Mentale Fitness: Nur 40% der Amerikaner trauen Trump zu
26.05.2026 - 04:30:29 | boerse-global.deEs ist der dritte bekannte Klinikbesuch innerhalb von 13 Monaten. Zeitgleich zeigt eine neue Umfrage: Nur noch 40 Prozent der Amerikaner glauben an seine mentale Fitness.
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Häufung der Arztbesuche und sichtbare Symptome
Der Termin umfasste laut offiziellen Angaben einen allgemeinen Check-up sowie eine zahnärztliche Kontrolle. Bereits im April und Oktober 2025 war Trump im Militärkrankenhaus. Mediziner und politische Beobachter fragen sich zunehmend, was wirklich hinter den verschlossenen Türen passiert.
Bei öffentlichen Auftritten fielen zuletzt Blutergüsse und rote Flecken auf Trumps Haut auf. Auch geschwollene Beine und Hautverfärbungen waren zu sehen. Bereits im Juli 2025 diagnostizierten Ärzte eine chronische Veneninsuffizienz. Das Weiße Haus reagiert mit einer restriktiven Informationspolitik – eine schriftliche Stellungnahme zu den Ergebnissen soll folgen. Kritische Medien werden mit einer sogenannten „Mauer der Schande“ attackiert.
Experten alarmiert über Trumps Umgang mit Demenz-Tests
Der Notarzt Dr. Rob Davidson vom Committee to Protect Healthcare schlug am Montag Alarm. Trump prahle immer wieder mit seinen Ergebnissen beim Montreal Cognitive Assessment (MoCA). Das Problem: Dieser Test wird nicht bei gesunden Erwachsenen eingesetzt, sondern gezielt bei Verdacht auf geistigen Abbau. „Die Häufigkeit, mit der der Präsident diesen Test thematisiert, deutet darauf hin, dass seine medizinischen Berater einen Anlass dafür sahen“, so Davidson.
Auch der Psychologe John Gartner wird deutlich: Er beobachtet Größenwahn und rhetorische Tiraden. „Patienten mit ähnlichen Symptomen werden in Pflegeeinrichtungen mit Antipsychotika behandelt“, sagte Gartner am Montag. Trump selbst hatte erwähnt, dass sein Vater mit Mitte 80 an Alzheimer erkrankte – das befeuert die Diskussion über eine mögliche genetische Veranlagung.
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Umfragewerte im freien Fall
Die Skepsis der Experten spiegelt sich in der Bevölkerung wider. Eine Umfrage von Washington Post, ABC und Ipsos vom April zeigt: Nur 40 Prozent trauen Trump noch mentale Fitness zu – ein Minus von sieben Prozentpunkten seit September 2025. Bei der körperlichen Eignung sind es 44 Prozent, zehn Punkte weniger als zuvor.
Besonders deutlich wird die Ablehnung in Utah. Eine Erhebung des Hinckley Institute of Politics vom Mai ergab: 50 Prozent der dortigen Wähler lehnen Trumps Amtsführung ab. Hauptkritikpunkt: sein Umgang mit dem Iran-Konflikt.
Das Misstrauen trifft auf ein Umfeld historisch niedriger Institutionenvertrauens. Laut einer Gallup-Untersuchung vom Montag vertrauen nur noch 28 Prozent der US-Bürger den Medien. Bei den Republikanern sind es gerade einmal acht Prozent.
Politische Kehrtwenden unter Druck
Trotz der Gesundheitsdebatte treibt Trump seine Agenda voran – mit überraschenden Wendungen. Am Sonntag stoppte er eine Verordnung zur Sicherheitsprüfung neuer KI-Modelle. Er folgte damit dem Rat des Tech-Investors David Sacks, der vor Wettbewerbsnachteilen gegenüber China warnte. Die CEOs von Meta, OpenAI und Anthropic sagten daraufhin ein geplantes Treffen mit dem Präsidenten ab.
Auch in der Außenpolitik gibt es Bewegung. Am Montag stellte Trump erstmals ein Moratorium für einen befristeten Atomdeal mit dem Iran in Aussicht. Ein Zeitraum von 20 Jahren sei ausreichend – eine Abkehr von seiner bisherigen strikten Ablehnung jeder Urananreicherung im Iran. Das Land verfügt laut US-Angaben bereits über 440 Kilogramm hochangereichertes Uran.
Internationale Kritik wird lauter
Der Philosoph Peter Sloterdijk beschreibt Trump in seinem 2026 erschienenen Werk als einen Akteur, dem es an fundamentaler Bildung fehle. Seine Unberechenbarkeit in Kombination mit globalen Krisenherden sei eine Gefahr für die internationale Stabilität. Im Vergleich dazu sei Wladimir Putin aufgrund seiner langfristigen strategischen Pläne die kalkulierbarere – wenn auch gefährlichere – Figur.
Ausblick
Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Weiße Haus dem wachsenden Druck nach Transparenz nachgibt. Mit Trumps 80. Geburtstag im kommenden Jahr dürfte die Das Gebatte über seine Eignung für das höchste Staatsamt weiter eskalieren. Die Diskrepanz zwischen seiner Selbstdarstellung als kognitiv überlegen und den Beobachtungen der Experten bietet erheblichen politischen Zündstoff. Die Kombination aus gesundheitlichen Warnsignalen und sinkenden Zustimmungswerten stellt die Handlungsfähigkeit der Administration vor eine Belastungsprobe.
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