macOS 27 Golden Gate: Siri AI startet im September mit Google Gemini
01.07.2026 - 19:18:41 | boerse-global.de
Im Fokus stand die Einführung der neuen KI-Funktionen unter dem Digital Markets Act. Nur einen Tag zuvor hatte Apple mit dem „Creator Studio“-Update eine Reihe KI-gestützter Verbesserungen für professionelle Anwendungen auf den Markt gebracht.
Professionelle Tools erhalten KI-Power
Das Update vom 30. Juni bringt zahlreiche automatisierte Funktionen für die Medienproduktion. Final Cut Pro erhält unter anderem die Werkzeuge „Generate Captions“, „Auto Mask“ und „Edit Detection“. Hinzu kommen eine verbesserte Farbanpassung und erweiterte Trim-Funktionen. Neue „Creator Themes“ helfen bei der Projektformatierung.
Im Audio-Bereich profitiert Logic Pro von einem überarbeiteten Chord-ID-System, einem neuen „Producer Project“-Format sowie Updates für Beat Breaker und Alchemy Granular Sync. Auch Motion und Compressor wurden aktualisiert: Motion unterstützt jetzt Vektorskalierung und Layer-Verteilung, während Compressor einen „Immersive Metadata Viewer“ für Vision-Pro-Inhalte und ein 180-Grad-Profil für Apple Projected Media bietet.
Die Integration von Pixelmator Pro wurde ebenfalls ausgebaut. Die App verbindet sich nun direkt mit Final Cut Pro, Keynote, Pages und Numbers. Sie bietet KI-gesteuerte Bild- und Vektorgenerierung sowie einen zentralen „Content Hub“. Apple führt für die Creator-Suite ein Abomodell ein: 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich. Für Studenten gibt es einen ermäßigten Tarif von 2,99 Euro pro Monat.
Siri AI und macOS Golden Gate
Das Herzstück von Apples KI-Strategie ist macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate“. Die finale Version soll im September 2026 erscheinen. Kernstück ist die neue Siri AI, die Apple am 29. Juni vorstellte. Sie basiert auf Apple Intelligence und nutzt Foundation-Modelle, die in Zusammenarbeit mit Google Gemini entwickelt wurden – eine Partnerschaft, die bereits Anfang Juni bekannt wurde.
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Die überarbeitete Siri versteht natürliche Sprachkonversationen, berücksichtigt persönlichen Kontext und führt Aktionen über verschiedene Apps hinweg aus. Zu den neuen Fähigkeiten gehören Bildschirmerkennung, Schreibassistenz und visuelle Intelligenz. Entwickler testen das System seit Ende Juni, eine öffentliche Beta ist für Juli 2026 geplant. Die vollständige Siri-AI-Suite in englischer Sprache soll noch 2026 erscheinen.
Auch die Produktivitäts-Apps in macOS Golden Gate wurden angepasst. Die Erinnerungen-App erkennt natürliche Spracheingaben für Aufgaben und bietet eine intelligente Einkaufsliste. Notizen und Erinnerungen nutzen Apple Intelligence, um automatisch Metadaten aus Klartext zu generieren. Apple-One-Abonnenten erhalten ab September höhere tägliche Nutzungslimits für KI-Bildgenerierung und neue Beschreibungsfunktionen für HomeKit Secure Video.
Regulatorische Hürden und Hardware-Anforderungen
Die Einführung von Siri AI verzögert sich in einigen Regionen aufgrund regulatorischer Vorgaben. Beim heutigen Treffen mit EU-Vertretern thematisierte Apple die Einhaltung des Digital Markets Act. Der Konzern schlug einen „Trusted System Agent“ vor, um Drittanbietern Zugriff auf den Assistant zu gewähren. EU-Regulierer lehnten den Vorschlag jedoch ab. Die Folge: Siri AI startet in Europa später. Ähnliche Probleme gibt es in China.
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Die Hardware-Anforderungen für die neuen KI-Funktionen sind streng. macOS Golden Gate läuft nur auf Macs mit Apple Silicon ab Baujahr 2020 sowie auf dem neuen MacBook Neo von 2026. Damit endet der Support für Intel-basierte Macs endgültig. Für mobile Funktionen benötigen Nutzer ein iPhone 15 Pro oder neuer, um die volle Apple-Intelligence-Palette zu nutzen.
Eine öffentliche Beta des neuen Betriebssystems wird in den kommenden Wochen erwartet. Parallel dazu hält Apple am aktuellen Softwarezyklus fest: Am 29. Juni erschien die dritte Entwickler-Beta von macOS 26.6 – das letzte Wartungsupdate vor dem Wechsel zur Golden-Gate-Architektur.
