macOS 27: Apple beendet Intel-Ära – vier Macs erhalten kein Update
08.06.2026 - 05:34:01 | boerse-global.de
Mit macOS 27 zieht Apple einen Schlussstrich unter die Intel-Ära – der Konzern verlangt künftig zwingend Apple Silicon.
Die heute beginnende Worldwide Developers Conference (WWDC) in Cupertino markiert einen historischen Wendepunkt: Erstmals setzt eine macOS-Version zwingend auf die hauseigenen Prozessoren. Für die letzten Intel-Macs bedeutet das das Aus für große Software-Updates.
Letzte Intel-Modelle verlassen den Unterstützungszeitraum
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Vier Rechner fallen dem Schritt zum Opfer: das 16-Zoll MacBook Pro (2019), das 13-Zoll MacBook Pro mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen (2020), der 27-Zoll iMac (2020) und der Mac Pro (2019). Sie alle erhalten kein macOS 27 mehr.
Apple hatte bereits im Mai mit einem Warnsystem in macOS 26.5 auf die bevorstehende Änderung hingewiesen. Nutzer Intel-basierter Anwendungen wurden über die anstehenden Kompatibilitätsprobleme informiert. Die betroffenen Geräte bekommen voraussichtlich bis Herbst 2028 Sicherheitsupdates – das war's dann aber auch.
macOS 26 Tahoe, das am 15. September 2025 erschien, bleibt damit die letzte große Betriebssystemversion für Intel-Hardware. Ein herber Schlag für alle, die noch auf die alten Rechner setzen.
Neural Engine als Treiber des Wandels
Der Schritt ist kein Zufall: Apples Strategie dreht sich immer stärker um „Apple Intelligence". Die KI-Funktionen setzen auf die Neural Engine – einen speziellen Chip für maschinelles Lernen, den Intel-Prozessoren nicht bieten.
Das neue Betriebssystem soll vor allem auf Leistung und Stabilität setzen. Branchenkenner ziehen Vergleiche zum legendären „Snow Leopard"-Update. Im Zentrum steht ein überarbeiteter Siri, der unter dem Codenamen „Campo" entwickelt wurde. Der Sprachassistent funktioniert künftig eher wie ein Chatbot mit eigener App und durchgehendem Gesprächsverlauf. Dahinter steckt eine mehrjährige Partnerschaft mit Google, die Gemini und die Google Cloud als Basis nutzt.
Rosetta 2 vor dem Aus
Die Übersetzungssoftware Rosetta 2, die Intel-Apps auf Apple Silicon laufen lässt, bleibt zwar noch in macOS 27 erhalten. Doch ihr Ende ist absehbar: Mit macOS 28, das für Ende 2027 erwartet wird, soll sie für die meisten Anwendungen wegfallen. Nur für ältere Spiele könnte sie erhalten bleiben.
Aktuelle Zahlen zeigen: Rund 52,2 Prozent aller Anwendungen laufen bereits nativ auf Apple Silicon. Doch mehr als 18.800 Programme sind noch Intel-exklusiv – ein Problem vor allem für Unternehmen. Branchenexperten schätzen die Kosten für den Austausch dieser Arbeitsplätze auf rund 1.500 Euro pro Gerät.
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Zeitplan für die Veröffentlichung
Nach der heutigen Keynote stehen Entwickler-Betas für macOS 27 bereit. Eine öffentliche Beta folgt im Juli 2026, der finale Release ist für September geplant.
Neben dem Mac-Betriebssystem stellt Apple auch iOS 27, iPadOS 27 und visionOS 3 vor. Die mobilen Updates bringen eine neue „Suchen oder Fragen"-Oberfläche und erweiterte visuelle Intelligenz – etwa das Scannen von Nährwerttabellen oder das automatische Erfassen von Kontaktdaten. Künstliche Intelligenz bleibt das beherrschende Thema des Jahres 2026.
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