Menopause, Krafttraining

Menopause: Krafttraining und Eiweiß beugen Muskelschwund vor

08.06.2026 - 08:31:25 | boerse-global.de

Krafttraining und erhöhte Proteinzufuhr sind laut Experten die wirksamsten Maßnahmen gegen Muskel- und Knochenschwund in den Wechseljahren.

Menopause: Krafttraining und Proteine gegen Muskelabbau
Menopause - Eine entschlossene Frau mittleren Alters führt einen Kreuzheben mit Gewichten in einem modernen Fitnessstudio durch, um Kraft und Knochendichte zu fördern. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sinkende Östrogenspiegel greifen Muskeln und Knochen an. Die Lösung: Krafttraining und mehr Eiweiß.

Hormonelle Umstellungen in der Lebensmitte sind kein Grund, das Training schleifen zu lassen – im Gegenteil. Aktuelle Expertenanalysen zeigen: Wer jetzt nicht aktiv wird, riskiert den rasanten Abbau von Muskelmasse und Knochendichte.

Anzeige

Ab dem 50. Lebensjahr verliert der Körper kontinuierlich an Muskelmasse, was besonders in den Wechseljahren zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 6 einfache Übungen für zuhause, mit denen Sie gezielt gegensteuern. Jetzt kostenlosen Krafttrainings-Ratgeber sichern

Kraft statt Gymnastik

Mit Beginn der Menopause steigt das Risiko für Sarkopenie – den altersbedingten Muskelschwund – sowie für Osteoporose drastisch. Jede dritte Frau über 50 erleidet eine durch Osteoporose bedingte Fraktur. Dr. Clarinda Hougen vom Cedars-Sinai-Krankenhaus betont: „Körperliche Belastung durch Gewichte stärkt die Knochendichte und regt den Stoffwechsel an."

Fitnesstrainerin Alina Bock warnt: Reines Ausdauertraining reicht in dieser Phase nicht aus. Nötig sind starke Reize – durch schweres Krafttraining oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Nur so wird die Knochenneubildung stimuliert. Krafttraining verbessert zudem die Insulinsensitivität und kann Heißhungerattacken reduzieren.

Zwei bis drei Einheiten pro Woche

Für effektiven Muskelaufbau empfehlen Experten zwei bis drei Ganzkörpereinheiten pro Woche. Schon ein bis zwei Einheiten können erste Fortschritte bringen und dem natürlichen Abbau entgegenwirken. Wichtig: 48 bis 72 Stunden Regeneration zwischen den Belastungen.

Einsteiger sollten zuerst die saubere Ausführung lernen – mit leichten Gewichten oder Widerstandsbändern. Beispielhafter Trainingsplan: drei Sätze mit acht bis zwölf Wiederholungen. Neben den physischen Effekten spielen biochemische Prozesse eine Rolle: Bei der Muskelarbeit werden Myokine freigesetzt. Diese Botenstoffe unterstützen den Stoffwechsel und heben die Stimmung.

Anzeige

Um den Körper in der Lebensmitte fit und schmerzfrei zu halten, ist ein minimaler, aber gezielter Aufwand entscheidend. Entdecken Sie 17 einfache Übungen eines renommierten Sportmediziners, die in nur 3 Minuten täglich maximale Ergebnisse liefern. Kostenlosen PDF-Ratgeber mit 17 Wunderübungen herunterladen

Eiweiß: Der entscheidende Faktor

Begleitend zum Training ist eine Ernährungsumstellung zentral. Ernährungsberaterin Adriane Robin bezeichnet Proteine als wesentlichen Faktor für den Trainingserfolg in den Wechseljahren. Empfohlen werden 1,2 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Das beugt Muskelverlust vor und stabilisiert den Blutzuckerspiegel.

Auch andere Bewegungsformen zeigen Erfolge. Eine Studie aus dem Fachjournal Life untersuchte ein vierwöchiges Pilates-Programm bei inaktiven Frauen. Die Ergebnisse: signifikante Verbesserungen bei Blutdruck, Ruheherzfrequenz und Nüchternblutzucker. Besonders profitierten Teilnehmerinnen zwischen 50 und 60 Jahren.

Die unterschätzten Risiken

Die Forschung richtet den Blick zudem auf vernachlässigte Gefahren. Professor Barbara Mangweth-Matzek von der Medizinischen Universität Innsbruck fand heraus: 7 bis 12 Prozent der Frauen in den Wechseljahren zeigen Anzeichen eines gestörten Essverhaltens – häufig Binge Eating. Gynäkologin Dr. Judith Bildau warnt vor nährstoffarmen, restriktiven Diäten, die den Körper in einer Phase hormonellen Stresses zusätzlich belasten.

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) wurde offiziell in „polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom" (PMOS) umbenannt. Weltweit sind rund 170 Millionen Frauen betroffen. Dr. Michael Schwab von der Uniklinik Würzburg kritisiert: Die spezialisierte Versorgung in Fachabteilungen für gynäkologische Endokrinologie ist noch ausbaufähig. Klar ist: Sport und Ernährung musten in ein medizinisches Gesamtkonzept eingebettet werden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69498440 |