Medikamente am Steuer: Fortbildung erklärt Risiken für PTA und PKA
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 23:09 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Einnahme von Arzneimitteln kann erhebliche Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit und die Sicherheit im Straßenverkehr haben. Um Apothekenteams für diese Risiken in der Beratung zu wappnen, widmet sich eine fachspezifische Fortbildung für pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) sowie pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) diesem Themenkomplex.
Die im Oktober gestartete Schulungsmaßnahme erstreckt sich über den Zeitraum von Oktober bis November und befasst sich detailliert mit den Einflüssen verschiedener Wirkstoffgruppen auf das Führen von Kraftfahrzeugen.
Gesetzliche Vorgaben und die Medikamentenklausel
Zu den zentralen Lerninhalten der Fortbildung gehört die Vermittlung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Straßenverkehrsgesetzes hinsichtlich Alkohol, Drogen und Medikamenten.
Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte Medikamentenklausel, welche die Abgrenzung zwischen dem bestimmungsgemäßen Gebrauch verordneter Präparate und verbotenen Fahrten unter berauschenden Mitteln juristisch einordnet. Für das Fachpersonal in Apotheken ist das Verständnis dieser Regelungen essenziell, um Patientinnen und Patienten fundiert über mögliche Konsequenzen aufzuklären.
Wirkungen verschiedener Arzneimittelklassen auf die Verkehrssicherheit
Im Mittelpunkt der inhaltlichen Auseinandersetzung stehen diverse Arzneistoffgruppen, deren Einnahme die Fahrtauglichkeit einschränken oder verändern kann. Dazu zählen verschreibungspflichtige Präparate wie Opioide, Schlafmittel, Antidepressiva, ADHS-Mittel sowie Blutdrucksenker und Antidiabetika.
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Ebenso birgt die Selbstmedikation Gefahren, weshalb auch rezeptfreie Produkte – etwa OTC-Antihistaminika, die zu Müdigkeit führen können – thematisiert werden.
Gleichzeitig vermittelt die Weiterbildung differenzierte medizinische Zusammenhänge. So führt die Einnahme von Medikamenten nicht ausnahmslos zu Beeinträchtigungen: Bei Antiepileptika zeigt sich beispielsweise der Effekt, dass sie durch das Verhindern von Anfällen die Fahrtüchtigkeit von Epileptikern überhaupt erst wieder verbessern und stabilisieren können.
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Weiteres Fortbildungsangebot für das Apothekenpersonal
Neben der Schulung zur Verkehrssicherheit stehen für pharmazeutische Fachkräfte im Herbst weitere E-Learning-Module zur Verfügung. Ein Kurz-E-Learning unter dem Titel „Achtung! Fertig? Schlau!“ zum Themengebiet Husten und Bronchitis ist mit 50 DAPs-Punkten versehen und bleibt noch bis zum 25. November buchbar.
Andere Qualifizierungsmaßnahmen enden bereits früher: Ein Kurs zum Thema Sodbrennen, für den Teilnehmende 100 DAPs-Punkte erwerben können, läuft Ende Oktober aus. Ebenfalls nur bis Ende Oktober abrufbar sind eine Fortbildung über Gelenkschmerzen sowie eine speziell an PKA gerichtete Einheit zur Thematik der Tigermücke. Diese Angebote dienen der kontinuierlichen Vertiefung von Beratungskompetenzen im Apothekenalltag.
