Apple, Fingerbedienung

macOS 27: Apple bringt Fingerbedienung auf iPad-Sidecar

10.06.2026 - 04:26:17 | boerse-global.de

Apples macOS 27 erlaubt erstmals direkte Touch-Steuerung von Mac-Programmen auf dem iPad über Sidecar.

macOS 27: Neue Fingerbedienung für Mac-Apps auf dem iPad
Apple - A hand touches the screen of an iPad displaying a macOS interface, next to a MacBook Pro laptop in a modern workspace. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die neue „Golden Gate"-Version erlaubt erstmals die direkte Fingerbedienung von Mac-Apps auf dem iPad.

Auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026 stellte Apple macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate" vor. Die zentrale Neuerung: Die Sidecar-Funktion, die das iPad als zweiten Mac-Bildschirm nutzt, erhält mit „Direct Touch" eine lang erwartete Erweiterung. Nutzer können künftig mit den Fingern direkt in die macOS-Oberfläche auf dem iPad eingreifen.

Direkte Interaktion ohne Stift oder Maus

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Bisher war die Bedienung von Mac-Anwendungen auf dem iPad über Sidecar stark eingeschränkt. Zwar ließen sich Multi-Touch-Gesten wie Scrollen oder Zoomen nutzen, doch für Klicks auf Buttons oder das Verschieben von Fenstern war zwingend der Apple Pencil oder eine angeschlossene Maus nötig. Das ändert sich nun grundlegend.

Erste Tests von Betanutzern zeigen, dass Tippen, Wischen und die direkte Steuerung von macOS-Anwendungen per Fingerproblem funktionieren. Das iPad wandelt sich damit vom passiven Zweitmonitor zum vollwertigen Eingabegerät – ein Schritt, den viele Nutzer seit Einführung von Sidecar im Jahr 2019 gefordert hatten.

Hardware-Voraussetzungen: Apple Silicon Pflicht

Die neue Funktion stellt klare Anforderungen an die Geräte. Sowohl Mac als auch iPad müssen mit den jeweiligen Version 27 des Betriebssystems laufen. Zudem ist ein Mac mit Apple Silicon zwingend erforderlich – Intel-Macs bleiben außen vor.

Weitere Bedingungen:
- Beide Geräte müssen mit derselben Apple-ID angemeldet sein
- Verbindung via WLAN und Bluetooth
- Maximal zehn Meter Abstand zwischen den Geräten

Für die anspruchsvollsten KI-Funktionen des Updates sind sogar ein M3-Chip und mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher nötig.

„Liquid Glass" und Siri mit KI-Power

Neben der Sidecar-Neuerung setzt macOS 27 auf eine umfassende Design-Überarbeitung. Die neue „Liquid Glass"-Oberfläche bietet einen globalen Transparenz-Regler und einheitliche Fenster-Ecken. Branchenkenner ziehen Vergleiche zum legendären „Snow Leopard"-Update, das ebenfalls für Stabilität und Performance-Optimierung stand.

Besonders weitreichend ist die Integration von „Siri AI". Der Sprachassistent wurde grundlegend überarbeitet und verfügt nun über Chatbot-Funktionen, die von Google Gemini unterstützt werden. Siri erhält Bildschirm-Kenntnisse und Zugriff auf persönliche Kontextinformationen.

Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: Apple verspricht 30 Prozent schnellere App-Starts und 80 Prozent schnellere AirDrop-Übertragungen. Auch die Suchfunktionen in Spotlight, Mail und Fotos wurden mit einem neuen Index beschleunigt.

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Zeitplan und Ausblick

Die Entwickler-Beta von macOS 27 steht seit dem 8. Juni zur Verfügung. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, die finale Version soll im Herbst 2026 – voraussichtlich zwischen September und Oktober – für alle Nutzer erscheinen.

Die neue Touch-Funktion in Sidecar hat Spekulationen über ein mögliches Mac-Gerät mit Touchscreen neu entfacht. Branchengerüchte sprechen von einem „MacBook Ultra" mit OLED-Display und Touch-Funktionalität, das möglicherweise 2027 erscheinen könnte. Für den aktuellen Zyklus setzt Apple jedoch klar auf Sidecar als Brücke zur Touch-Steuerung am Mac.

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