M1-Macs, Apple

macOS 27: M1-Macs werden 30% schneller – Apple startet Beta

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 07:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apples zweite Beta von macOS 27 bringt bis zu 70 Prozent schnellere AirDrop-Übertragungen und ein lokales KI-Modell mit drei Milliarden Parametern.

macOS Golden Gate 27: Rasant schnellere M1-Macs und neue KI-Ära
Futuristischer Schreibtisch mit Apple-Computer, der abstrakte KI-Funktionen und Leistungsdaten anzeigt, die die Fortschritte von macOS 27 symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple treibt die Entwicklung seines nächsten Desktop-Betriebssystems voran – mit enormen Geschwindigkeitsgewinnen für ältere Macs und einer neuen KI-Ära.

Der US-Konzern hat am 10. Juli die zweite Beta von macOS Golden Gate 27 veröffentlicht. Die Build-Nummer 26A5368g folgt nur wenige Tage nach Beta 3 vom 6. Juli. Im Fokus stehen umfassende Optimierungen für Apple-Silicon-Chips der ersten Generation sowie die Integration der hauseigenen „Apple Intelligence“-Funktionen.

M1-Macs erleben zweiten Frühling

Frühe Tests der Entwickler-Betas zeigen beeindruckende Leistungssprünge. Auf M1-basierten Macs starten Apps bis zu 30 Prozent schneller als unter dem Vorgängersystem. Noch deutlicher fällt der Zuwachs bei AirDrop aus: Die Übertragungsgeschwindigkeit verbessert sich um bis zu 70 Prozent.

Die Ursache liegt in einem grundlegenden Architekturwechsel. Apple hat große Teile des veralteten Intel-Codes entfernt und Kernkomponenten von C und C++ auf die hauseigene Programmiersprache Swift umgestellt. Im Zuge dieser Modernisierung fällt auch das Apple Filing Protocol (AFP) weg. Rosetta, die Übersetzungsschicht für Intel-Apps, bleibt in macOS 27 zwar erhalten – Branchenbeobachter rechnen jedoch damit, dass sie in der nächsten Version macOS 28 komplett verschwindet.

Drei Milliarden Parameter: So tickt die neue Apple-Intelligenz

Das Herzstück von macOS 27 ist ein neuartiges KI-Modell, das direkt auf dem Gerät läuft. Mit drei Milliarden Parametern treibt es einen rundum erneuerten Siri-Assistenten an, verbessert die Suche in Spotlight und Mail und ermöglicht neue Schreibwerkzeuge.

Die Mail-App profitiert besonders: Sie durchsucht Nachrichten jetzt kontextbezogen, fasst lange E-Mails zusammen, verfolgt Paketsendungen und schlägt „Smart Replies“ vor, die den persönlichen Schreibstil des Nutzers imitieren.

Doch die Hardware-Anforderungen variieren stark. Während das Basismodell auf M1-Macs mit 8 GB Arbeitsspeicher läuft, benötigen erweiterte Funktionen – etwa bestimmte Siri-Stimmanpassungen – mindestens einen M3-Prozessor und 12 GB RAM. Für KI-gesteuerte Funktionen im Home-Bereich, wie natürliche Sprachsuche oder Bewegungsmelder-Zusammenfassungen, ist sogar ein 2-TB-iCloud+-Abonnement nötig.

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„Liquid Glass“: Neues Design für den Mac

Optisch präsentiert sich macOS 27 mit der Designsprache „Liquid Glass“, die das gesamte Interface auffrischt. Technisch erweitert Apple die professionelle Hardware-Unterstützung erheblich:

  • Ultra-wide-Displays: Native Unterstützung für Auflösungen bis zu 5120x2160 bei 120 Hz
  • RAW 9: Kompatibilität für rund 784 verschiedene Kameramodelle
  • Personalisierung: Neue Optionen für die Sperrbildschirm-Uhr und verbesserte Split-View-Funktionen

EU-Streit überschattet KI-Rollout

Die Einführung der neuen KI-Funktionen gestaltet sich geografisch komplex. Während Mac- und Vision-Pro-Nutzer in der Europäischen Union die Siri-KI erhalten sollen, verzichtet Apple bei iPhone und iPad in der EU zunächst darauf.

Hintergrund ist ein Urteil des EU-Gerichts vom 10. Juli 2026, das Apples Klage gegen die Einstufung als „Gatekeeper“ unter dem Digital Markets Act (DMA) abwies. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen führte bereits Gespräche mit der Apple-Führung – ein offener Streit über Interoperabilitätsanforderungen zeichnet sich ab, der bis 2027 andauern könnte.

Auch in China starten die Siri-KI-Funktionen zunächst nicht. Bestimmte kontextbezogene Vorschläge bleiben vorerst auf die englische Sprache beschränkt.

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Zeitplan: Public Beta ab Mitte Juli

Apple plant, öffentliche Betas von macOS 27 zusammen mit iOS 27 und iPadOS 27 ab Mitte Juli 2026 bereitzustellen. Insider rechnen mit einem Start am 22. Juli. Die finale stabile Version soll planmäßig im September 2026 erscheinen.

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