Apple, AFP-Unterstützung

macOS 27: Apple streicht AFP-Unterstützung – Time Capsule inkompatibel

17.06.2026 - 23:26:48 | boerse-global.de

Apples neues Betriebssystem macOS 27 entfernt AFP-Unterstützung, was die Time Capsule für Backups unbrauchbar macht. Eine Community-Lösung bietet Abhilfe.

macOS 27 Golden Gate: Apple verabschiedet sich von AFP und Time Capsule
Apple - A modern server rack with glowing data streams next to an older Apple Time Capsule, symbolizing technology transition. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mac-Nutzer mit älteren Netzwerkspeichern müssen umdenken.

Mit der Vorstellung von macOS 27 Golden Gate auf der WWDC am 8. Juni 2026 hat Apple eine weitreichende Entscheidung getroffen. Das System entfernt die Unterstützung für das Apple Filing Protocol (AFP) vollständig. Die Folge: Die beliebte AirPort Time Capsule wird von der Time-Machine-Sicherung nicht mehr erkannt.

Das Ende einer Ära

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Der Schritt kommt nicht überraschend. Bereits 2013 führte Apple mit macOS Mavericks das Server Message Block (SMB)-Protokoll als Standard für die Dateifreigabe ein. 2020 fiel dann die AFP-Server-Unterstützung mit macOS Big Sur weg. Nun, sechs Jahre später, verschwindet auch der AFP-Client.

Die aktuelle Entwickler-Beta von macOS 27 (Build 26A5353q) verlangt zwingend SMBv2/v3 und TLS 1.2 für Netzwerkverbindungen. Genau hier liegt das Problem: Die AirPort Time Capsule – zwischen 2008 und 2018 auf dem Markt – setzt auf die veralteten Protokolle AFP und SMBv1. Für das neue System ist sie damit schlicht unsichtbar.

Hinzu kommt: macOS 27 läuft ausschließlich auf Apple-Silicon-Macs. Intel-Nutzer bleiben bei macOS 26 Tahoe – und können dort weiterhin ihre Time Capsule nutzen.

Gibt es einen Ausweg?

Die Community hat bereits reagiert. Ein GitHub-Projekt namens TimeCapsuleSMB könnte die Rettung sein. Entwickelt wurde es von Microsoft-Ingenieur James Chang. Die Idee: Samba Version 4.24.3 direkt auf der Time Capsule installieren.

Das ermöglicht SMB3-Verbindungen und Bonjour-Erkennung – macOS 27 sieht das Gerät dann wieder. Allerdings mit Einschränkungen: Die fünfte Generation der Time Capsule (2013) startet den Samba-Dienst automatisch neu. Ältere Modelle brauchen nach einem Neustart einen manuellen Eingriff. Und: Das Verfahren startet eine neue Time-Machine-Sicherungskette. Ob die Daten nach Jahren noch zuverlässig wiederherstellbar sind, ist unklar.

Neues Design, mehr Tempo

Neben den Protokoll-Änderungen bringt macOS 27 eine optische Auffrischung. Die neue Designsprache heißt Liquid Glass. Dazu gehören ein Transparenz-Regler für UI-Elemente, einheitliche Fenster-Ecken und die Rückkehr zu randlosen Seitenleisten mit farbigen Symbolen.

Die versprochenen Leistungssteigerungen sind beachtlich: Apple spricht von bis zu 30 Prozent schnelleren App-Starts, einer 70-prozentigen Verbesserung bei der Fotobearbeitung und 80 Prozent schnelleren AirDrop-Übertragungen. Erste unabhängige Tests der Entwickler-Beta zeigen ein gemischtes Bild. Viele Nutzer berichten jedoch von bemerkenswert stabilen Builds mit wenigen Abstürzen.

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Zeitplan und Hardware-Hürden

macOS 27 Golden Gate ist Teil eines großen Ökosystem-Updates zusammen mit iOS 27 und iPadOS 27. Die auf der WWDC vorgestellten KI-Funktionen – Apple Intelligence 2.0 und erweiterte Siri-Funktionen – haben allerdings hohe Hardware-Anforderungen. Die verbesserte Siri benötigt mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und läuft nur auf M3-Macs oder neuer, dem iPhone 17 Pro sowie M4-iPads.

Die öffentliche Beta von macOS 27 startet im Juli 2026. Die finale Version wird für September 2026 erwartet. Bis dahin pflegt Apple macOS 26 Tahoe weiter: Erst am 16. Juni 2026 erschien die zweite öffentliche Beta von Version 26.6 – mit Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates.

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