Intel, Apple

macOS 27 ohne Intel: Apple beendet Support für ältere Macs

28.05.2026 - 01:32:06 | boerse-global.de

Apple klärt mit einem neuen Support-Dokument die Unterschiede zwischen Creator-Studio-Abo und Einzelkauf seiner Profi-Apps. Zudem startet die erste Beta von macOS Tahoe 26.6.

macOS 27 ohne Intel: Apple beendet Support für ältere Macs - Bild: über boerse-global.de
macOS 27 ohne Intel: Apple beendet Support für ältere Macs - Bild: über boerse-global.de

Apple hat neue Dokumentation veröffentlicht, um die Unterscheidung zwischen Abo- und Kaufversionen seiner Profi-Apps zu erleichtern.

Der Technologiekonzern stellte am Mittwoch ein Support-Dokument bereit, das professionellen Anwendern hilft, zwischen dem Creator Studio-Abonnement und den traditionellen Einzelkauf-Versionen von Programmen wie Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro zu unterscheiden. Der Schritt folgt auf die Einführung des Creator-Studio-Bündels im Januar 2026, das eine monatliche oder jährlich Gebührenstruktur für die bisher einzeln erworbenen Anwendungen einführte.

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Parallel dazu startete Apple die erste Entwickler-Beta von macOS Tahoe 26.6 sowie Updates für iOS, iPadOS und visionOS. Die Aktivitäten fallen in die heiße Phase vor der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni, auf der die nächsten großen Systemversionen erwartet werden.

Die Verwirrung um Creator Studio und Einzelkauf

Seit der Einführung von Creator Studio Anfang 2026 haben Nutzer immer wieder Schwierigkeiten, die Abo-Version von der klassischen Kaufvariante zu unterscheiden. Das neue Support-Dokument vom 27. Mai zielt genau auf dieses Problem ab.

Die Abo-Versionen nutzen eine spezielle Designsprache namens Liquid Glass für ihre Icons. Diese Symbole folgen zwar dem macOS-Tahoe-Standard mit abgerundeten Quadraten, unterscheiden sich aber deutlich von den Icons der Einzelkauf-Versionen. Das Abo kostet 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro jährlich – zum Vergleich: Final Cut Pro als Einzelkauf schlägt mit einmalig 299 Euro zu Buche.

Beobachter kritisieren, dass die Liquid-Glass-Optik zwar modern wirkt, aber gegenüber früheren Icons an Wiedererkennungswert verloren habe. Die Verwirrung wird dadurch verstärkt, dass bestimmte neue Funktionen exklusiv den Abonnenten vorbehalten sind – für professionelle Workflows ist die Unterscheidung daher entscheidend.

KI entdeckt kritische Sicherheitslücken

Am 26. und 27. Mai erweiterte Apple zudem seine Sicherheitsdokumentation. Die Updates enthalten Details zu zahlreichen Schwachstellen in macOS, iOS, iPadOS, visionOS und watchOS. Besonders bemerkenswert: Die Dokumentation umfasst nun auch CVE-Einträge für ältere Systeme wie macOS Sonoma 14.8 und macOS Sequoia 15.7.

Ein herausragender Fund gelang bei macOS Tahoe 26.5, das am 11. Mai erschien und über 40 Sicherheitslücken schloss. Darunter befand sich CVE-2026-28952, eine Kernel-Privilegien-Eskalation, die mithilfe von Anthropics Claude-KI entdeckt wurde. Dies markiert einen Meilenstein: Erstmals kam Künstliche Intelligenz gezielt zum Einsatz, um tief im System verborgene Schwachstellen aufzuspüren, die unbefugte Sandbox-Ausbrüche oder Speicherfehler ermöglichen könnten.

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Weitere Patches betreffen Siri, wo private Browser-Tabs potenziell ohne Authentifizierung zugänglich waren, sowie Probleme mit Anrufverlaufs-Fingerprinting, FaceTime und StorageKit.

Das Ende der Intel-Ära

Die aktuellen Software-Updates dienen als Brücke zu macOS 27, das auf der WWDC am 8. Juni enthüllt werden soll. Dieses Release wird voraussichtlich einen historischen Einschnitt markieren: macOS 27 soll erstmals keine Intel-Prozessoren mehr unterstützen.

Die Kompatibilität beschränkt sich dann auf Macs mit Apple Silicon – also M-Serie-Chips und das MacBook Neo mit A18 Pro. macOS Tahoe 26 ist damit die letzte Hauptversion, die auf Intel-Hardware läuft. Betroffen vom Support-Ende sind unter anderem das 2019er Mac Pro, das 16-Zoll MacBook Pro von 2019, das 27-Zoll iMac von 2020 und das 13-Zoll MacBook Pro von 2020.

Dieser Schritt vollendet die vor Jahren mit dem M1-Chip begonnene Transition. Durch den Fokus auf eigene Prozessoren kann Apple die Systemleistung optimieren und Funktionen einführen, die auf Neural Engine und andere Spezialkomponenten der hauseigenen Chips angewiesen sind.

Beta-Zyklen und Detailverbesserungen

Am 26. Mai startete Apple die erste Entwickler-Beta von macOS Tahoe 26.6 (Build 25G5028f). Der Fokus liegt auf Leistungsverbesserungen, Fehlerbehebungen und Systemstabilität – große neue Funktionen sind nicht zu erwarten.

Ähnliche Updates gibt es für iPadOS 26.6, watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6. Die iPadOS-Beta bringt verbesserte Multitasking-Gesten und Unterstützung für 8K-Displays mit 60 Hz über Thunderbolt 4. Zudem verspricht die Beta eine um bis zu zehn Prozent längere Akkulaufzeit auf dem M2 iPad Pro sowie neue Kernel-Integritätsprüfungen.

Ein langjähriges Ärgernis vieler Nutzer wurde ebenfalls adressiert: Die zu kleinen Upload-Symbole im Dateiauswahldialog. Ein Terminal-Befehl erlaubt es nun, die Symbolgröße dauerhaft auf 256 Pixel zu erhöhen – eine deutliche Verbesserung für hochauflösende Bildschirme im professionellen Umfeld.

Ausblick auf die WWDC

Mit Blick auf den 8. Juni richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf das Moscone Center und Apples digitale Plattformen für die WWDC. Die Präsentation von macOS 27 und iOS 27 wird voraussichtlich die strategische Ausrichtung für die zweite Jahreshälfte 2026 und 2027 definieren.

Angesichts des Stabilitätsfokus im aktuellen Beta-Zyklus ist davon auszugehen, dass die nächsten Hauptversionen substanzielle neue Funktionen bringen werden – optimiert für die einheitliche Architektur der neuesten Apple-Chips. Für Intel-Nutzer tickt die Uhr: macOS Tahoe 26 bleibt ihre letzte große Update-Plattform.

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