Matcha: ORAC-Wert 157.300 schlägt Blaubeeren um das 17-Fache
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Trend zu grünen Lebensmitteln hat sich in den vergangenen Jahren von einer Nischenerscheinung zu einem festen Bestandteil der modernen Ernährung entwickelt. Nach Analysen der Trendforscherin Karin Tischer vom Institut food & more in Kaarst bilden insbesondere Matcha, Pistazien und Avocado ein „Lifestyle-Trio“, das zunehmend als dauerhafter Standard wahrgenommen wird.
Unter dem Leitmotiv, dass Grün das neue optische und geschmackliche Highlight in der Gastronomie und im Handel darstelle, zeigt sich eine deutliche Verschiebung von kurzfristigen Modeerscheinungen hin zu etablierten Produkten.
Beständigkeit statt kurzfristiger Hypes
Ein markantes Beispiel für diese Entwicklung ist die Pistazie. Während Produkte wie die sogenannte Dubai-Schokolade als temporäre Modeerscheinungen eingestuft werden, hat sich die Pistazie laut Tischer als bleibende Zutat in der Lebensmittelbranche gefestigt. Ihre Verwendung findet sich nicht nur in Süßwaren, sondern auch in innovativen Kombinationen im Frischesegment.
So werden Avocado und Pistazie häufig in Rezepturen mit Rucola, Mango oder Kirschtomaten integriert, wobei etwa bei Salaten die Haltbarkeit aufgrund der Oxidation der Avocado auf maximal zwölf Stunden begrenzt bleibt, sofern das Dressing separat gelagert wird.
Auch Matcha wird von Experten nicht mehr als bloße Mode betrachtet. Der pulverisierte Grüntee wird inzwischen in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet, die weit über das klassische Teegetränk hinausgehen. Das Spektrum reicht von Backwaren wie Kuchen, Donuts und Doriyaki-Pancakes bis hin zu Desserts wie Tiramisu oder Speiseeis.
Die kulinarische und gesundheitliche Bedeutung von Matcha
Besondere Aufmerksamkeit erfährt derzeit die Zubereitungsform des Dirty Matcha Latte. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Qualität des Getränks maßgeblich von der Wassertemperatur abhängt.
Wenn Sie nachmittags regelmäßig in ein Energietief fallen, liegt das oft am Kaffee — Matcha wirkt laut aktuellen Berichten deutlich länger und bringt mit einem ORAC-Wert von 157.300 Einheiten ein Vielfaches der Antioxidantien von Blaubeeren. Wie Sie ihn zu Hause ohne Bitterkeit aufschlagen und in Ihren Alltag integrieren, zeigt unser kostenloser Guide. Matcha-Guide jetzt kostenlos anfordern
Um Bitterkeit zu vermeiden, sollte das Matchapulver nicht mit kochendem Wasser, sondern mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser und einem traditionellen Matchabesen aufgeschlagen werden. Die Kombination mit Milch oder Alternativen wie Hafer- und Kokosmilch sowie einem langsam hinzugefügten Espresso-Topping definiert diesen modernen Getränketyp.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht bietet Matcha laut Berichten vom September 2026 signifikante Vorteile gegenüber Kaffee. Die belebende Wirkung halte deutlich länger an. Zudem weist Matcha mit einem ORAC-Wert von 157.300 Einheiten eine außergewöhnlich hohe Konzentration an Antioxidantien auf.
Im direkten Vergleich kommen Blaubeeren auf 9.300 und Broccoli auf 3.083 Einheiten. Neben den Vitaminen B1, B2, B3, E, C und K sowie den Mineralstoffen Calcium und Kalium ist das Produkt reich an Beta-Carotin und Chlorophyll. Fachleute verweisen zudem auf Studien, wonach Chlorophyll das Darmkrebsrisiko reduzieren könne.
Industrielle Umsetzung und Marktbeobachtung
Die Industrie adaptiert den Trend zur grünen Optik und speziellen Geschmacksprofilen ebenfalls. Ein Beispiel ist die Einführung der „Winter Edition“ von Red Bull in der Geschmacksrichtung Pistazie und Beere. Marktanalysen zeigen hierbei jedoch eine Diskrepanz zwischen Lifestyle-Anspruch und Inhaltsstoffen: Das Getränk enthalte keine echten Pistazien oder Beeren, sondern basiere auf Aromen und Farbstoffen.
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Mit einem Zuckergehalt von 11 g pro 100 ml enthält eine 330-ml-Dose über 36 g Zucker, was den Gehalt einer klassischen Coca Cola (knapp 35 g pro Dose) übertrifft. Der Koffeingehalt liegt bei rund 32 mg pro 100 ml.
Während der reguläre Preis bei etwa 1,74 Euro pro Dose liegt, führten Einzelhändler wie Rewe das Produkt in einem Aktionszeitraum bis zum 26. September für 88 Cent. Diese kommerzielle Verbreitung unterstreicht, dass die Farbe Grün im Lebensmittelbereich mittlerweile als verkaufsförderndes Merkmal fungiert, selbst wenn die natürlichen Ursprungsprodukte in der industriellen Verarbeitung nur durch Aromen ersetzt werden.
