Apple, Intel-Ära

macOS 27: Apple beendet Intel-Ära endgültig im Herbst

10.06.2026 - 19:44:59 | boerse-global.de

Apple stellt macOS 27 vor und streicht die Unterstützung aller Intel-Macs. Unternehmen müssen ihre Hardware-Flotte umstellen.

macOS 27 Golden Gate: Apple beendet Intel-Ära endgültig
Apple - A modern Apple MacBook Pro on a desk, screen showing technical data, with a blurred financial professional in the background. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der nächste große macOS-Sprung kommt im Herbst – und er beendet endgültig die Ära der Intel-Prozessoren. Unternehmen müssen umrüsten.

Apple hat auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni den Nachfolger von macOS Sequoia vorgestellt. Mit dem neuen Betriebssystem „Golden Gate" vollzieht der Konzern den radikalen Schlussstrich: Kein einziger Intel-Mac wird mehr unterstützt. Für Firmen mit älteren Geräteflotten bedeutet das eine massive Hardware-Offensive.

Nur noch Apple Silicon – diese Modelle fallen weg

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Die Kompatibilitätsliste für macOS 27 beginnt erst beim M1-Chip. Betroffen sind unter anderem das MacBook Pro von 2019 und 2020, der 27-Zoll-iMac von 2020 und der Mac Pro von 2019. Diese Rechner erhalten zwar voraussichtlich noch zwei Jahre lang Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen mehr.

Doch selbst Besitzer neuerer Apple-Silicon-Macs sollten genau hinschauen: Für die erweiterten KI-Funktionen an Bord ist mindestens ein M3-Chip mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher nötig. Apples hauseigene „Apple Intelligence"-Funktionen laufen zwar auf allen M-Macs, die wirklich spannenden On-Device-Modelle aber nicht.

Eine erste Beta-Version steht Entwicklern bereits zur Verfügung, eine öffentliche Beta soll im Juli folgen. Der finale Release ist für den Herbst geplant.

Abschied von Tim Cook – und ein neuer CEO

Die WWDC 2026 hatte auch eine historische Dimension: Es war die letzte Keynote unter der Ägide von CEO Tim Cook. Am 1. September 2026 übernimmt John Ternus das Ruder. Der bisherige Hardware-Chef gilt als Strippenzieher hinter dem erfolgreichen Apple-Silicon-Übergang – ein passender Zeitpunkt für den endgültigen Abschied vom Intel-Erbe.

Neue MDM-Funktionen für Admins

Für IT-Abteilungen bringt macOS 27 gleich mehrere Erleichterungen. Apple hat das Device-Management-Framework grundlegend überarbeitet:

  • Managed Migration automatisiert den Datentransfer bei der Umstellung auf neue Geräte
  • Declarative Configurations vereinfachen die Verwaltung von Content-Caching und Endpunktsicherheit
  • Package Uninstall erlaubt das saubere Entfernen von Softwarepaketen via MDM
  • Platform SSO mit obligatorischem Touch ID und authentifiziertem Gastmodus
  • Verbesserte Log-Collection über iOS, iPadOS, tvOS und macOS hinweg

Die neuen APIs sollen Firmen dabei helfen, ihre Flottenmigrationen deutlich schneller und reibungsloser abzuwickeln.

Cisco und Tanium: Netzwerk-Verstärkung für Unternehmen

Parallel zu Apples Ankündigungen hat Cisco am 9. Juni die allgemeine Verfügbarkeit von Cisco SASE mit Meraki gemeldet. Die Lösung verbindet Meraki SD-WAN mit Cisco Secure Access und verspricht eine bis zu 15-fach schnellere Bereitstellung sicherer Tunnel im Vergleich zu herkömmlichen Methoden. Enthalten sind Secure Web Gateway, Zero Trust Access, Firewall-as-a-Service und Data Loss Prevention – ohne dass Unternehmen ihre gesamte Netzwerk-Infrastruktur austauschen müssen.

Ebenfalls am 9. Juni wurde Tanium von Forrester als Marktführer im Bereich Endpoint Management ausgezeichnet. Das Unternehmen erhielt Bestnoten für Innovation und Vision, besonders bei der Verwaltung komplexer IT- und OT-Umgebungen.

iOS 27 und watchOS 27: Auch iPhones und Uhren betroffen

Die Hardware-Streichungen betreffen nicht nur den Mac. iOS 27 und iPadOS 27 versprechen zwar bis zu 30 Prozent schnellere App-Starts und 80 Prozent schnellere AirDrop-Übertragungen – doch einige ältere Geräte bleiben außen vor:

  • iPadOS 27 unterstützt das iPad der 8. Generation, das iPad mini der 5. Generation und das iPad Air der 3. Generation nicht mehr
  • watchOS 27 lässt die Serien 6 bis 9, die erste Ultra-Generation und die SE der 2. Generation links liegen. Kompatibel sind nur noch Series 10 und 11, Ultra 2 und 3 sowie SE 3

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Für iPhones bleibt die Unterstützung ab dem iPhone 11 stabil. Allerdings: Die erweiterten Siri-KI-Funktionen, die auf einem maßgeschneiderten Google-Gemini-Modell mit 1,2 Billionen Parametern basieren, benötigen mindestens ein iPhone 17 Pro oder Pro Max. Apple zahlt Berichten zufolge rund eine Milliarde Euro pro Jahr für die Lizenz des Gemini-Modells.

Fazit: Ein Herbst der Entscheidungen

Für Unternehmen, die noch auf Intel-Macs setzen, wird die Zeit knapp. Der Herbst 2026 markiert nicht nur das Ende einer Prozessor-Ära, sondern auch den Beginn einer neuen Führungsstruktur bei Apple. Wer seine Flotte rechtzeitig umstellen will, sollte jetzt handeln – denn mit macOS 27 gibt es kein Zurück mehr.

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