilung des Datenverkehrs bis 22:14 Uhr stabilisieren. Die genaue Ursache des Ausfalls blieb zunächst offen.
Doch die Probleme sind damit nicht vorbei. Am heutigen Donnerstag melden zahlreiche Anwender, dass Outlook 365 beim Öffnen von E-Mails oder Ordnern einfriert. Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern, Integrationen von Skype und Lync zu deaktivieren, bestimmte Add-ins zu entfernen und den „Classic Outlook Advanced Diagnostics Troubleshooter" auszuführen.
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Sicherheits-Alarm: Notfall-Patch und neue Phishing-Welle
Bereits am 22. Mai hatte Microsoft einen dringenden Sicherheits-Patch veröffentlicht. Die Schwachstelle CVE-2026-41091 betrifft Exchange Server 2016 und 2019 sowie Exchange Online. Mit einem CVSS-Wert von 9,8 gilt sie als extrem kritisch – Angreifer können ohne Authentifizierung Code ausführen. Die US-Sicherheitsbehörde CISA hat die Lücke in ihren Katalog bekannter Sicherheitslücken aufgenommen.
Noch gefährlicher: Das FBI warnt vor einer neuen Phishing-Methode namens „Kali365". Das Toolkit umgeht die Zwei-Faktor-Authentifizierung, indem es Zugriffstoken stiehlt. Die Masche ist perfide: Opfer erhalten einen legitimen Gerätecode und werden auf die echte Microsoft-Login-Seite geleitet. Geben sie den Code ein, haben Angreifer dauerhaften Zugriff auf Outlook, Teams und OneDrive.
Forscher warnen vor Datenklau per Add-in
Sicherheitsforscher haben zudem eine Schwachstelle in Outlook-Add-ins entdeckt. Diese Erweiterungen können für stillen Datendiebstahl missbraucht werden. Die Angreifer nutzen dabei Lücken in der Protokollierung von Outlook Web Access aus – Standard-Überwachungstools erkennen die unerlaubten Datenabflüsse nicht.
Neue Funktionen am Horizont
Trotz der aktuellen Turbulenzen plant Microsoft neue Funktionen. Für August 2026 ist die „All Accounts View" für Outlook auf Windows und im Web angekündigt. Die einheitliche Ansicht erlaubt die Verwaltung mehrerer E-Mail-Konten in einer Oberfläche. Allerdings mit Einschränkungen: Die Suchfunktion bleibt auf das Hauptkonto beschränkt, und die Unterstützung für freigegebene Postfächer kommt erst später. Microsofts KI-Assistent Copilot soll von Beginn an integriert sein.
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Performance-Tipps für Mac-Nutzer
Für Outlook auf dem Mac gibt es eine klare Grenze: OLM-Dateien über 10 bis 15 Gigabyte führen zu massiven Performance-Einbußen, Abstürzen und Synchronisationsfehlern. Experten empfehlen, Anhänge konsequent zu archivieren und spezielle Konvertierungstools für große Datenmengen zu nutzen.
Wer Outlook gar nicht erst starten kann, sollte beschädigte Navigationsbereiche, defekte PST- oder OST-Dateien sowie Konflikte mit Drittanbieter-Software prüfen. Microsoft rät zur Erstellung neuer Benutzerprofile und zum Einsatz des Reparatur-Tools scanpst.exe.
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